Kim Jong Il: Versuch einer Biografie

Kim Jong Il, unberechenbarer Despot und Faszinosum, doch eigentlich wissen wir wenig bis gar nichts über ihn. Zeit für eine Biografie, sagte sich Michael Breen. Von seinem Buch darf man aber nicht zu viel erwarten.

Kim Jong Il

Echt lehrreich

Ein empfehlenswertes Lehrbuch über das zwiespältige Verhältnis zwischen Politik und Medien.

Politik und Massenmedien

Seilziehen zwischen den Interessen der Politik und denjenigen der Wirtschaft

Über die Schwierigkeiten der westdeutschen Industrie, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den "Osthandel" wieder zu beleben.

Wirtschaftsdiplomatie im Kalten Krieg

Weniger ist mehr, oder doch nicht?

"Weniger Staat, weniger Lohn, weniger Freizeit, weniger Anspruch", heisst es überall. Doch Albrecht Müller zeigt den Irrsinn der vermeintlichen Zauberformel auf.

Die Reformlüge

Ist Deutschland bald am Ende?

Folgt man Müllers Argumentation, so hat sich Deutschland mit der Deutschen Einheit sein eigenes Grab geschaufelt.

Supergau Deutsche Einheit

Viel Text und nichts dahinter

Friedrich Merz, der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, präsentiert sein Manifest für die Zukunft. Es lässt sich eigentlich in drei Worten zusammenfassen: Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb.

Nur wer sich ändert, wird bestehen

Deutsche Geschichte ohne zu viel Ballast

Ein leserliches und nicht zu umfassendes Werk über die deutsche Geschichte.

Die Geschichte der Deutschen

Der Lehrberuf im Wandel

Ein Beitrag zur Diskussion über die Reformnotwendigkeit des Bildungswesens, der die Praxis nicht ausser Acht lässt.

Der freiberufliche Lehrer in der Informationsgesellschaft

Die Vertreibung der Deutschen: höchste Zeit für eine Gedenkstätte?

Soll mit einer Gedenkstätte an die Vertreibung und Flucht der Deutschen aus dem Osten Europas im Zweiten Weltkrieg erinnert werden? Nein, sagt Micha Brumlik und begründet seine Meinung.

Wer Sturm sät

Chronik des 21. Jahrhunderts als Hörbuch

Dorothee Meyer-Kahrweg hat eine reichhaltige Sammlung wichtiger Quellen überwiegend zur deutschen Geschichte zusammengestellt.

Chronik des Jahrhunderts 1900-2000

Shimon Peres: Ein Visionär

Shimon Peres hat die Entstehung und Entwicklung Israels von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Er ist heute Alterspräsident der Knesset. Seine Sichtweisen und Visionen legt er hier dar.

Eine Zeit des Krieges, eine Zeit des Friedens

Wo steht Russland?

Bei der Betrachtung Russlands darf nicht vergessen gehen, dass (aus geschichtlicher Sicht) bis vor wenigen Jahren an Stelle der russischen Föderation die Sowjetunion bestand. Wer beim Zusammenbruch der Sowjetunion etwa 30 Jahre alt war, ist heute gegen 45. Das Denken ändert sich langsam und das ist weder erstaunlich noch kann man das irgendjemandem vorwerfen. Roland Haug, von 1994 bis 2002 Nachrichtenchef des früheren SDR und heutigen SWR und bereits als Jugendlicher vom "Mythos Russland" eingenommen, legt mit "Putins Welt" seine Sicht der Dinge vor. Auch wenn er eine recht differenzierte Analyse bietet, ist auch er nicht vor boulevardesker Berichterstattung gefeit. So heisst es im Schlusskapitel zum Schicksal Russlands zwar: "Es besteht nämlich nicht, wie mancher glaubt, ausschliesslich aus Kriminellen, mafiosen Wirtschaftsbossen oder gewissenlosen Geschäftsleuten. Auch die auf ihren eigenen Vorteil bedachten Moskauer Finanzabkrobaten machen nicht die Substanz der Nation aus.", doch im Kapitel "Korruption und Kleptokratie" zeichnet Haug eben dieses Bild. Dort schreibt er u.a.: "Die Korruption hat Russland so durchdrungen, dass es unmöglich scheint, sie zu beseitigen. Das gesamte System würde wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen." Unverzeilich für eine solche Publikation ist das Fehlen eines Literaturverzeichnisses und die äusserst spärliche Angabe von Quellen. Das fördert die Glaubwürdigkeit nicht. Das eher pessimistische Gesamtbild, das bei der Lektüre vermittelt wird, unterstreichen die ausdrucksstarken, melancholischen Fotografien von Walerij Schtschekoldin, mit denen das Werk reichhaltig ausgestattet wurde. Positive Tendenzen kann Haug hauptsächlich in der Wirtschaft Russlands erkennen. Dies ist weiter keine Überraschung. Hoffnungsträger für die russische Bevölkerung ist und bleibt Putin, wie die letzten Wahlen bestätigten. Dagegen hat man im Westen nicht viel einzuwenden, auch wenn noch einiges im Argen liegt.

Putins Welt

Schule der Zukunft diskutieren

Der Sammelband liefert Leitplanken und Grundsätze einer veränderten, zeitgemässen Schule.

Zur Modernisierung der Schule

Menschenrechte und ihr Schutz

Dieser Sammelband stellt die politischen und diplomatischen Instrumente des Menschenrechtschutzes internationaler Organisationen in den Mittelpunkt, beleuchtet aber auch die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure.

Menschenrechtsschutz

Politische Karikaturen und ihre Schöpfer

Politische Karikaturen sind ein fester Bestandteil der täglichen publizistischen Berichterstattung. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit rückt vor allem den Beruf des Karikaturisten ins Blickfeld.

Die politische Karikatur

Die Geschichte aller Staaten

Wenn man sich über die Geschichte eines einzelnen Landes informieren will, ist man mit gewöhnlichen Geschichtsbüchern meist mit dem Problem konfrontiert, dass die Geschichte des Landes nicht zusammenhängend dargestellt ist, weil mehr Wert auf die internationalen Zusammenhänge gelegt wird. Ein allgemeines Lexikon oder eine Enzyklopädie ist aber bei kleineren oder weniger bekannten Ländern zu wenig detailliert. Hier bieten Staatenlexika Abhilfe. Das Harenberg Staatenlexikon ist aufgrund seines Umfangs konkurrenzlos. Auf fast tausend Seiten wird die Geschichte sämtlicher Länder des 20.Jahrhunderts relativ ausführlich dargestellt. Jedem Staat werden mindestens zwei Seiten gewidmet. Das Land Tuvalu mit rund 10'000 Einwohnern hat seinen Platz neben China mit über einer Milliarde Einwohnern. Die Artikel sind einheitlich aufgebaut: Eine sogenannte Länderrolle informiert über Strukturdaten wie Einwohnerzahl, Hauptstadt, Sprachen und Währung und eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse und Übersichten zu den Staatsoberhäuptern und politischen Parteien geben einen Überblick über Geschichte und Politik. Hinzu kommen Glossare, Themenkästen und Textdokumente. Im Haupttext folgt die Darstellung der historischen Entwicklung der Länder, jeweils beginnend mit einem kurzen Rückblick in das 19. Jahrhundert. Das Werk ist reich bebildert. Für einen Einstieg in die Geschichte einzelner Länder eignet sich das Harenberg Staatenlexikon sehr gut. Kennt man aber die Geschichte eines Landes bereits, fallen gewisse Ungenauigkeiten auf, die zu Fehlschlüssen führen können. Das Werk ersetzt deshalb nicht tiefergehende Studien. Aber das ist ja auch nicht sein Ziel.

Harenberg Staatenlexikon

Theorien kurz erklärt

Theorien helfen, komplexe und vielfältige Informationen zu strukturieren. Sie geben gewissermassen einen Raster vor, nach dem bestimmte Dinge verstanden, erklärt und möglicherweise prognostiziert werden können. Dabei ist es keineswegs so, dass eine Theorie einen objektiven Blick eröffnet. Theorien liegen für gewöhnlich Weltanschauungen zu Grunde, die durchaus streitbar sind. Theorien zu den internationalen Beziehungen versuchen beispielsweise folgende Fragen zu beantworten: Wie kommt es zu einem Rüstungswettlauf? Wann sind Vertragsverhandlungen von einem Erfolg gekrönt und wann scheitern sie? Sind Demokratien friedlicher? Verhindern Verträge Kriege? Wie liessen sich scheinbar unlösbare Konflikte beilegen? Xuewu Gu legt mit diesem Werk eine sehr empfehlenswerte Einführung in die wichtigsten Theorien der internationalen Beziehungen vor. Auf 150 Seiten erklärt er die verschiedenen Ansätze der einzelnen Theorien, deren Anwendungsbereich, ihre Stärken und Schwächen und er grenzt sie voneinander ab. Der logische Aufbau und die klare Sprache lassen ein gutes pädagogisches Gespür des Autors erkennen. In einem ersten Teil macht Gu allgemeine Ausführungen über Theorien und die geschichtliche Entwicklung der Theorien der internationalen Beziehungen. Hier stellt er auch sein Konzept der Kategorisierung der einzelnen Theorien vor, gemäss der er im zweiten Teil die Theorien dann vorstellt. Er ordnet sie folgendermassen ein: Pessimistische Ansätze: Diese Ansätze sind dadurch gekennzeichnet, dass sie grundsätzlich davon ausgehen, dass die Anarchie des internationalen Staatensystems nicht überwindbar und der Staat zuletzt auf Selbsthilfe angewiesen ist, wenn er im Kampf zwischen den Staaten um internationale Macht überleben möchte. Optimistische Ansätze: Diese Ansätze gehen davon aus, dass die Anarchie des internationalen Staatensystems überwunden werden kann und internationale Kooperation den einzelnen Staaten mehr Sicherheit bringt als nationale Selbsthilfe. Neutral: Diese Ansätze nehmen sich eher naturwissenschaftliche Herangehensweisen zum Vorbild. Hier steht weniger die Überwindung der internationalen Anarchie im Zentrum, als das Verhalten einzelner Akteure in bestimmten Situationen. Diese Einteilung besticht durch seine Einfachheit und die gute Abgrenzung der Theoriengruppen untereinander. So lassen sich die Theorien gedanklich ordnen. Aufgrund des zurückhaltenden Umfangs und des pädagogischen Werts hat dieses Werk die Bezeichnung "Einführung" im positiven Sinne verdient. Sie ist für jeden Einsteiger und jeden, der seine Kenntnisse auffrischen will, zu empfehlen.

Theorien der internationalen Beziehungen