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rezensionen.ch

Roman

Nacht von Gift und Tanz

Mit dem vorliegenden Werk vollendet Javier Marías seine Romantrilogie \"Dein Gesicht morgen\". In packender Erzählweise und virtuoser Sprache zeigt der Autor anhand der (Gedanken-)Welt seiner Protagonisten das Ineinandergreifen von privaten und staatlichen Interessen und Ansprüchen, welche schlussendlich im Verrat oder in Machtmissbrauch enden.

Dein Gesicht morgen 3

Die dunkle Seite von Südafrika

Der Brite Roger Smith hat bisher zwei Südafrika-Thriller geschrieben. Beide spielen in der düsteren Welt der Townships. Spannend sind sie jeder für sich. Die Erzählstrukturen sind allerdings so ähnlich, dass spätestens die Lektüre des zweiten Thrillers gähnende Langeweile hervorruft.

Kap der Finsternis / Blutiges Erwachen

Glauben heisst lieben

Martin Walser legt ein sprachlich stimmiges Werk vor. Die Handlung erweist sich allerdings als äusserst sperrig. Das dürfte aber Walsers Absicht sein.

Mein Jenseits

Liebesroman einmal anders

Simon Froehling ist ein bemerkenswertes Romandebüt gelungen. Froehling hat bereits als Theaterautor auf sich aufmerksam gemacht und Anerkennung für das vorliegende Werk sind ihm verdienterweise gewiss.

Lange Nächte Tag

Vom Ende eines Supertalents

Philip Roth legt wieder einen schmalen, aber großen Roman vor. Sein Fehlen im Nobelpreis-Reigen ist inzwischen eher peinlich für die Jury in Oslo, als für den amerikanischen Autor.

Die Demütigung

Exzessive Liebesbewältigung

2003 in der spanischen Originalsprache erschienen und 2006 mit Starbesetzung verfilmt, ist \"Die Vergangenheit\" (el pasado) seit kurzem auch in deutscher Sprache erhältlich. So sprachgewaltig das Werk ist, so viel verlangt es dem Leser ab.

Die Vergangenheit

Bolaños Welt

"2666" lautet der kryptische Titel des grandiosen Romans des 2003 verstorbenen chilenischen Autors Roberto Bolaño. Diese knapp 1.100 Seiten sind das Vermächtnis eines meisterhaften Erzählers, der es mit den Granden der Weltliteratur hätte aufnehmen können.

2666

Fest der Unentschlossenheit

Jürg Amann erzählt eine klassische Dreiecksgeschichte, die trotz bekanntem Inhalt und dank einer gelungenen Struktur kaum Gefahr läuft, abgedroschen oder langweilig zu erscheinen. Wirklich glaubwürdig sind die Figuren aber nicht.

Die kalabrische Hochzeit

Die Last der Vergangenheit

In Leon de Winters neuem Roman wird Israel eine düstere Zukunft prophezeit. Allerdings mangelt es in "Das Recht auf Rückkehr" an politischer Ernsthaftigkeit und utopischer Weitsichtigkeit. Hochspannend ist de Winters Buch dennoch.

Das Recht auf Rückkehr

Im Mahlwerk des Regimes

Der iranische Autor Amir Hassan Cheheltan beschreibt in seinem im Iran nicht veröffentlichten Roman \"Teheran. Revolutionsstraße\" die Unterdrückung der einfachen Menschen durch das System und deren selbstgerechte Repräsentanten.

Teheran Revolutionsstrasse

Liebesleid

Wohl noch kein anderer Schriftsteller hat das \"Liebesleid\", oder was gemeinhin auch als Liebeskummer bezeichnet wird, so gut beschrieben wie Orhan Pamuk in seinem Roman \"Museum der Unschuld\".

Das Museum der Unschuld

Ein neuer (alter) Beckett

Anfangs ist es einfach ein Roman - im Lauf der Handlung, die mit Kates Problemen beginnt, wird aus dem Buch ein Thriller. Kate Powell ist die Hauptfigur. Sie ist die Chefin einer PR-Agentur, eine Geschäftsfrau, wie sie im Buche steht und zu ihrer Freude hat sie Paul, ihrem EX, einen Job weggeschnappt.

Flammenbrut

Sprachlose Ausweglosigkeit

Eine spannende Geschichte einer Leidenschaft, die man nicht Liebe nennen kann und deren Helden eine 15-jährige Blumenverkäuferin aus einem Istanbuler Gecekondu, also Armenviertel, und ein 35-jähriger Chauffeur sind.

Aksak Ritim

Persische Elegien

Mahmud Doulatabadis Roman "Der Colonel" ist sprachgewaltiges Dokument über den Niedergang einer Gesellschaft und das Ende einer Familie, das unter die Haut geht.

Der Colonel

Ein Roman mit Eigenleben

Fantasievoll und einfallsreich erzählt der mexikanische Autor Salvador Plascencia einen Roman von Liebe und Finsternis und wandelt dabei zwischen den realen und fiktiven Welten.

Menschen aus Papier

Der CIA-Chef bei den Beduinen

Der Autor hat sich auf köstlich satirische Art und Weise überlegt, was denn hinter dem tatsächlich stattgefundenen, aber nie aufgeklärten Flugzeugabsturz vom 17. August 1988, bei dem der pakistanische Präsident Zia ul-Haq, mehrere Generäle sowie ein US-Botschafter ums Leben kamen, stecken könnte.

Eine Kiste explodierender Mangos