Städtebau junger Planer

Das Buch zeigt Ideen junger Architekten zum Stadtumbau auf und liefert Informationen über regelmässig durchgeführte Nachwuchswettbewerbe in Deutschland.

Tatort Stadt

Erkaufte Zustimmung

Die Konsumpolitik in der DDR der Sechzigerjahre zeigt, wie die SED-Spitze versuchte, die Zustimmung in der Bevölkerung zu erkaufen.

Herrschaft, Wirtschaft, Anoraks

Weniger ist mehr, oder doch nicht?

"Weniger Staat, weniger Lohn, weniger Freizeit, weniger Anspruch", heisst es überall. Doch Albrecht Müller zeigt den Irrsinn der vermeintlichen Zauberformel auf.

Die Reformlüge

Ist Deutschland bald am Ende?

Folgt man Müllers Argumentation, so hat sich Deutschland mit der Deutschen Einheit sein eigenes Grab geschaufelt.

Supergau Deutsche Einheit

Vorgänge und Verhältnisse in einem I.G. Farben Werk

Eine bemerkenswerte Studie über die Vorgänge und Verhältnisse in einem I.G. Farben Werk während des Nationalsozialismus.

Hoechst

Akten und ihre Bedeutung für die Geschichtsschreibung

In ihrer preisgekrönten Arbeit geht die Autorin der Debatte um die Archivgutrückgabe nach dem Zweiten Weltkrieg nach.

Kampf um die Akten

Was vor Kaliningrad war

"Ich habe darunter gelitten, dass ich als Kind und Jugendlicher Königsberg nicht kennen gelernt habe, aber jetzt, dank Jürgen Manthey, bin ich sicher, dort heimisch zu werden." (Günter Grass)

Königsberg

Viel Text und nichts dahinter

Friedrich Merz, der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, präsentiert sein Manifest für die Zukunft. Es lässt sich eigentlich in drei Worten zusammenfassen: Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb.

Nur wer sich ändert, wird bestehen

Deutsche Geschichte ohne zu viel Ballast

Ein leserliches und nicht zu umfassendes Werk über die deutsche Geschichte.

Die Geschichte der Deutschen

Ein Leben voller Rätsel

Ein jüdischer SS-Offizier? Eigentlich ein Widerspruch in sich, doch Eleke Scherwitz war Jude und SS-Offizier. Seine Geschichte, die einige Rätsel aufgibt, hat Anita Kugler aufgearbeitet.

Scherwitz

Freuen wir uns auf Weihnachten!

Gerade weil es so unterhaltsam ist, Goldts Prosastücke zu lesen, vergisst man gerne, wie gut sie geschrieben sind.

Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens

Der deutsche Bankier

Eine grosse Biographie über den mächtigsten deutschen Bankier des letzten Jahrhunderts.

Der Bankier - Hermann Josef Abs

Wieso scheiterte die Weimarer Republik?

Wieso scheiterte die Weimarer Republik und konnten die Nationalsozialisten die Macht ergreifen? Dieser Frage geht Blasius differenziert und auf Basis der bisherigen Forschung nach.

Weimars Ende

Von Unterdrückung zu Unterdrückung

Der "Tag der Befreiung" war für viele kein solcher. Im Osten folgte auf das Naziregime die kommunistische Diktatur. Hubertus Knabe lässt Betroffene zu Wort kommen.

Tag der Befreiung?

Das Unternehmen Barbarossa war Resultat einer kontinuierlichen Radikalisierung

Mit dem Überfall auf Polen im September 1939 begann das wohl dunkelste Kapitel der deutschen und europäischen Geschichte. Binnen zwei Jahren drang die deutsche Wehrmacht bis zur Sowjetunion vor, um für das deutsche Volk den "Lebensraum im Osten" zu gewinnen. Terror und zahlreiche Massenmorde waren ein stetes Element der deutschen Kriegführung. Es ist kaum nachvollziehbar, dass es fast keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Kriegführung und Besatzungspolitik in der Sowjetunion gibt. Klaus Jochen Arnold hat sich in seiner Berliner Dissertation diesem Desiderat angenommen. Ob die Wehrmacht im "Unternehmen Barbarossa" einen "planmässigen Vernichtungskrieg" gegen die Zivilbevölkerung, Rotarmisten und Juden führte, Generäle und Soldaten aus eigener Initiative verbrecherisch handelten und welche Umstände die Verwicklung in die verbrecherische Politik förderten, stellen die Leitfragen der Untersuchung dar. Die Ergebnisse sind durchaus überraschend und widersprechen den bisher geltenden Forschungsmeinungen. Die Besatzungspolitik im "Unternehmen Barbarossa" ist demnach nicht die Folge einer a priori ideologischen Motivation, sondern Resultat einer kontinuierlichen Radikalisierung. Klaus Jochen Arnold arbeitet, auf einer enormen Quellenbasis beruhend, heraus, dass sowohl die unerwarteten militärischen Operationen als auch die schlechte Ernährungslage, mangelnder Nachschub, der Partisanenkrieg der Roten Armee und die sowjetische Politik der "verbrannten Erde" diese Radikalisierung beschleunigten. Systematische Vernichtungspläne an der Zivilbevölkerung oder den Rotarmisten gab es ebenso wenig wie Hungerpläne. Für den Autor ist Hitler größtenteils verantwortlich für die sich zuspitzende Lage. Die Differenzen zwischen der Generalität und dem Diktator machen das deutlich. Die Ergebnisse von Klaus Jochen Arnold werden für Aufsehen sorgen. Gerade die noch junge nationalsozialistische Täterforschung hat herausgearbeitet, wie sehr auch die Männer der zweiten und dritten Reihe bis hinunter zum einzelnen Wehrmachtsangehörigen große Mitschuld an den Massenmorden und den Exzessen an der sowjetischen und polnischen Zivilbevölkerung trugen. Gerade die ideologischen, weltanschaulichen Prägungen waren für einen Großteil der Täter Motivation für ihr Handeln. Es bleibt demnach abzuwarten, ob die These von Klaus Jochen Arnold haltbar ist, dass die Befehlshaber des Heeres versuchten, dass Massensterben der Stadtbevölkerungen und der in Gefangenschaft befindlichen Rotarmisten zu verhindern. Der Autor wird sich der Kritik nicht entziehen können, an manchen Stellen zu wenig quellenkritisch gearbeitet zu haben. Nicht wenige überlebende Wehrmachtangehörige, die im "Unternehmen Barbarossa" im Einsatz waren, haben in der Nachkriegszeit in ihren Memoiren fleißig an Mythen und Legenden gestrickt. Von diesen Kritikpunkten einmal abgesehen, wird Arnolds Untersuchung für künftige Forschungen der Besatzungspolitik in der Sowjetunion maßgebend sein.

Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion

Familieninhärentes Unternehmertum

Mit ihrer Bochumer Habilitationsschrift von 2003 legt Carola Groppe, von Hause aus Erziehungswissenschaftlerin, eine äußerst interessante und für die wirtschaftshistorische Forschung gleichsam bedeutende Untersuchung vor. Am Beispiel der Langenberger Seidenfabrikantefamilien Colsman (Bergisches Land), die heute noch in der 8. Generation fortgeführt wird, geht die Autorin der Frage nach, wie Unternehmer "gemacht werden". Carola Groppe konnte auf die umfangreichen, jedoch weit verzeigten, Archivalien der Familie und der Firma zurückgreifen, deren Überlieferungsdichte ein Paradies für jeden Historiker darstellt. Dem Text kommt das später in Form längere und meist spannend zu lesender Zitate zu Gute. Analytisch und methodisch folgt die Autorin folgendem Konzept: Nach einer knappen bildungstheoretischen Einleitung werden die drei Generationen der Familie Colsman, von 1649 bis 1840, als Folie für die Bildungs- und sozialtheoretischen Überlegungen benutzt. Carola Groppe verfolgt dabei stets die gleichen Sozialisationsbedingungen, um die eingangs gestellten Thesen bestätigen zu können: Lebenswelt, Lebensform, Lebensmuster und Kultur, Bildungswege und Protestantische Ethik. Das Fazit: die Unternehmer der Familie Colsman wurden zum Unternehmertum erzogen. Neben der Erziehung der Eltern, spielte vor allem das soziale Milieu, in der die Nachfolger in spe vorbildhafte Lebensmuster erlebten, eine große Rolle. Dass die Unternehmensnachfolge über mehrere Generationen bis heute gesichert ist verdankt die Familie Colsman zudem einem Ausbleiben von intrafamiliären Erbfolgekriegen. Stets bestand ein geeigneter Pool von Nachfolgern. Die Hoffnung auf Weiterführung der Firma ruhte nicht auf einer Person, was am Beispiel Krupps zu erheblichen Problemen führte. Carola Groppe hat eine sehr detaillierte, anspruchsvolle und bisweilen spannende Arbeit vorgelegt, die nicht nur inhaltlich bemerkenswert erscheint, sondern durch die Interdisziplinarität sowohl für die historische- als auch erziehungswissenschaftliche Forschung ein Gewinn ist. Einzig die mangelnde Auseinandersetzung mit der Terminologie lässt negative Kritik notwendig werden: So geht die Autorin nicht auf die in der wirtschaftshistorischen Forschung entflammte Debatte, wie sich Wirtschaftsbürgertum definiert bzw. wann man von Wirtschaftsbürgern anstatt von Unternehmern sprechen kann, ein. Den Wert der vorliegenden Arbeit schmälert das aber nur geringfügig. Man darf auf den zweiten Band, der den Zeitraum von 1840 bis 1922 abdeckt, gespannt sein und hoffen, dass ein baldiges Erscheinen naht.

Der Geist des Unternehmertums

Schmunzeln vor dem Einschlafen

Garstige Kurzgeschichten mit Überraschungen.

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