Gesamtschau Rumäniens von oben
Auch mehr als 6 Jahre nach dem Beitritt Rumäniens zur EU ist über das Land in Südosteuropa hierzulande nicht viel bekannt. Rumänien hat das Image, besonders arm, korrupt und kriminell zu sein - deutsche Massenmedien haben ihren Anteil daran.
Licht in dieses Dunkel der Klischees zu bringen, ist das Anliegen dieses zweibändigen Werkes, publiziert 2006, also kurz vor dem Beitritt 2007, und neu aufgelegt 2008. Herausgegeben haben es Thede Kahl und Michael Metzeltin, Universitätsprofessoren für Südslawistik bzw. Romanistik, sowie Mihai-Răzvan Ungureanu, damals rumänischer Außenminister, dessen Ministerium das Buch förderte. Dementsprechend staatsnah und akademisch ist dieses umfangreiche Sammelwerk denn auch ausgerichtet: Schon in der Einleitung präsentiert Ungureanu Rumänien als einen Staat, der westlichen Unternehmen gute Bedingungen biete, "menschliche Ressourcen" in die EU einbringen werde und stolz auf seine Mitgliedschaft in der NATO und den damit verbundenen Kriegen ist. Bis hierhin also keine großen Umschweife.
Die akademische Gesamtschau des Staates Rumänien gelingt mit ihren knapp 1000 Seiten und vielen Autoren und Beiträgen zu den Themengebieten "Raum und Bevölkerung", "Gesellschaft und Politik heute", "Historische Regionen", "Recht und Verfassung", "Geschichte und Geschichtsbilder", "Wirtschaft" und "Kultur" ziemlich gründlich. Die Informationsdichte der Artikel ist hoch, viele Daten und Fakten werden präsentiert. Leider gibt es im Anschluss daran keine speziellen Literaturtipps, wo man welches Thema vertiefen könnte, sondern nur die in akademischen Kreisen üblichen unkommentierten Quellenangaben, deren Titel aber oft ins Deutsche übersetzt sind. Nicht überraschend ist auch die fehlende kritische Distanz der meisten Beiträge. Die Leser sollten zudem nicht erwarten, dass Nicht-Akademiker zu Wort kommen - es ist ein Buch, das von oben, aus den Universitäten und den Sphären der Politiker, analysiert und interpretiert.
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