Schule der Zukunft diskutieren
Die Schule im deutschsprachigen Raum befindet sich in einem gewaltigen Umbruch. Die Globalisierung und die atemberaubende technologische Entwicklung führen zu veränderten und neuen Bildungsinhalten, und die aktuellen Leistungserhebungen wie PISA zeigen, dass einer Modernisierung unserer Schule oberste Priorität eingeräumt werden muss.
Der vorliegende Band will einen breiten Zugang zu dieser hochkomplexen Thematik ermöglichen und alle bildungspolitisch Interessierten zu einer vertieften Diskussion anregen. Auf den gut vierhundert Seiten kommen führende europäische Schul- und Bildungsexperten zu Wort, die ihre Beiträge für verschiedene Foren und Anlässe verfasst haben. Auf ihre Kernaussagen hin gekürzt, finden die Arbeiten, die sich ebenso mit der Herkunft und dem heutigen Entwicklungsstand schulischer Modernisierung, als auch mit einem Ausblick in die Zukunft beschäftigen, nebeneinander Platz.
Zusammengestellt wurden die rund vierzig Fachaufsätze von Klaus-Dieter Eubel, Pädagoge und seit 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet "Theorie der Schule und des Unterrichts" an der Fern-Universität Hagen, und Thomas Brüsemeister, Soziologe an derselben Universität. Die Herausgeber haben die Beiträge ihrer Autorinnen und Autoren in thematisch klar gegliederte Kapitel unterteilt, und führen mit einem einleitenden Kommentar sorgfältig in jedes einzelne Fachgebiet ein.
Eubel und Brüsemeister deuten in ihrer Einführung zu den "Facetten schulischer Modernisierung" an, in welche Richtung sich die aktuelle Entwicklung bewegt: Die Methoden des New Public Managements, die Programme eines hochentwickelten Qualitätsmanagements und die Veränderung vom alten, staatlichen Schulsystem hin zur Einzelschule mit deutlich mehr operativen Kompetenzen und Befugnissen, sind wohl die wesentlichen Bausteine einer "neuen Schule".
Der ehemalige Zürcher Bildungsdirektor Ernst Buschor geht in seinem Aufsatz unter dem Titel "Schulen in erweiterter Verantwortung" direkt auf die Merkmale des New Public Managements im Kontext von Bildung und Schule ein. Er stellt das Konzept der Zürcher teilautonomen Schulen vor, und skizziert dabei "Kriterien für gute Schulen".
Im folgenden Artikel von Guy Kempfert (Gymnasialdirektor) und Hans-Günter Rolff (Leiter eines Instituts für Schulentwicklungsforschung) wird die die Ausformulierung einer zügigen Organisationsentwicklung weitergeführt: Qualitätsarbeit beruhe auf Evaluation, heisst ihre These, und die Autoren stellen wirkungsvolle Formen der Unterrichtsevaluation durch Schüler, Lehrkräfte und Eltern vor.
Wohltuend, dass, am Rande wenigstens, auch eine Wertediskussion Platz im Buch findet. Die drei Beiträge befassen sich in erster Linie mit dem Thema "Chancengleichheit", und insbesondere die Ausführungen unter dem Titel "Chancengleichheit und Individualisierung", regen zu weiteren Überlegungen und Fragen, die teilweise im letzten Teil des Buches als Fallbeispiele wieder aufgegriffen werden, an.
Selbstverständlich ist in einem Buch zur Modernisierung der Schule auch der Unterrichtsentwicklung genügend Platz einzuräumen! Eubel weist in seiner Einleitung darauf hin, dass ein modernisierter Unterricht nicht mehr allein aus der pädagogischen Intuition einzelner Lehrpersonen entstehe, sondern zumindest teilweise die Leistung eines teambasierten Kollegiums darstelle.
Bemerkenswert ist der Artikel von Heinz Klippert, Dozent an einem Lehrerfortbildungsinstitut in Rheinland-Pfalz, der "EVA", das heisst, das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der Schüler, ins Zentrum des angestrebten Lehr- und Lerngeschehens stellt.
Die skizzierten Ideen des Buches müssen nicht alle undifferenziert gutgeheissen und übernommen werden, sie sind jedoch mit Sicherheit Leitplanken und Grundsätze einer veränderten, zeitgemässen Schule und deshalb zur ausgiebigen Lektüre unbedingt zu empfehlen!
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