Action in der Pariser Metro
Verfolgungsjagd, unterirdisches Paris, moderne Jazzmusik. Der Auftakt zum Kultklassiker "Subway" führt direkt hinunter in die Pariser Metro und hat auch dort seinen Schauplatz. Aber es gibt auch eine Durchfahrt unter der S-Bahn, wie man es aus amerikanischen Krimis kennt und ein Ende, das zwar von À bout de souffle (Jean-Luc Godard, 1960) kopiert ist, aber dennoch seinen eigenen unvergleichlichen Reiz versprüht.
Ein Film voller abrupter, rapider Einfälle
Die Kamerafahrten und die Kameraführung, etwa bei dem vertraulichen Gespräch im U-Bahn-Bistro, sind einige der vielen Highlights dieses cineastischen Leckerbissens voller Achtziger-Ästhetik. Bis er aber seine Band zusammengestellt und Big Bill ihn mehrmals von den Handschellen befreit hat, hat Fred (Christopher Lambert), der Punk, noch seine (trojanische) Héléna zu bezirzen. Ihrer Einladung zu ihrer opulenten Geburtstagsfeier folgt er, sprengt den Safe ihres Ehemanns in die Luft und stiehlt daraus brisante Dokumente. Seine Flucht führt ihn in die Katakomben der Pariser U-Bahn. Seine Forderung: 25 Riesen oder eine Nacht mit Héléna. Doch so leicht gibt sich diese nicht hin. Sie hat schließlich ihren Ruf zu verteidigen. Allerdings hat Freds unglaublicher Charme schon etwas bewirkt: Beim Abendessen mit geladenen Gästen aus Gesellschaft und Wirtschaft, frisierte sie sich ihren Irokesen und rebelliert gegen ihren paternalistischen und patriarchalen Ehemann. Als "Subway" 1985 erstmals im Kino zu sehen war, wurde es unweigerlich zum Kultklassiker der Achtziger, denn das coole Styling und die moderne Musik sowie die Location brachten genau das auf den Punkt, was das Jahrzehnt so typisch macht.
Eine Frau, die Metro und …ein Song
Luc Besson inszenierte eine Geschichte, die so treffend wie einfach ist und zumindest für die Dauer von 99 Minuten die Klassengegensätze abschafft und so dem Punk Fred und seiner Héléna für zumindest eineinhalb Stunden eine Chance gibt. Das ist mehr als andere Liebespaare in der Geschichte des Kinos hatten. Der ganze Plot steuert eigentlich auf nur einen Höhepunkt zu: das Konzert von Freds Band in dem Metro-Saal, der eigentlich für ein klassisches Konzert vorgesehen war. Bis Fred allerdings seine Band zusammen hat, wird munter durch die Gänge und Tunnels der Pariser Metro gesurft oder ge-rollerskatet, ein wahrliches Vergnügen, das gerade in der Schlusssequenz durch das herzigste aller Liebeslieder, "It’s only mystery, but I like it…", geadelt wird. Ach ja, Jean Reno spielt auch in einer Nebenrolle mit.
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