Geordneter Sturmlauf oder schnell weg
Ein interessantes Werk, das das Thema "Krieg im Mittelalter" von verschiedenen Seiten beleuchtet und die technologischen Veränderungen in Zusammenhang mit kulturellen und politischen Entwicklungen in Mittel- und Westeuropa stellt.
Krieg im MittelalterKrieg, Wahnsinn und der Versuch eines Neuanfangs
Der Roman erzählt die Geschichte von Christopher Tetjens, der im Ersten Weltkrieg an den Rande des Wahnsinns kommt, nach dem Krieg mittellos dasteht und dennoch einen Neuanfang in der Liebe versucht.
Der Mann, der aufrecht bliebAfrika: Ein Kontinent auf der Suche nach sich selbst…
Birahima, die Hauptfigur in Kouroumas lesenswertem Roman, steht für eine ganze Generation ihres Glückes beraubter Kindersoldaten und für ganze Heerscharen Leid tragender Zivilisten.
Allah muss nicht gerecht seinDer Spanische Bürgerkrieg: Spiegelung der ideologischen Konfliktlinien Europas
Schauff legt ein kompaktes Werk über den Spanischen Bürgerkrieg vor, das einen schnellen Einstieg ins Thema ermöglicht.
Der Spanische BürgerkriegEine Geschichte, so wahr und absurd wie der Krieg
"African Queen" mit Katherine Hepburn und Humphrey Bogart in den Hauptrollen zählt zu den Klassikern der Kinogeschichte. Dem Film von 1951 liegt eine wahre Episode zu Grunde. Giles Foden hat sie aufgespürt und zu einem spannenden Sachbuch verarbeitet.
Die wahre Geschichte der African QueenKampf um Malta
Ein (zu) dicker Roman über die türkische Belagerung Maltas und die Rückeroberung der Insel in der Mitte des 16. Jahrhunderts.
Das SakramentVorboten des Krieges
Jugoslawien kurz vor dem Bürgerkrieg von 1992. In dieser Phase, in der die Vorboten des Krieges allgegenwärtig sind, ist Karahasans Roman angesiedelt. Leider ist der Autor - was die unterschiedlichen Erzählgenres anbelangt - etwas überambitioniert.
Der nächtliche RatLernen aus Kriegsniederlagen?
Die Beiträge dieses lesenswerten Sammelbandes befassen sich mit dem Umgang der Gesellschaft mit Kriegsniederlagen. Zentral ist dabei die Frage, ob Besiegte einsichtiger sind als Sieger.
KriegsniederlagenDie Deutsche Kriegsgesellschaft
Mit verschiedenen Ansätzen wird der Frage nachgegangen, wie es möglich war, dass die heterogene deutsche Gesellschaft die deutsche Kriegsmaschinerie sechs Jahre in Gang hielt.
Das Deutsche Reich und der Zweite WeltkriegDas Unternehmen Barbarossa war Resultat einer kontinuierlichen Radikalisierung
Mit dem Überfall auf Polen im September 1939 begann das wohl dunkelste Kapitel der deutschen und europäischen Geschichte. Binnen zwei Jahren drang die deutsche Wehrmacht bis zur Sowjetunion vor, um für das deutsche Volk den "Lebensraum im Osten" zu gewinnen. Terror und zahlreiche Massenmorde waren ein stetes Element der deutschen Kriegführung. Es ist kaum nachvollziehbar, dass es fast keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Kriegführung und Besatzungspolitik in der Sowjetunion gibt. Klaus Jochen Arnold hat sich in seiner Berliner Dissertation diesem Desiderat angenommen. Ob die Wehrmacht im "Unternehmen Barbarossa" einen "planmässigen Vernichtungskrieg" gegen die Zivilbevölkerung, Rotarmisten und Juden führte, Generäle und Soldaten aus eigener Initiative verbrecherisch handelten und welche Umstände die Verwicklung in die verbrecherische Politik förderten, stellen die Leitfragen der Untersuchung dar. Die Ergebnisse sind durchaus überraschend und widersprechen den bisher geltenden Forschungsmeinungen. Die Besatzungspolitik im "Unternehmen Barbarossa" ist demnach nicht die Folge einer a priori ideologischen Motivation, sondern Resultat einer kontinuierlichen Radikalisierung. Klaus Jochen Arnold arbeitet, auf einer enormen Quellenbasis beruhend, heraus, dass sowohl die unerwarteten militärischen Operationen als auch die schlechte Ernährungslage, mangelnder Nachschub, der Partisanenkrieg der Roten Armee und die sowjetische Politik der "verbrannten Erde" diese Radikalisierung beschleunigten. Systematische Vernichtungspläne an der Zivilbevölkerung oder den Rotarmisten gab es ebenso wenig wie Hungerpläne. Für den Autor ist Hitler größtenteils verantwortlich für die sich zuspitzende Lage. Die Differenzen zwischen der Generalität und dem Diktator machen das deutlich. Die Ergebnisse von Klaus Jochen Arnold werden für Aufsehen sorgen. Gerade die noch junge nationalsozialistische Täterforschung hat herausgearbeitet, wie sehr auch die Männer der zweiten und dritten Reihe bis hinunter zum einzelnen Wehrmachtsangehörigen große Mitschuld an den Massenmorden und den Exzessen an der sowjetischen und polnischen Zivilbevölkerung trugen. Gerade die ideologischen, weltanschaulichen Prägungen waren für einen Großteil der Täter Motivation für ihr Handeln. Es bleibt demnach abzuwarten, ob die These von Klaus Jochen Arnold haltbar ist, dass die Befehlshaber des Heeres versuchten, dass Massensterben der Stadtbevölkerungen und der in Gefangenschaft befindlichen Rotarmisten zu verhindern. Der Autor wird sich der Kritik nicht entziehen können, an manchen Stellen zu wenig quellenkritisch gearbeitet zu haben. Nicht wenige überlebende Wehrmachtangehörige, die im "Unternehmen Barbarossa" im Einsatz waren, haben in der Nachkriegszeit in ihren Memoiren fleißig an Mythen und Legenden gestrickt. Von diesen Kritikpunkten einmal abgesehen, wird Arnolds Untersuchung für künftige Forschungen der Besatzungspolitik in der Sowjetunion maßgebend sein.
Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der SowjetunionDie visuelle Darstellung des Krieges in den Medien
Gerhard Paul zeigt in einem reich illustrierten Werk die Beziehung zwischen Bild und Krieg auf. Ein aufschlussreiches Buch.
Bilder des Krieges - Krieg der BilderMenschenrechte und ihr Schutz
Dieser Sammelband stellt die politischen und diplomatischen Instrumente des Menschenrechtschutzes internationaler Organisationen in den Mittelpunkt, beleuchtet aber auch die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure.
MenschenrechtsschutzZusammentreffen der Vergangenheiten
Der bekannte polnische Schriftsteller Andrzej Szczypiorski thematisiert in seinen Büchern die Schreckenstaten der Deutschen in Polen während des Zweiten Weltkriegs, von denen er selber nicht verschont worden war. Es geht ihm um den Umgang mit der Erinnerung, den Versuch zu vergessen und die Gefahr, die mit dem Vergessen verbunden ist. Der vorliegende Roman ist sein letztes Werk. Er starb am 16. Mai 2000 in Warschau. Die Szenen sind auf zwei zeitlichen Ebenen angesiedelt, sind aber auf einfache Weise verknüpft. Die Protagonisten hatten in der Vergangenheit und haben in der Gegenwart miteinander zu tun. In der Vergangenheit sind es die Täter und Opfer der Menschenvernichtung während des Nazi-Regimes, in der Gegenwart sind es die Teilnehmer einer - mit betrügerischen Absichten von einem amerikanischen Industriellen, einem Exilrussen und einem polnischen Juden auf die Beine gestellten - Kunstausstellung in Bad Kranach. Die Dramatik des Romans wird nicht etwa aus der Betrugsgeschichte geschöpft, sondern aus dem Zusammentreffen der Figuren an einem gemeinsamen Ort. Der je eigene Umgang mit der Vergangenheit, offene Rechnungen, verzerrte Erinnerungen und die gemeinsame Situation, die sich zudem dramatisch zuspitzt, enthalten beträchtliche Konfliktmomente aber auch Chancen für die Personen. Die Charaktere formt der Autor in vielen verschiedenen Szenen aus dem Krieg und bringt sie im Schlussteil zusammen, wo die unterschiedlichen Vergangenheiten aufeinandertreffen. Die historischen Szenen sind grösstenteils eindringlich erzählt und berühren nachhaltig. Zwischendurch besteht allerdings die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Vielleicht deshalb ist die Dramatik des Zusammentreffens der Figuren in der Gegenwart nur teilweise geglückt. Beispielsweise die Begegnung zwischen der Hauptfigur Jan und dem SS-Offizier Kugler wirkt äusserst gestellt. Die Personen degradieren hier eher zu Sprachrohren. Ein mehr als zweiseitiger Monolog mit verschachtelten Sätzen als Teil eines Dialogs wirkt wirklich nicht authentisch.
FeuerspieleRecht in Zeiten des Krieges
Das humanitäre Völkerrecht, auch Kriegsvölkerrecht genannt, bezeichnet die Gesamtheit der rechtlichen Beschränkungen, die das Völkerrecht den Beteiligten eines bewaffneten Konfliktes auferlegt (das gilt für internationale Konflikte und Bürgerkriege). Dieses Recht im Krieg (ius in bello) ist keinesfalls mit dem Recht zum Krieg (ius ad bellum) zu verwechseln. Seine Geschichte reicht bis ins Altertum zurück, den eigentlichen Charakter hat es aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. Dass der Krieg auch in Zukunft ein Bestandteil der Menschheitsgeschichte sein wird, wird uns tagtäglich vor Augen geführt. Dieser umfangreiche Sammelband widmet sich den allgemeinen Prinzipien und spezifischen Facetten des humanitären Völkerrechts, rekapituliert seine Entwicklungsetappen, konfrontiert das Ideal mit der aktuellen Realität in den Konflikten der Gegenwart (Stand 2001) und leitet schliesslich aus dem Befund der extremen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit die Frage nach der dringend gebotenen Effektivierung der Rechtsdurchsetzung insbesondere mit dem Instrument des Völkerstrafrechts. Zu den einzelnen Beiträge: VORAUSSETZUNGEN, GRUNDSÄTZE UND UMSETZUNGSPROBLEME DES HUMANITÄREN VÖLKERRECHTS Stefanie Schmahl Der Menschenrechtsschutz in Friedenszeiten im Vergleich zum Menschenrechtsschutz im Krieg Wenn eine staatliche Ordnungsmacht, die Menschenrechte garantiert, nicht mehr existiert, oder handlungsunfähig ist, müssen Normen in Gestalt des humanitären Völkerrechts greifen und diese Lücke bestmöglich füllen. Die spezifischen Umstände des kriegerischen Konflikts werfen jedoch gravierende Probleme auf. Stefan Oeter Kampfmittel und Kampfmethoden in bewaffneten Konflikten und ihre Vereinbarkeit mit dem humanitären Völkerrecht Oeter behandelt die Verrechtlichung des Kernaspekts gewaltsamer Auseinandersetzungen, Kampfmittel und Kampfmethoden, die im Zuge der unmittelbaren Kampfhandlungen Anwendung finden. Yves Sandoz Role of the ICRC in the Evolution and Development of International Humanitarian Law Sandoz zeichnet die zentrale Rolle des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz im Kontext der Evolution des humanitären Völkerrechts nach, deren Anfänge weit ins 19. Jh. zurückgehen, und schildert die Erfolge wie die Rückschläge in der Arbeit der Institution. Christopher Daase Das humanitäre Völkerrecht und der Wandel des Krieges Die Dringlichkeit einer dem Wandel des Kriegsbildes angemessenen Fortentwicklung des humanitären Völkerrechts verdeutlicht der Beitrag von Daase. Manfred Mohr Durchsetzungsmechanismen des humanitären Völkerrechts - eine aktuelle Bestandsaufnahme Mohr beschreibt und analysiert das dem Zweck der Rechtsdurchsetzung dienende Spektrum der Mechanismen. Gabriele Haug-Schnabel Die "Natur des Menschen" und die Beachtung des humanitären Völkerrechts Gestattet seine genetische Ausstattung dem Menschen überhaupt ein von "Menschlichkeit" geprägtes Verhalten, auf das er phylogenetisch nur bedingt ausgelegt ist, oder besteht doch die Aussicht, diesen Ballast der Evolution abzuwerfen? DAS HUMANITÄRE VÖLKERRECHT IN DEN KRISEN DER GEGENWART Sven Chojnacki / Wolf-Dieter Eberwein Kosovo - Indonesien - Tschetschenien: Sind alle Menschen gleich? Anhand einer vergleichenden Studie zeigen die Autoren die ungleiche Behandlung von Krisenregionen durch die Staatengemeinschaft auf. Christiana Fiamingo / Phenyo Keiseng Rakate / Fulvia Tinti International Law Report Africa Die Autoren schildern die Situation verschiedener afrikanischer Staaten und geben Einblicke in Krisenverläufe auf dem von vielen bereits aufgegebenen Kontinent. Yasmine Sherif International Humanitarian Law - Personal Experiences Sherif verdeutlicht mit ihren persönlichen Schilderungen den engen Zusammenhang zwischen einer ethischen Grundorientierung der Handelnden und ihrem Verhältnis zur Beachtung völkerrechtlicher Regeln. SPEZIFISCHE PROBLEME Hermann Weber Kernwaffen und das humanitäre Völkerrecht Weber beurteilt die rechtliche Zulässigkeit des Gebrauchs von Kernwaffen und kommt naheliegenderweise zu einem vernichtenden Urteil. Hans-Joachim Heintze Nichtletale Waffen und das humanitäre Völkerrecht Der Autor hinterfragt die einseitig positive Bewertung nichtletaler Waffen Christina Möller Sexuelle Gewalt im Krieg Die Autorin zeichnet den langen Weg nach, den dieser spezifische Typ von Kriegsverbrechen bis zu seiner Enttabuisierung zurückgelegt hat. Christine Kreuzer Kinder in bewaffneten Konflikten Kreuzer befasst sich mit den Auswirkungen von bewaffneten Konflikten auf Kinder. BESTRAFUNG ODER AMNESTIE? A. VÖLKERSTRAFRECHT Kai Ambos Zur Bestrafung von Verbrechen im internationalen, nichtinternationalen und internen Konflikt Ambos zieht exemplarische Fälle aus der Praxis des Internationalen Straftribunals für das ehemalige Jugoslawien heran. Benjamin B. Ferencz The Evolution of International Criminal Law: A Bird's-Eye View of the Past Century Der Autor war nach dem Zweiten Weltkrieg Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppenprozess. Heiko Ahlbrecht Das Internationale Militärtribunal Nürnberg - Völkerrechtliches Strafgericht oder Internationales Besatzungsgericht? Die Frage der Rechtslage Deutschlands ist bei der Einschätzung der Rechtsnatur des Gerichtshofs entscheidend. Michael Bohlander Völkerrecht als Grundlage internationaler Strafverfahren? Die kritische Auseinandersetzung mit den Rechtsauffassungen internationaler Richter im Rahmen des Verfahrens gegen Dusko Tadic dient Bohlander als Grundlage für die Aufstellung von Desideraten für eine Weiterentwicklung des Strafrechtssystems - speziell des Strafprozessrechts. Dejan Hinic The International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia: A Serbian View Hinic zeichnet in prononcierter Weise das Stimmungsbild in grossen Teilen der serbischen Bevölkerung nach. Wen-qi Zhu The Jurisprudence of the International Ciminal Tribunal for Rwanda Dem Autor zufolge markiert dieses Tribunal einen bedeutenden Schritt auf dem Wege der Entwicklung einer effektiven internationalen Strafgerichtsbarkeit. Kingsley Chiedu Moghalu The International Criminal Tribunal for Rwanda and the Development of an Effective International Criminal Law - Legal, Political and Policy Dimensions Moghalu erinnert daran, dass auch der Effekt der Arbeit des Tribunals, der darin besteht, bei der Bevölkerung den Glauben an das Walten von Gerechtigkeit wiederherzustellen und so den Friedensprozess zu fördern, nicht zu unterschätzen ist. Jan C. Harder Die Verabschiedung des Statuts von Rom: Signal der Hoffnung Der Beitrag zeichnet die Entstehungsgeschichte des Ständigen Internationalen Strafgerichtshofes nach. Jana Hasse Internationale Straftribunale (IMTN, IMTFE, ICTY und ICTR): Die Angeklagten Listen der Angeklagten und der jeweilige Stand der Dinge. B. ALTERNATIVEN ZUM VÖLKERSTRAFRECHT Oliver Tolmein Strafrecht als Instrument zur Schaffung von Frieden: Das Beispiel des ICTY Tolmein gelangt in der Frage der Friedensförderung durch Strafrecht zu einem skeptischen Urteil. Kathryn Leitenberger Frieden durch Wahrheit Die Autorin befasst sich mit der Institution der Wahrheits- und Versöhnungskommissionen. Phenyo Keiseng Rakate Towards a Retorative Model of Justice - The South African Experience Der Autor legt eine Fallstudie einer Wahrheits- und Versöhnungskommission vor. Jana Hasse Bestrafung oder Amnestie? Hasse stellt die Grundsatzfrage nach dem angemessenen Umgang mit Kriegsverbrechen.
Humanitäres Völkerrecht