Lars Burmeister, Leila Steinhilper: Gescheiter Scheitern

Gelassenheit beim Scheitern

Jeder Mensch macht in seiner Entwicklung von früh auf mannigfaltige Erfahrungen des Scheiterns. Schon das Laufen lernen und die Einübung des aufrechten Gangs können nicht gelingen ohne die Erfahrung, immer wieder zu stürzen und hinzufallen. Dies setzt sich in ganz unterschiedlichen Bereichen eigentlich das ganze Leben über fort. Kinder und Jugendliche scheitern an Aufgaben, die ihnen in der Schule gestellt werden, erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sind selten ohne den Schmerz des Scheiterns zu erleben.

Wenn der Mensch erwachsen geworden ist, kommt zu seinem Scheitern in Beziehungen und im Beruf dazu, dass er konfrontiert ist mit der Tatsache, dass etwas, was zum Menschsein dazugehört, mit einem der größten Tabus belegt ist, das unsere Gesellschaft kennt. Man hat Erfolg zu haben, immer gut drauf zu sein, immer perfekt. Die zunehmende Zahl von Depressionen und Burnouts hängt auch damit zusammen. Schwere Lebensphasen und eigene Fehler, die Erfahrung des Scheiterns eben, werden mit pathologischen Kategorien benannt und aussortiert aus einem Alltag, der danach mit dem gleichen irrwitzigen Tempo glaubt weitermachen zu können.

Die verschiedenen Autoren des vorliegenden Buches, das sich zwar an Führungskräfte und Berater richtet, aber auch für jeden Personalverantwortlichen kleiner und größerer Firmen gewinnbringend genutzt werden kann, betrachten das Phänomen menschlichen Scheiterns auf einer organisationstheoretischen und -psychologischen Ebene. Denn das, was für die individuelle Ebene gilt, hat auch Bedeutung für Organisationen, ja in weiterer Hinsicht für die ganze Gesellschaft.

Sie wollen mit ihren Texten und Einlassungen erreichen, dass die Verantwortlichen in den verschiedenen Organisationen und auch die Berater, die sie in großer Zahl nach wie vor hinzuziehen, eine andere Einstellung zum Scheitern entwickeln, dass sie sozusagen die Perspektive wechseln. Bislang wurde es entweder verschwiegen und man war damit zufrieden, dass die betroffenen Menschen den Konflikt mit Krankheit lösten, oder man arbeitete mit individuellen Schuldzuweisungen, die den Anteil des Systems an dem persönlichen Scheitern eines Einzelnen außer acht ließen.

Sie legen Wert auf ein eingehende und sorgfältige Analyse des Scheiterns und eine anschließende Neubewertung, sodass man irgendwann zu einer Organisationskultur kommen kann, die gelassen ist, und die Fähigkeit entwickelt hat, an gescheiterten Projekten nicht zu zerbrechen, sondern an ihnen zu wachsen.

Das Buch kann jedem empfohlen werden, der eine Firma führt und Verantwortung trägt für Menschen und Projekte.

Gescheiter Scheitern
Gescheiter Scheitern
Eine Anleitung für Führungskräfte und Berater
140 Seiten, broschiert
Carl Auer 2011
EAN 978-3896708052

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