Wirtschaft

Das Standardwerk der Makroökonomik

N Gregory Mankiw, Professor an der Harvard University, ist einer der renommiertesten und einflussreichsten Makroökonomen der USA und war unter dem ehemaligen Präsidenten Georg W. Bush von 2003 - 2005 Vorsitzender des Council of Economic Advisers. Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um die deutsche Ausgabe des weltweiten Lehrbuch-Bestsellers "Macroeconomics", der - zusammen mit Mankiws "Principles of Economics" - eine Auflage von zwischenzeitlich über eine Million erreichte. Das Buch ist eines der besten makroökonomischen Lehrbücher, das derzeit auf dem Markt ist und wird weltweit an Hunderten von Hochschulen verwendet.

Die wiederum fachkundige Übersetzung durch Klaus Dieter John, Wirtschaftsprofessor an der TU Chemnitz, berücksichtigt alle Änderungen der amerikanischen sechsten und siebenten Auflage und stellt eine vorsichtige Anpassung des Werks an die europäischen bzw. deutschen Verhältnisse sicher. Das Werk deckt mit 19 Kapiteln, welche zu vier Teilen zusammengefasst werden, die großen makroökonomischen Themen Inflation, Arbeitslosigkeit, Wachstum und Außenwirtschaft ab und zeichnet sich durch eine insgesamt kompakte und gleichwohl präzise Darstellung der Makroökonomie aus.

Im Teil I (Einführung) werden zuerst die breit gestreuten Fragen anhand von typischen Beispielen diskutiert, mit denen sich Makroökonomen befassen. Danach wird das Vorgehen des Ökonomen bei der Konstruktion von Modellen erläutert. In einem weiteren Kapitel werden drei ökonomische Kennzahlen, die sowohl für die Wirtschaftspolitik als auch für die makroökonomische Analyse eine zentrale Rolle spielen, vorgestellt: das Bruttoinlandsprodukt, der Verbraucherpreisindex und die Arbeitslosenquote.

Teil II (Klassische Theorie - Die Volkswirtschaft bei langfristiger Betrachtung) stellt das grundlegende klassische Modell des Nationaleinkommens vor und zeigt hierbei u. a. auf, wie die Produktionsfaktoren das Einkommensniveau und wie fiskalpolitischen Maßnahmen die Allokation der volkswirtschaftlichen Ressourcen bestimmen. Ein weiteres Kapitel über Geld und Preisniveau liefert u. a. Einsichten über die sozialen Kosten der Inflation sowie über die Ursachen und Folgen von Hyperinflationen. Des Weiteren werden internationale Kapital- und Güterströme behandelt. In diesem Kontext werden u. a. die Leistungsbilanz und der Wechselkurs, die Beziehung zwischen Haushaltsdefizit und Leistungsbilanzdefizit sowie die Handelspolitik und ihr Einfluss auf den realen Wechselkurs diskutiert. Ein abschließendes Kapitel untersucht die Frage, weshalb es dauerhaft Arbeitslosigkeit gibt und wodurch ihre Höhe bestimmt wird. Zusätzlich werden auch einige wichtige Fakten zu den unterschiedlichen Arbeitsmarktmustern in den USA und Europa aufgezeigt.

Im Teil III (Wachstumstheorie - Die Volkswirtschaft bei sehr langfristiger Betrachtung) werden auf der Basis des Solow-Wachstumsmodells die traditionellen Komponenten der modernen Wachstumstheorie, Kapitalakkumulation und Bevölkerung, herausgearbeitet. Danach wird dieses Modell um den technischen Fortschritt erweitert, um u. a. die weltweiten Erfahrungen zum Verhältnis zwischen Wirtschaftspolitik eines Landes und dessen Lebensstandard zu erklären.

Konjunkturzyklen stellen für Ökonomen und Wirtschaftspolitiker ein ständig wiederkehrendes Problem dar, so dass sich die Frage stellt, durch welche geeigneten wirtschaftspolitischen Maßnahmen sich solche wirtschaftliche Schwankungen beeinflussen lassen. Mit dieser Thematik setzt sich Teil IV (Konjunkturtheorie - Die Volkswirtschaft bei kurzfristiger Betrachtung) auseinander und befasst sich insbesondere mit den spezifischen Modellen und Parametern der Gesamtnachfrage und des Gesamtangebots. In diesem Kontext wird auch aufgezeigt, wie Geld- und Fiskalpolitik die Wirtschaft beeinflussen und welche Zusammenhänge zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit existieren.

Im Teil V (Makroökonomische Wirtschaftspolitik) geht der Verfasser der Frage nach, welche Rolle die staatliche Wirtschaftspolitik spielen solle. Mankiw widmet sich in diesem Zusammenhang vor allem zwei Fragen, welche in der Diskussion um die "richtige" makroökonomische Politik eine Schlüsselstellung einnehmen. Erstens: sollten Geld- und Fiskalpolitik eine aktive Rolle spielen und versuchen, die Wirtschaft zu stabilisieren, oder sollten sie passiv bleiben? Zweitens: soll sich die Wirtschaftspolitik einer Regelbindung unterwerfen oder nach eigenem Ermessen auf einer Einzelfallentscheidung beruhen? Ein weiteres Kapitel untersucht die verschiedenen Aspekte von Staatsverschuldung und Haushaltsdefiziten.

Das makroökonomische Geschehen ist letztlich das Ergebnis einer Vielzahl mikroökonomischer Handlungen. Deshalb befasst sich Teil VI (Mehr zu den mikroökonomischen Grundlagen der Makroökonomik) mit einigen mikroökonomischen Modellen, die wesentlich zum Verständnis makroökonomischer Fragen beitragen. So werden z. B. die Konsum- bzw. Sparentscheidungen der Haushalte, die Investitionsentscheidungen der Unternehmen und der Geldmarkt näher beleuchtet.

Das Buch endet mit einem kurzen Epilog (Was wir wissen, was wir nicht wissen), in dem die wichtigsten Ergebnisse der Makroökonomie zusammengefasst werden. Während diese grundlegenden Erkenntnisse von fast allen Makroökonomen akzeptiert werden, gibt es auch etliche Punkte, die nach wie vor umstritten sind. Hierzu gehören vor allem Fragen, wie die ökonomische Theorie wirtschaftspolitisch umgesetzt werden sollte. Mit einem kurzen Abriss solcher offenen Streitpunkte und einem umfassenden Glossar der wichtigsten themenrelevanten Begriffe wird das Werk abgerundet.

Mit den Aktualisierungen bzw. Überarbeitungen und Erweiterungen in der vorliegenden sechsten Auflage wurden der Fortentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und den makroökonomischen Ereignissen der jüngsten Vergangenheit, z. B. der Finanz- und Wirtschaftskrise, Rechnung getragen. Die mit Abstand größte Änderung ist die Aufnahme eines neuen Kapitels "Ein dynamisches Modell der Gesamtnachfrage und des Gesamtangebots". Daneben wurde eine Reihe von aktuellen Ergänzungen in vielen Kapiteln des Buches vorgenommen. Zum modernisierten Outfit der neuen Auflage trägt nicht zuletzt das lesefreundliche, zweifarbige Layout bei.

Dieses Lehrbuch steht in der Tradition gelungener amerikanischer Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaften. Es besticht durch den optimalen Mix aus sprachlichen, graphischen und mathematischen Erklärungen. Der aktuelle wissenschaftliche Stand der Makroökonomie wird insgesamt gut verständlich, praxisorientiert, ja oftmals spannend vermittelt. Hierzu trägt auch die hervorragende methodisch-didaktische Konzeption mit vielen anschaulichen Beispielen und Fallstudien bei, in denen die entwickelten Modelle auf die wirtschaftliche Realität übertragen werden. Kapitelübersichten erleichtern eine erste Orientierung über die Inhalte, Marginalien und Info-Boxen unterstützen das Lernen und liefern vertiefende bzw. spezielle Informationen, Wiederholungsfragen und Aufgaben bzw. Anwendungen, jeweils zum Ende eines Kapitels, dienen zur Überprüfung des Lernerfolgs.

Dieses Lehrbuch kann nach wie vor nicht nur allen fortgeschrittenen Studenten der Volks- und Betriebswirtschaftslehre ausdrücklich zur Lektüre empfohlen werden, sondern darüber hinaus allen, die sich über die grundlegenden makroökonomischen Zusammenhänge fundiert und aus erster Hand informieren wollen.

Makroökonomik
N. Gregory Mankiw
Klaus Dieter John (Übersetzung)

Makroökonomik


Mit vielen Fallstudien
Schäffer Poeschel 2011
Originalsprache: Englisch
752 Seiten, gebunden
EAN 978-3791031002

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