50 Jahre Woodstock: Alles Friede, Freude, Eierkuchen?
50 Jahre Woodstock. Am Wochenende des 15. bis 17. August 1969 fand in einem kleinen Ort in Upstate New York das größte Musikfestival der Geschichte statt. Bis zu einer halben Million Menschen zelebrierten ein friedliches Miteinander mit guter Musik und solidarischer Lebenseinstellung. Ein Traum, den es auch heute – 50 Jahre später – noch gibt.
Woodstock: Stadt für 3 Tage
Mit 6$/Tag war man dabei. Später wurde es sogar ein Free Festival, weil die Sperrzäune durch die vielen ankommenden Menschen einfach überrannt wurden. Drei Tage lang lebten eine halbe Million Menschen eng aufeinander und teilten sich wenige sanitäre Anlagen und das wenige Wasser und Essen. Es wurde auch gestorben und geboren in Woodstock: zwei Babys kamen während des Festivals zur Welt und zwei Tote sowie mehrere Drogen-Notfälle gab es zu beklagen. Ein Mann wurde sogar von Reinigungsmaschinen totgefahren. Die Veranstalter hatte am Ende zwei Millionen Dollar Schulden, die sie durch die Promotion eines Filmes wieder hereinzubekommen hofften. In Woodstock war es dafür aber friedlicher als in jeder anderen mittelgroßen Stadt Amerikas: keine Gewalt, keine Aggression und kein Futterneid.
Woodstock: Die weltbeste Show der Rockgeschichte
Die vorliegende Publikation des Riva-Verlages über das wohl immer noch größte Musik-Festival der Welt ist nicht nur reich bebildert, sondern stellt das Ereignis auch in allen seinen Facetten dar. Es wird aus der Mainstream- und der Underground-Presse zitiert, der Film ebenso wie das Museum in Bethel werden präsentiert und natürlich sind auch Kurzbiographien der aufgetretenen MusikerInnen am Ende des Bandes zu finden. Jeder Auftritt jeder Band, jedes Musikers wird genau dokumentiert und beschrieben und mit einer Songliste und vielen Fotos ergänzt. Aber auch bandinterne Querelen werden mit Anekdoten erzählt. So soll etwa Roger Daltrey – der Sänger der Band The Who – über Pete Townhshend den Gitarristen gesagt haben: "Woodstock war die beste Show der Geschichte. Townshend mag sie nicht, weil er ein Idiot ist". Townshend hatte zuvor den Polit-Aktivisten Abbie Hoffman von "seiner" Bühne gestoßen.
Wer schlecht über das Festival spricht, sollte sich zumindest vor Augen halten, wie gewalttätig zum Beispiel das Jahr zuvor, 1968, gewesen war: Martin Luther King wurde im April, Robert Kennedy am 6. Juni 1968 ermordet. In Vietnam tobte natürlich in beiden Jahren die Hölle, aber dennoch muss es als verdienstvoll angesehen werden, dass eine halbe Million Menschen ohne Gewalt ein ganzes Wochenende miteinander verbrachten, unter infrastrukturellen Bedingungen, die unter normalen Umständen sicherlich zu Aggressionen und Problemen geführt hätten. Und dafür steht Woodstock eben auch noch heute: 3 Days of Peace & Music.
Die Entzauberung des Postkolonialismus
Brodkorb erklärt die einförmige Vorstellung der grundsätzlich rassistischen, räuberischen Weißen zu einem Mythos der Postmoderne und wirbt für eine differenzierte Kolonialgeschichtsschreibung.
Postkoloniale MythenThe Mother of Mockumentary
Spinal Tap und Spinal Tap II sind die wohl bekanntesten Mockumentaries über das Leben und Sterben von Rockstars.
This is Spinal TapEin Kommunist, der sich für nichts schämen muss
Györge Dalos ist ein (Selbst-)Porträt des aufrechten Ganges gelungen.
Für, gegen und ohne Kommunismus50 Jahre Queen's A Night At The Opera
Das Album "A Night At The Opera" (1975) katapultierte Queen - allen voran mit "Bohemian Rhapsody" - an die Spitze des Hofstaates ...
50 Jahre Queen & A Night at the OperaWarum die Bauernkriege nicht zum Erfolg führen konnten
Friedrich Engels‘ historische Analyse eines verfrühten Revolutionsversuchs.
Der deutsche BauernkriegDie letzte deutsche Diva
Eine Biopic über Hildegard Knef, die wohl prägendste Nachkriegskünstlerin, die wohl mehr als fünf Leben führte ...
Ich will alles. Hildegard Knef