Literatur

Eine unerschöpfte aber nicht unbewohnte Mine

Jules Verne, der weltbekannte Autor von Abenteuerromanen und Erfinder des Science-Fiction-Romans, hat unzählige Geschichten geschrieben, von denen allerdings längst nicht alle so bekannt wurden wie "In 80 Tagen um die Erde" oder "20’000 Meilen unter dem Meer". Einer der weniger bekannten Romane, der Originaltitel lautet "Les indes noires", wurde nun als Hörspiel herausgegeben. Der junge Verlag Hoerbucht legt damit seinen Erstling vor und Mühe hat er offenbar keine gescheut. Herausgekommen ist ein liebevoll umgesetztes, spannendes Abenteuerhörspiel, das den für Jules Verne typischen mit der ersten Seite beginnenden und nicht abreissenden Spannungsbogen gelungen adaptiert.

Die eigentlich recht einfach gestrickte Geschichte um eine seit zehn Jahren stillgelegte Kohlemine, die entgegen der bisherigen Meinung doch noch Kohle enthält, fängt mit mysteriösen Briefen an und endet mit einem dramatischen Happy-End. Dazwischen liegt viel Abenteuer, eine Prise Surreales (viel weniger als in Vernes anderen Romanen) und eine Liebesgeschichte. Ideale Zutaten für ein kurzweiliges Hörspiel-Vergnügen. Mit passenden Hintergrundgeräuschen versehen, mit Musik untermalt und mit professionellen Sprechern umgesetzt, kann sich der Hörer die Szenerie, die sich fast ausschliesslich untertags abspielt, und die unterschiedlichen Charaktere gut vorstellen. Wohl um den Preis tief zu halten, wurde das Booklet sehr bescheiden gehalten.

Ein gelungenes Abenteuerhörbuch für Jugendliche und Erwachsene, die gerne in die etwas andere Welt des Jules Verne abtauchen. Dem neuen Hörbuchverlag kann man für diesen Einstand gratulieren.

Schwarzes Gold
Jules Vernes

Schwarzes Gold


Hörbucht 2008
1 Audio-CD, Spieldauer: ca. 79 Minuten
EAN B001M0K1NI
Buch und Regie: Jan-Soeren Haas, Nicola Neuse

"Schriftsteller sind nicht ganz richtig im Kopf, das weiss doch jeder."

Ein Text, verfasst von einem verstorbenen Pizzabäcker, von dem niemand wusste, dass er geschrieben hatte, wird ein sensationeller Erfolg, der mannigfaltige Auswirkungen hat.

Lesen

Aus der europäischen in die osmanische Kultur

Der in der Schweiz lebende Abdullah Dur legt sein erstes Werk vor, ein spannender Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz, Frankreich und der Türkei spielt.

Lesen

Wenn die mühsam aufgebaute Welt bröckelt

Viel Geld, viele Affären, viel Heuchelei. Die Protagonisten im Buch von Mark van Huisseling sind mit ihren individuellen Karrieren beschäftigt und wissen nicht, dass es bald bergab geht.

Lesen

Zwischen Wirklichkeit, Sehnsucht und Aufbegehren

Bernhard Schlink erzählt in seinem neuen Roman Olga Rinkes Leben vor dem Hintergrund zentraler Epochen der jüngeren deutschen Geschichte.

Lesen

Biotop einer Schattenwelt

Von der ersten bis zur letzten Seiten ein rasanter, packend und kenntnisreich geschriebener Roman, der zwischen Gesellschaftstopos und Crime Thriller angesiedelt ist.

Lesen

Alles ist Signal

Ein aufsehenerregender, authentischer Roman über das Leben an den Randzonen der US-amerikanischen Gesellschaft. Die Haves und die Have-Nots haben mehr gemeinsam als man glaubt.

Lesen
Wovon die Wölfe träumen
Aus der nahen Ferne
Die Geschichte des Regens
Geschichte der deutschen Lyrik
Die Geschichte von Herrn Sommer
An einem Tag wie diesem
Alles, was wir geben mussten
Arthur Unsichtbar und der Schrecken von Thorblefort Castle
Die Mutter
Nada
Im Westen nichts Neues
Empörung
by rezensionen.ch - 2001 bis 2018