Mark Bergen: YouTube - Die globale Supermacht

Wenn Mainstream-Journalisten Bücher schreiben ...

… dann klingt es wie eine nicht enden wollende Spiegel-Reportage: Da schiebt der Manager des Konzerns, der „selbst aus nichts als den Nullen und Einsen der Computersprache“ (S. 20) bestehe, „mit Bedacht Bits und Bytes hin und her und hielt Kennzahlen ein“ (S. 255). Aufgebauscht und effekthascherisch zieht sich das Ganze, wie man es eben aus der Mainstream-Presse kennt, garniert mit politischer Korrektheit, die offensichtlich maßgeblich von den Übersetzern des Droemer-Verlags kommt, wenn ganz „gendergerecht“ bspw. von „Betreibenden“ oder von „Ärztinnen“ die Rede ist, auch wenn es gar nicht vorwiegend um weibliche Ärzte geht. Vom angenehm lesbaren und grammatisch richtigen generischen Maskulinum möchte man sich offensichtlich auch hier verabschieden. Doch das Buch stößt nicht nur auf den Ebenen der Sprache und des kaum zu ertragenden Stils ab, sondern auch inhaltlich: Schon im Prolog wirft der Autor alles, was irgendwie politisch rechts sein könnte, in einen Topf – vom Youtuber PewDiePie über den Christchurch-Terroristen Brenton Tarrant bis hin zu Donald Trump. Subtil soll dem Leser vermittelt werden, dass sie alle zusammenhingen und – Skandal! - Youtube sich mit solch bösartigen Figuren bereichere. Na ja, man kennt das ja leider. Wer tut sich so etwas freiwillig an? Und dann auch noch über 500 Seiten lang?

YouTube - Die globale Supermacht
Cornelius Hartz (Übersetzung)
YouTube - Die globale Supermacht
Wie Googles Videoplattform unsere Weltsicht dominiert
543 Seiten, gebunden
Originalsprache: Englisch
EAN 978-3426278499

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