Schreiben als Hingabe
Von der begnadeten Rockmusikerin und Poetin Patti Smith erschienen im KiWi-Verlag auch schon die Bücher "Just Kids" (2010), das in den USA mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde, und "Die Traumsammlerin" (2013) sowie "M Train" (2016). Die Mutter von zwei Kindern lebt heute in New York City, aber unternimmt immer wieder gerne Reisen nach Frankreich oder dem Rest der Welt. In "Hingabe" – ein Buchtitel den sie einem Grab auf einem französischen Friedhof entlehnte – schreibt Patti Smith nicht nur über das Schreiben an sich, sondern gibt auch ihre erste fiktionale Erzählung über eine Eisläuferin, die von ihrem Traum, einfach nur zu laufen, besessen ist, zum Besten.
Devouement – Devotion - Hingabe
Die Punk-Ikone, Musikerin, Künstlerin, Schriftstellerin und Dichterin Patti Smith teilt diesen Traum, denn sie ist auch mit knapp 73 Jahren immer noch viel in der Welt unterwegs. Sie besucht Südfrankreich, liest im Haus von Albert Camus sein letztes Manuskript oder besucht das Grab von Simone Weil in England. Aber sie liest auch selbst viel. "Die Aussicht ohne Buch in ein Flugzeug zu steigen, erfüllt mich mit Panik. Das richtige Buch kann so etwas wie ein Mentor sein und die Atmosphäre einer Reise bestimmen." Für diese Reise hatte sie mit "Pedigree" von Patrick Modiano und Grays Monographie über Simone Weil Paris neu entdeckt, denn sie ist dort schon längst zuhause. Ihre Liebe zu Rimbaud und Baudelaire hatte sie schon mit 20 nach Paris getrieben, damals mit ihrer Schwester: "Mit glühender Phantasie standen wir vor diesen Orten, die für uns gleichbedeutend mit diesen Dichtern waren. Wir wollten dort sein, wo sie geschrieben, gestritten und geschlafen hatten."
Irina, die Eiskunstläuferin
"Wenn wir keine Vergangenheit haben, leben wir nur in der Gegenwart und für die Zukunft. Wir bilden uns gerne ein, dass wir nur aus uns selbst stammen und alles selbst bestimmen. Und dann stellen wir fest, dass wir der Geschichte und dem Schicksal einer langen Reihe von Menschen gehören, die vermutlich auch nur frei sein wollten", schreibt Irina, die Eiskunstläuferin, an Eugenia, der sie ihre Beichte ablegt. Und vielleicht ist die Geschichte, die Patti Smith mit ihren eigenen Erlebnissen umrahmt, auch so eine Beichte, eine Erleichterung wie das Gedicht "Sibirische Blumen": "Und das Antlitz der Liebe ist nichts/als das Weiß des Winters (...)/Alles ist fort/Aber die Sehnsucht bleibt."
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt an die stillsten Momente, die unsere größten Stunden sind.
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