Die rote Rosa als Comic
2019 jährt sich zum 100. Mal die Ermordung der Politikerin Rosa Luxemburg durch Freischärler in Berlin. Der Auftraggeber des Mordes, Waldemar Pabst, Erster Generalstabsoffizier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division hatte die Gefährlichkeit dieser Frau schon sehr früh erkannt, denn ihre Worte waren sogar mächtiger als die Schwerter. Noske und Ebert, Reichspräsident der Weimarer Republik, beide SPD, hatten Pabst zur Ermordung von Luxemburg und Liebknecht später sogar gratuliert. Nicht zuletzt hatte sie als Spartakistin (USPD) ja auch die Entmachtung des Militärs und damit Pabsts gefordert, aber auch die SPD durch einen deutschen Sowjet ersetzen wollen.
Unterhaltsames Biocomic voller Informationen
Kate Evans erzählt in munteren Pinselstrichen, wie es zu obigem traurigen Ereignis kam und geht in ihrer Graphic-Novel-Biographie nicht nur dem Ursprung von Rosa Luxemburg nach, sondern auch dem Einfluss von Karl Marx auf deutsche und internationale Intellektuelle und die Arbeiterbewegung an und für sich. Für viele Dialoge im Buch verwendet die Autorin und Zeichnerin tatsächliche Formulierungen Luxemburgs, Originalzitate und Kontexte sind am Ende des Buches wiedergegeben. Evans stellt Luxemburg vor den Hintergrund der Commune de Paris von 1871, bei der es erstmals ein Experiment zur Arbeiterselbstverwaltung gab, wie sie sich 1917 auch in den Arbeiter- und Soldatenräten in Russland und auch Deutschland und Österreich entwickelten. Rosa wächst in einem russischen besetzten Polen, in Warschau, auf und spricht Russisch, Polnisch, Deutsch: schon mit zehn Jahren. Aber auch sonst ist sie sehr intelligent und erklärt ihrem Vater am Küchentisch Marxens Mehrwerttheorie oder den Fetischcharakter von Waren: "Wir behandeln Objekte wie Menschen. Wir begehren sie. Wir machen aus ihnen einen Fetisch, dichten ihnen magische Kräfte an. Wir sprechen ihnen Wert zu. Wir erwarten, dass sie uns glücklich machen."
Rosa und der Tiger
Schon früh erkannte Rosa Luxemburg, dass die kapitalistische Produktion nicht dem Wohle der Menschen dient und dass die Produktion um des Profits Willen zum globalen Gesetz der Weltwirtschaft wird. "Der Kapitalismus kann niemals friedlich neben anderen Gesellschaftsformen koexistieren. Er ist ein tobender Tiger, der nicht anders kann, als alle anderen Lebensformen aufzusaugen oder zu zerstören."
Die New-York-Trilogie als Graphic Novel
Die New-York-Trilogie von Paul Auster wird als Graphic Novel noch deutlicher zu einem Meisterwerk der Autofiktion.
New-York-Trilogie83 Jahre und kein bisschen weise?
Donald Duck ist auch mit 83 Jahren immer noch der Star unter den Comichelden Walt Disneys, vor allem aber Carl Barks.
Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950"Für mich bist du ein Held!"
"Ein Freund der Erde" ist die fiktive Geschichte von Ty und seiner Tochter Sierra, die versuchen zu retten, was noch zu retten ist.
Ein Freund der ErdePsychodelische Odyssee in den Olymp
Eine lang erwartete Erstveröffentlichung sprengt die Grenzen des Genres: Odysseus und seine Irrfahrt zum Vergnügen der Götter.
OdysseusVater und Sohn Eisenherz auf Reisen
Hal Fosters Prinz Eisenherz wird von Thomas Yeates erfolgreich weitergeführt, mit Band 27 der Erfolgsserie, erstmals auf Deutsch.
Prinz EisenherzDer größte, bösartigste und grünste Superheld
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The Incredible Hulk