The Nightingale
"Das ist mein Land, das ist meine Heimat", schluchzt Billie (Sam Claflin) am Tisch der Weißen Teufeln. Natürlich weiß er, dass nicht alle so sind. Aber die meisten. Die Irin Clare (Aisling Franciosi) versucht, ihm den Unterschied zwischen den Weißen zu erklären. Die einen, das sind die Iren. Die anderen, die Engländer, das sind die Teufel.
Die Hölle in der Strafkolonie Australien
Der Film, der im Tasmanien des Jahres 1825 spielt, handelt nicht nur von Rache, sondern auch von Gerechtigkeit. Denn was der jungen irischen Gefangenen Clare in der australischen Strafkolonie passiert, ist auch für die Zuseher schwer zu verkraften. Ihr Ehemann und ihr Baby werden vor ihren Augen getötet, während sie von drei Offizieren vergewaltigt wird. Als Leibeigene von Leutnant Hawkins hat sie als Mensch praktisch keine Rechte und ist permanentem Missbrauch ausgesetzt. Als ihr Mann versucht, Hawkins von der Abbüßung ihrer Strafe zu überzeugen, geschieht das Unglaubliche. Von diesem Augenblick an ist Clare nur noch von ihrer Rache beseelt, die sie sich mit Hilfe des Fährtenlesers Billie auch zu gedenken holt. Denn außer ihrem Pferd ist ihr nichts mehr von ihrer Familie geblieben. Das ist mehr als so manchem Aborigine blieb.
Rache und Wiedergutmachung?
Anfangs benimmt sie sich ebenso "weiß" wie alle anderen gegenüber dem Aborigine Billie. Doch dann wird sie alsbald von seiner Loyalität und seinem Sanftmut überzeugt und merkt, dass sie ihm unrecht tut, wenn sie ihn wie ein Tier behandelt. Denn das war in der britischen Kolonie Australien zu jener Zeit Gang und Gäbe. Inspiriert von historisch verbürgten Ereignissen hat Jennifer Kent, die Regisseurin des modernen Kult-Klassikers The Babadook, einen beeindruckenden und aufwändig inszenierten Rachewestern geschaffen. Die Spannung des Films lässt zu keiner Minute nach und man kann sich gut in jene Zeit zurückversetzen, die hoffentlich nie mehr kommen wird. Neben der gerechtfertigten Rache, die Clare bekommt, nimmt der Film aber auch Partei für die Einwohner Australiens, die bis zum ersten Besuch des weißen Mannes auf ihrer Insel (1788) in Frieden mit der Natur lebten. Es gab unterschiedliche Stämme (ca. 500) von Aborigines, geschätzte 1 Million, die durch die weiße Kolonisierung auf 60'000 (1920) dezimiert wurden.
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