Ein Netzwerk aus Lügen, Intrigen und Manipulationen
Ein großes Staraufgebot und atemberaubende Plottwists machen diesen „tückischen“ Thriller aus dem Jahre 1993 auch heute noch zu einem echten cineastischen Großereignis. Nicole Kidman (im zarten Alter von 26!) als durchtriebene Ehefrau Tracy Safian, der stets verschmitzt lächelnde Bill Pullman als ihr gehörnter Ehemann Andy Safian und schließlich der große Alec Baldwin als Arzt, der sich für Gott hält. Was will man mehr?
Malice kommt von Malitia
Und Malitia bedeutet „Bosheit, Tücke“. Aber aufgrund einiger Sexszenen, die vom Nachbarsjungen scheinbar beobachtet werden, kann der vorliegende Psychothriller durchaus auch als Erotikthriller bezeichnet werden. Der Sex hat selbstverständlich eine rein performative Funktion für ausnahmslos alle Beteiligten. Wenn Tracy ihren Ehemann Andy mit chinesischem Essen aus dem Karton füttert, will sie ihn damit nur in Sicherheit wiegen. Denn die Eifersucht, die er empfand, als sie ein Kollege von ihrer Arbeit als Kindergärtnerin nach Hause bringt, hat durchaus ihre Berechtigung, wie man im Verlauf des twistenden Plots unbehaglich zu erkennen vermag. Das idyllische viktorianische Haus aus der Gründerzeit in Boston bekommt nämlich noch mehr zu sehen, denn der Jugendfreund von Andy, der Arzt Jed Hill (Alec Baldwin), zieht bald ein und feiert lautstark im Obergeschoss seine sexuelle Freiheit mit wechselnden Partnerinnen. Doch dann kommt es zum Drama. Tracy, die stets über Unterleibsschmerzen klagt, wird ins Krankenhaus von Jed eingeliefert und muss notoperiert werden. Ihre Eierstöcke sind nekrotisch und müssen sofort entfernt werden. Jed versichert sich zwar des Einverständnisses von Andy, verzichtet jedoch auf ein histologisches Gutachten. Als sich nach der OP herausstellt, dass mit Tracys Eierstöcken alles in Ordnung war, klagt Tracy Jed auf 20 Millionen Schadenersatz und trennt sich zudem von Andy.
Spannung zum Zerreißen
So weit, so suspense. Denn jetzt geht der eigentliche Film erst los, und durch einen raffinierten Plottwist wird die Spannung bis zum Äußersten gesteigert. Mehr wird hier aber nicht verraten, doch wenn der Film schon „Intrige“ im Untertitel trägt, kann man sich vorstellen, was einen erwartet. Aber dennoch bleibt „Malice“ bis zum letzten Atemzug aufregend und unterhaltsam und zeigt, dass man in den Neunzigern noch Filme zu machen wusste, die ohne CGI oder Special Effects auskommen und allein durch ihr psychologisches Spiel Suspense erzeugten, die auch einem Hitchcock zur Ehre gereichen würde. Szene für Szene enthüllt sich ein Netzwerk aus Lügen, Intrigen und Manipulationen, in dem niemand mehr der ist, der er zu sein schien. Das Sprichwort „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ drückt gelinde gesagt das aus, was die Protagonisten dann im Finale erwartet. Eine gewisse düstere Atmosphäre wird nicht nur durch das Wohnhaus des Ehepaares, sondern auch durch eine Zuflucht Tracys erzeugt, die sich an einer Steilklippe befindet: „Psycho“ lässt grüßen. Zudem regnet es die ganze Zeit, und als Andy seine Schwiegermutter in einer heruntergekommenen Gegend Bostons besucht, gruselt es einen nicht nur vor ihrer Alkoholfahne, sondern auch vor ihren Enthüllungen, ganz so, als würde man selbst an einem Glas Scotch Single Malt nippen. Zusätzliches Gruseln wird noch durch einen Serienmörder erzielt, der die Studentinnen von Andy erdrosselt.
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