Margarete I. Ersen-Rasch: Türkische Grammatik

Die Grammatik des Türkischen verständlich erklärt

Auch wenn diese Grammatik laut Vorwort Vollständigkeit nicht anstrebt, bleibt auf ihren 300 Seiten kaum eine Frage unbeantwortet. Sogar Modalpartikel und Interjektionen wurden aufgenommen. Es handelt sich um ein sehr umfassendes und dennoch übersichtliches Buch. Man kann es Kapitel für Kapitel lesen oder dank seines ausführlichen Glossars als Nachschlagewerk benutzen. Besonders hilfreich ist, dass man hier die zahlreichen türkischen Suffixe findet.

Auch wenn die Grammatik für jeden Lerner geeignet ist, werden doch Anfänger mit Kenntnissen etwa ab Niveau A2 sowie Fortgeschrittene am meisten profitieren können. Seriöse Anfängerlehrwerke enthalten zwar Basisgrammatiken, aber sobald man darüber hinaus ist, tauchen Fragen auf.

Was an diesem Buch besticht, ist, dass es der Autorin gelingt, einerseits allgemein verständlich zu schreiben, andererseits einem wissenschaftlichen Anspruch gerecht zu werden. Aber auch die große Detailgenauigkeit ist auffallend. Bei einer Neuauflage des Werkes sollte am besten zu der in der Turkologie üblichen Methode übergegangen werden, die Vokale der zwei- oder vierförmigen Suffixe durch Großschreibung zu kennzeichnen.

Die Methode Ersen-Raschs, grammatikalische Formen nicht einfach anhand von Beispielen zu erläutern, sondern verschiedene Sätze einander gegenüberzustellen, um so Unterschiede und Varianten zu verdeutlichen, ist sehr erhellend und schult die Aufmerksamkeit der Lernenden. Diese Beispiele werden ausführlich diskutiert, so dass dem Leser klar vor Augen geführt wird, worauf es im Einzelnen ankommt. Wo immer möglich führt die Autorin Beispielsätze aus türkischen Originaltexten zur Erläuterung an. Dadurch bleibt der Leser von allzu vielen konstruierten Sätzen verschont und erhält einen Einblick in den tatsächlichen Sprachgebrauch.

Das Verb mit seinen Formen einschließlich Verbalnomina und Verbaladverbien nimmt mehr als die Hälfte des Buches ein. Das ist auch sinnvoll, denn die Satzbildung mit Hilfe von Partizipien und Adverbien ist auch für fortgeschrittene Lerner vielleicht das verwirrendste Charakteristikum der türkischen Sprache.

Am Ende des Buches sind anschließend an die Erläuterung der Wortbildung im Türkischen Listen der Suffixe beigegeben. Hier ist jedes Suffix ausführlich erklärt, so dass man bei Zweifelsfällen nachsehen kann, worum es sich handelt. Hieran schließen zwei Seiten an, auf denen die Methode der Suffix- und Satzgliedbestimmung kurz gezeigt wird. Dieses Verfahren erleichtert sehr das Verständnis der oft langen türkischen Sätze. Daher würde man sich im Falle einer Neuauflage wünschen, dieses Kapitel etwas ausführlicher dargestellt zu finden.

Der Anhang schließlich enthält Konjugationstabellen und Literaturhinweise.

Türkische Grammatik
Türkische Grammatik
Für Anfänger und Fortgeschrittene
312 Seiten, broschiert
Hueber 2001
EAN 978-3190051854

Ein systematische Einführung in Controlling

Bernd Britzelmaier vermittelt ein solides Verständnis der Grundlagen, Praxis und Handlungsfelder des Controllings.

Controlling

Vier sind einer zu viel

Zum Valentinstag mal eine schräge Liebesgeschichte.

Die Geschwister

Spätes Glück für Tom Ripley

Im letzten Roman von Patricia Highsmiths berühmter Reihe findet der Titelheld zuerst zu einer Art Läuterung und dann zu einem späten Glück.

Ripley Under Water

Zähflüssiges Orange

Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.

Turuncunun Kıvamı

Miteinander reden, miteinander leben

Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.

Dorf-Ethos

Was wir nicht sehen

Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.

Der Gott der anderen