Kultur

Ganz viel zu lesen!

Das "Harenberg Buch der 1000 Bücher" stellt 1000 bedeutende Bücher vor. Bei einer solchen Sammlung bzw. einem solchen Anspruch stellt sich als erstes die Frage nach den Auswahlkriterien. Wie den Benutzerhinweisen zu entnehmen ist, war das Hauptkriterium die Geschichte und Wirkung des einzelnen Werks und nicht die Bedeutung des Autors. "Das Buch der 1000 Bücher" enthalte somit Werke, "die die Welt bewegten und selbst zu Geschichte geworden sind." Eine solche Vorgabe reizt natürlich, das Buch nach Lücken zu durchforsten und fehlende Werke dem Herausgeber vorwurfsvoll unter die Nase zu reiben. Dieses wenig konstruktive Unterfangen führt zwangsläufig zum Schluss, dass ein Buch der 10'000 Bücher hätte gemacht werden müssen. Stattdessen sollte man sich lieber über das Vorhandene freuen:

Zu finden sind sowohl Romane, Novellen, Lyriksammlungen, Kinderbuchklassiker, Sachbücher, Reiseberichte, Monografien als auch die grossen anonymen Werke der Kulturgeschichte wie Bibel, Talmud, Koran, Edda, Nibelungenlied und das Gilgamesch-Epos. Jeder Artikel gibt zunächst Auskunft über den Autor, ordnet ihn in die Literatur- oder Kulturgeschichte ein und informiert über seine Herkunft, Ausbildung und wichtigsten Leistungen. Anschliessend wird sein bedeutendstes Werk vorgestellt. Einzelne Autoren sind mit mehreren Werken vertreten. In den Werkartikeln erfolgt als erstes eine Einschätzung des Buches, dann folgen Abschnitte über Entstehung, Inhalt, Struktur und Wirkung. Bilder (Autorenportraits, Coverabbildungen, Bilder aus Verfilmungen) lockern das Ganze auf. In den Randspalten kann man kurze Auszüge aus dem Werk, Autorenzitate oder Äusserungen Dritter lesen.

Das "Harenberg Buch der 1000 Bücher" lädt zum Blättern und Lesen ein. Die kurzen Artikel liefern interessante Hintergrundinformationen und zeigen Zusammenhänge zwischen Werk und Leben des Autors auf. Nützlich sind auch die in Textfeldern wiedergegeben Spezialinformationen zu Fachbegriffen und anderen Werken der Autoren.

Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher
Joachim Kaiser (Hrsg.)

Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher


Autoren, Geschichte, Inhalt und Wirkung
Harenberg 2002
1247 Seiten, gebunden
EAN 978-3611010590

Der untypische Wiener

Le Rider arbeitet die zentralen Elemente im literarischen Werk des meistgelesenen Autors der Wiener Moderne heraus und beleuchtet die kritische Perspektive, die dieser in Bezug auf die gesellschaftlichen Konflikte der damaligen Zeit einnahm.

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Eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache

Thomas Steinfeld, leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, nimmt den Leser mit auf einen historischen Streifzug durch die Werke der Klassiker, anhand derer er die Geschichte und die Möglichkeiten der deutschen Sprache auslotet. Anregende Lektüre!

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Bachman und Celan: Die geträumten Geliebten

Diese Dokumentation von Ruth Beckermann ist die filmische Umsetzung des Briefwechsels zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann, des wohl wichtigsten Schriftstellerpaares des deutschsprachigen Raumes, das erst im Tode zueinander fand.

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Coetzees literaturkritischer Blick

Coetzee entpuppt sich in diesem interessanten Essayband als profunder Kenner und Liebhaber der deutschen Literatur.

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