Umwelt

Rasen und Wiesen im naturnahen Garten

Allzu oft eifern Gartenbesitzer dem Ideal eines englischen Rasens nach. Gründe dagegen und wie naturnahe Varianten aussehen, erklärt Ulrike Aufderheide in diesem Buch.

Rasenflächen sind in Mitteleuropa nichts natürliches, wenn man von der potenziell natürlichen Vegetation ausgeht, die (u.a. in der Vegetationsgeographie) als das verstanden wird, was wüchse, wenn es keine menschlichen Eingriffe gegeben hätte. Demnach gäbe es auf dem Gebiet, das heute als "Deutschland" bezeichnet wird, statt Äckern, Rasen und versiegelten Flächen vor allem Laubwald, der von der Rotbuche dominiert wäre. Dahin will Aufderheide allerdings gar nicht, wenn von "naturnah" die Rede ist. Die Diplombiologin zeigt anschaulich und in verständlicher Sprache, dass - geschichtlich betrachtet - in Mitteleuropa Rasen und Wiesen vor allem ein Ergebnis der Beweidung und des Einsatzes der Rasenmäher ab 1830 sind. Doch dieser Ausflug in die Natur- und Kulturgeschichte macht nur einen kleinen Teil des Buches aus. Eher nebenbei lässt die Autorin miteinfließen, welche Nachteile der artenarme "Hochleistungsrasen" herkömmlicher Reihenhaussiedlungen hat: laute Rasenmäher verpesten die Luft, Dünger und Pestizide belasten den Boden und Wasser braucht er auch ständig. Welche Rasenarten und Wiesen eine naturnahe Alternative bieten, nimmt Raum ein, bevor es an die Planung und die Anlage der Flächen geht. Aufderheide geht dabei auch auf die Bedingungen des Bodens ein, die erfüllt sein müssen, damit bestimmte Pflanzen sich dauerhaft ansiedeln können und wie diese Bedingungen erreicht werden können - beispielsweise mit einer Einmischung von Sand, um weniger Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Der Autorin ist dabei kein Aufwand zu schade: Baggereinsätze sind durchaus einkalkuliert. Alternativen zum Rasen und der Umgang mit "Problemen" wie Maulwürfen und Böden runden das Buch ab.

Rasen und Wiesen im naturnahen Garten
Ulrike Aufderheide

Rasen und Wiesen im naturnahen Garten


Neuanlage - Pflege - Gestaltungsideen
pala 2011
180 Seiten, gebunden
EAN 978-3895662744

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