Wenn die mühsam aufgebaute Welt bröckelt
Ferien in Ascona oder St. Tropez, der Blick über den Infinity-Pool und in der Hand ein Detox-Saft aus Gurke, Sellerie, Karotte, Apfel und Ingwer. Noch ahnt niemand der Angestellten der Bank Helfenstein, was auf sie zukommt. Noch weniger ihre Frauen, Freundinnen und Affären. Deren grösstes Problem ist die Frage, ob das Outfit für die nächste Party auffällig genug ist und ob sie zum Cavalli-Kleid Stiefel anziehen sollen, obwohl sie auf ein Boot steigen müssen.
Das Buch «Letzter Halt Bahnhofstrasse» spielt im Sommer 2008 und handelt von der Bank Helfenstein, die ihren Sitz in Zürich hat. Die Hauptprotagonisten - der Inhaber Nick Helfenstein, der Geschäftsführer Beat Suter, und Fredy Sager, der aufstrebende Banker - sind alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Nick Helfenstein möchte seine Bank nicht seinem Sohn übergeben, der in vielen Schwierigkeiten steckt und nichts so richtig auf die Reihe kriegt. Aber wer soll sein Nachfolger sein? Beat Suter enttäuscht seine Frau, weil die Bank ihr Festival nicht weiter bezahlt. Ausserdem ist er nicht ganz zufrieden mit seiner Karriere, weil er - zumindest wenn es um die Meinungen der Journalisten geht - im Bankerranking seinen guten Platz an Fredy Sager abtreten muss. Und dieser wiederum riskiert für seinen nächsten Karriereschritt einiges. Vielleicht zu viel.
Das Buch ist angenehm zu lesen und unterhält von der ersten Sekunde an. Wer sich in der Szene nicht auskennt, lernt viel darüber, und wer selbst mittendrin ist, dürfte wohl einige Charaktere in seinem Umfeld wiedererkennen. Die Beschreibung der Zürcher Protagonisten lässt den Leser häufig schmunzeln. Und vielleicht fragt sich der eine oder andere: «Spielt sich das in der Realität wirklich alles so ab?» Die Antwort will man vielleicht gar nicht wissen.
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