Zürcher Wohnungsbau 1995-2015

Wohnungsbaulabor Zürich

"Kein Thema beschäftigt die Zürcher Bevölkerung mehr als das Wohnen."
(Patrick Gmür, Wohnen tut not - damals, heute und morgen, Zürcher Wohnungsbau 1995-2015)

Den umfangreichen Wohnungsbau im Grossraum Zürich fassen die beiden Herausgeber Heinz Wirz und Christoph Wieser in einer Anthologie aus über hundert gebauten Projekten von rund sechzig verschiedenen Architekturbüros zusammen. Das über vierhundert Seiten dicke Werk gliedert sich in drei Kategorien: Einzelbauten, Ensembles und Siedlungen. Innerhalb dieser Kapitel werden die einzelnen Projekte chronologisch dem Betrachter vorgestellt. Die Sammlung umfasst nur reine Wohnbauten ohne wesentliche Nebennutzungen. Sonderformen des Wohnungsbaus, wie beispielsweise Alterswohnungen, studentisches Wohnen oder Mischformen, wurden in der hier vorliegenden Zusammenstellung nicht berücksichtigt.

Seit dem politischen Entscheid, 10’000 neue Wohnungen in zehn Jahren zu bauen, durch die Förderung der öffentlichen Hand und aufgrund einer hochstehenden Wettbewerbskultur ist eine rege Architekturszene im Grossraum Zürich entstanden. So lässt sich in der Stadt Zürich seit Mitte der 1990er-Jahre eine aussergewöhnliche Qualität von Wohnbauten beobachten, die auf dem Nährboden des international viel beachteten Wohnungsbaulabors Zürich entstanden sind.

Die vorliegende Publikation will keinen Architekturstil und keine Theorie zum Wohnungsbau vermitteln. Die für die Anthologie ausgewählten Werke weisen eine grosse Heterogenität auf, ihre Gemeinsamkeiten basieren auf der Nutzung Wohnen, dem Grossraum Zürich und dass sie den Weg in die gebaute Form gefunden haben. Die Sammlung soll vielmehr als Übersicht oder besser noch als Geschichtsdokumentation des reichhaltigen Experimentierfelds guter und interessanter Wohnbauarchitektur der letzten Jahre dienen.

Der umfangreichen Dokumentation werden drei aufschlussreiche Essays von Daniel Kurz, Patrick Gmür und Christoph Wieser vorangestellt. Die Texte - in Deutsch und Englisch - durchleuchten die geschichtliche Entwicklung des Zürcher Wohnungsbaus und versuchen, anhand von Gedanken zur Grundriss- und Schnittlektüren die typologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu entschlüsseln.

Ob Einzelbauten, Ensembles oder Siedlungen, alle in der Publikation besprochenen Projekte werden gleichberechtigt auf zwei Doppelseiten besprochen. Allen Bauten wird ein kleiner Projekttext in Deutsch und Englisch, eine Auflistung der Projektbeteiligten und eine kleine Darstellung zum Städtebau vorangestellt. Auf den restlichen Seiten werden die Projekte mit Schnitt-, Grundrisszeichnungen und Fotografien vom Innenraum und dem städtischen Kontext vermittelt.

Deutlich wird, dass der Schwerpunkt auf der typologischen Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnungsbau liegt, eine stark objektbezogene Lesart. Eine allgemeinere Untersuchung und Dokumentation zum städtebaulichen Einfluss hätte die vorliegende Publikation um eine wichtige und interessante Betrachtungsebene erweitert. Nichtsdestotrotz ist das Buch "Zürcher Wohnungsbau 1995-2015" ein äusserst gelungenes Werk und regt zu neuen architektonischen und typologischen Auseinandersetzungen mit dem Thema Wohnungsbau an.

Zürcher Wohnungsbau 1995-2015
Heinz Wirz (Hrsg.)
Zürcher Wohnungsbau 1995-2015
Zurich Housing Development 1995-2015
476 Seiten, gebunden
Deutsch / Englisch
Quart 2017
EAN 978-3037611272

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