Fotografien der "Neuen Frau"

Im November letzten Jahres wäre die Fotografin Marianne Breslauer 100 Jahre alt geworden. Die Berlinische Galerie feiert Breslauer noch bis zum 1. November mit der ersten umfassenden Werkschau mit etwa 130 Aufnahmen.

Marianne Breslauer - Fotografien / Bilder meines Lebens: Erinnerungen

Ein anderer Traum von Israel

Die verrückte Dokumentation des jüdischen Traums in der amerikanischen Diaspora bietet der wortgewaltige Comic "Der Jude von New York".

Der Jude von New York

Die Last der Vergangenheit

In Leon de Winters neuem Roman wird Israel eine düstere Zukunft prophezeit. Allerdings mangelt es in "Das Recht auf Rückkehr" an politischer Ernsthaftigkeit und utopischer Weitsichtigkeit. Hochspannend ist de Winters Buch dennoch.

Das Recht auf Rückkehr

Die islamische Revolution im Iran und ihre Opfer

Eindringlich erzählt die Autorin die Geschichte einer Familie mit jüdischer Abstammung nach der islamischen Revolution im Iran.

Die September von Schiras

Unter Räubern

Fromms war einst der deutsche Inbegriff für das Kondom. Michael Sontheimer und Götz Aly zeigen in ihrer kurzen Studie, wie der erfolgreiche jüdische Fabrikant Julius Fromm in die Fänge der Nazis geriet.

Fromms

Die Aufzeichnungen eines Breslauer Juden

Die Tagebücher des Breslauer Juden und Historikers Willy Cohn zeigen die Auswirkungen der Judenverfolgung auf die Breslauer jüdische Gemeinde auf.

Kein Recht, nirgends

Kindheit im Holocaust

Thomas Buergenthal, Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag, erzählt aus seiner Kindheit im Holocaust. Ein bewegendes Plädoyer für Toleranz, Vernunft und gegen das Vergessen von Menschlichkeit.

Ein Glückskind

Schatten der Vergangenheit

Ein eindrücklicher Roman über das Exilleben osteuropäischer Juden in den USA.

Schatten über dem Hudson

Ein großer Deutscher

Dem Autor gelingt es, Wolfgang Rathenaus facettenreiche Persönlichkeit darzustellen, sowie seine vielfältigen beruflichen Leistungen als kritischer Publizist, rastloser Unternehmer und Kunstliebhaber aufzuzeigen.

Walther Rathenau

Israels Geschichte

Eine knappe, lesenswerte Einführung in die Geschichte Israels.

Kleine Einführung in die Geschichte Israels

Dokumentation einer langlebigen Lüge

Der Comic von Will Eisner zeigt die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte von "Die Protokolle der Weisen von Zion" auf.

Das Komplott

Aharon Appelfeld erzählt aus seinem Leben

Appelfeld schlug sich als Kind während des Zweiten Weltkriegs alleine in den Wäldern durch. Von dieser Zeit und von seinem Leben in Israel erzählt er in seiner sehr lesenswerten Biografie.

Geschichte eines Lebens

Ein Leben voller Rätsel

Ein jüdischer SS-Offizier? Eigentlich ein Widerspruch in sich, doch Eleke Scherwitz war Jude und SS-Offizier. Seine Geschichte, die einige Rätsel aufgibt, hat Anita Kugler aufgearbeitet.

Scherwitz

100 Jahre Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG

Am 27. November 1904 schlossen sich 13 jüdische Gemeinden zum Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund SIG zusammen. Aus Anlass seines hundertjährigen Bestehens ist eine Festschrift erschienen. In den Beiträgen wird zurück geblickt, werden aktuelle Fragen aufgegriffen und wird über Themen reflektiert, die das Judentum in der Schweiz betreffen. Schächtverbot in der Schweiz Der Anstoss zum Zusammenschluss der jüdischen Gemeinden war das Schächtverbot. Eine Volksinitiative zur verfassungsrechtlichen Verankerung des Schächtverbots, lanciert von den deutschschweizerischen Tierschutzvereinen, wurde 1891 angenommen und ist trotz verschiedener Anläufe zur Aufhebung heute noch in Kraft. Von einem Zusammenschluss versprachen sich die jüdischen Gemeinden ein stärkeres politisches Gewicht als Interessensgruppe. Nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen Die Zusammenarbeit der Schweizer Juden gestaltete sich oft schwierig. In den ersten Jahrzehnten traten vor allem die Gegensätze respektive Animositäten zwischen einheimischen und aus dem Osten zugewanderten Juden zu Tage. Ausserdem bestand nicht immer Einigkeit darüber, wie mit dem Erstarken des Antisemitismus nach dem Ersten Weltkrieg umgegangen werden sollte. Ist Zurückhaltung oder Aktionismus die bessere Reaktion? Konnte sich der SIG angesichts des weiteren Anschwellens des Antisemitismus in der Schweiz Anfang des Zweiten Weltkrieges zu Vorstössen auf politischer Ebene entscheiden, versandeten diese jeweils oder wurden gar klar von den Behörden abgelehnt. Es hatte sich in der Schweiz eine "diskrete Form des Antisemitismus" gebildet. Darüber hinaus bemühte sich der SIG, "die patriotische Gesinnung der Schweizer Juden und ihre Solidarität der offiziellen Schweiz gegenüber zum Ausdruck zu bringen", wie im einführenden Artikel festgehalten wird. Auch dieses Vorgehen war innerhalb des SIG umstritten. Zerreissproben gab es auch in jüngerer Zeit. Das Aufnahmegesuch der 1978 gegründeten Liberalen Gemeinde in Zürich führte zu Austrittsdrohungen orthodoxer Gemeinden und wurde schliesslich abgelehnt. Heute eine feste Institution Will man eine Bilanz ziehen, fällt als erstes auf, dass das Schächtverbot - das ursprünglich zu dem Zusammenschluss der jüdischen Gemeinden geführt hatte - heute noch besteht und wohl noch länger bestehen wird. Insofern kann nicht von einer Erfolgsgeschichte gesprochen werden. Auf der anderen Seite ist der SIG inzwischen eine feste Institution, die sich durchaus Gehör verschaffen kann. Was das Wirken gegen Antisemitismus, der offenkundig nach wie vor vorhanden ist, betrifft, kann gesagt werden, dass wenigstens die Gesetze mehr Reaktionsmittel zur Verfügung stellen (Antirassismusgesetz). Ein latentes Problem innerhalb der meisten jüdischen Gemeinden, die dem SIG angehören, ist die Überalterung. Demgegenüber erfreut sich die Jüdische Liberale Gemeinde Or Chadasch in Zürich einer guten altersmässigen Durchmischung. Eine Öffnung des SIG gegenüber liberalen Strömungen dürfte von daher in Zukunft ein Thema bleiben. Der vorliegende Jubiläumsband greift zurückliegende und aktuelle Themen, die das Judentum in der Schweiz betreffen, auf und bietet damit einen guten Überblick. Im Anhang werden die Jüdischen Gemeinden, Institutionen und Organisationen in der Schweiz aufgeführt. Ein Stichwortverzeichnis wäre für ein solch umfassendes Werk angebracht gewesen, soll es doch - wie es im Vorwort heisst - als Nachschlagewerk dienen. Die eingestreuten Bildteile mit Fotografien und Kunstwerken lockern die Festschrift wohltuend auf.

Jüdische Lebenswelt Schweiz - Vie et culture juives en Suisse

Shimon Peres: Ein Visionär

Shimon Peres hat die Entstehung und Entwicklung Israels von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Er ist heute Alterspräsident der Knesset. Seine Sichtweisen und Visionen legt er hier dar.

Eine Zeit des Krieges, eine Zeit des Friedens

Das Judentum: Geschichte, Kultur und Religion

Das vorliegende Lexikon ist aus Beiträgen von über 100 Wissenschaftlern aus 14 Ländern entstanden. Das Vorwort nennt sechs inhaltliche Schwerpunkte: - Allgemeines Grundwissen über Religion und Kultur des Judentums - Jüdisches Leben in der Antike und im Mittelalter - Geschichte des deutschen Judentums - Geschichte des Judentums in Europa, in den USA und in anderen Ländern - Neubeginn jüdischen Lebens nach dem Holocaust - Entstehung und Entwicklung des Staates Israel Von der üblichen Gliederung lexikalischer Nachschlagewerke wurde abgewichen, indem zur Abhandlung weitreichenderer Themenbereiche Essays gewählt wurden. So finden sich ausführlichere Kapitel zu Themen wie Juden in der Antike, Antisemitismus, Israel, Judengesetzgebung, deutsch-jüdische Literatur und ihre Geschichte oder über den Synagogenbau. Bei der Frage, welche Persönlichkeiten denn in dieses Lexikon gehören, liess sich die Redaktion von dem Grundsatz leiten, primär Biografien zu berücksichtigen, in denen ein subjektiver Bezug zum Judentum und eine objektive Wirkung auf jüdisches Leben erkennbar sind. Demnach wurden auch nichtjüdische Personen, die - in positiver wie negativer Form - Einfluss aufs Judentum ausübten, aufgenommen. Dank der Kombination von artikelhafter Enzyklopädie- und Essay-Form erhält man mit diesem Buch einen zusammenhängenden Überblick über die jüdische Geschichte aber auch fundierte Informationen über Begriffe der jüdischen Kultur und Religion. Besonders nützlich sind ausserdem die Literaturhinweise, die zu den meisten Begriffen gegeben werden.

Neues Lexikon des Judentums