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rezensionen.ch

Erfundene Realitäten

Der in Frankreich geborene, in Barcelona Arabisch unterrichtende Autor hat einen ungeheuer dichten und wunderbar rhythmischen Roman geschrieben, dessen Sog, ist man einmal drin, man sich nur mehr schwer entziehen kann. 2008 mit dem Candide Preis ausgezeichnet.

Zone

Am Rande der Gesellschaft

Kelmans bemerkenswerter Debutroman liest sich über weite Strecken wie eine Sozialsatire, doch man wird das ungute Gefühl nicht los, dass das, was man liest, so ziemlich einer erschütternden Realität entspricht.

Pigeon English

Die Genese eines Gotteslästerers

Der junge US-Autor Shalom Auslander macht in seinem ersten Roman deutlich, wie viel Irrsinn im Religiösen steckt. Nicht Gott erhebt sich über den Menschen, sondern der Mensch selbst ist es, der das Göttliche zum Goldenen Kalb macht.

Eine Vorhaut klagt an

Das Leiden der Davongekommenen

Wie soll man leben, wenn alles zusammenbricht? Wie kann man weitermachen, wenn jeder Halt verloren geht? Wie bleibt man Mensch, wenn Unmenschlichkeit die Macht ergreift? Orlando Figes beweist in seiner eindrucksvollen und faktenreichen Studie über das \"Leben in Stalins Russland\" die Ambivalenz des Menschlichen im Angesicht der individuellen Bedrohung.

Die Flüsterer

Der lange Weg nach Westen

Kaum ein Autor trifft den Ton des ost-west-deutschen Dialogs besser als Ingo Schulze. In seinem neuen Roman rückt er die Flucht aus der DDR in die Nähe einer Vertreibung aus dem Paradies und macht dabei deutlich, wie es heute um die deutsch-deutschen Verhältnisse steht.

Adam und Evelyn

Irrwitz oder logische Folge?

Mit einem absurden Mord fängt der Roman an. Doch hinter dem Irrwitz steckt mehr, Dinge, die ihre Wurzeln in der Familiengeschichte der Täter haben.

Fever