Gerrit Brösel: Grundwissen Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung nach HGB und IFRS

Im Zuge der Konzentration der Wirtschaft entstehen durch den Zusammenschluss von Unternehmen größere Wirtschaftseinheiten. Werden mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter einer einheitlichen wirtschaftlichen Leitung zusammengefasst, handelt es sich um einen Konzern und die dabei verbundenen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet. Während der handels- und steuerrechtliche Einzelabschluss solcher Konzernunternehmen einer Vielzahl von Zwecken dient, insbesondere der Bemessung von Zahlungen an den Fiskus und an die Eigner, verliert er wegen der möglichen Verlagerung von Vermögen, Kapital und Erfolgen zwischen den einzelnen Unternehmen an Aussagekraft für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns. Deshalb obliegt es der Konzernrechnungslegung (genauer: dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht) vor allem die Anteilseigner und Gläubiger der einzelnen Konzernunternehmen über die Gesamtlage des Konzerns, d. h. über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der wirtschaftlichen Einheit „Konzern“, zu informieren.

Vor diesem Hintergrund stellt der Verfasser des vorliegenden Bandes, Gerrit Brösel, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung, an der FernUniversität in Hagen, fest: „Angesichts der steigenden Anzahl von Unternehmensverbindungen hat die Bedeutung des Informationsinstruments „Konzernabschluss“ deutlich zugenommen.“ Zwischenzeitlich kommt besonders in der internationalen Unternehmensanalyse dem Konzernabschluss ein weit größeres Gewicht zu als dem Einzelabschluss. Wer sich systematisch, fundiert und dennoch zügig mit dem aktuellen Basiswissen zur Konzernrechnungslegung auseinandersetzen will, ist mit dem Griff zu diesem als Lehr- und Arbeitsbuch konzipierten Werk bestens bedient. Es stammt aus dem Studienangebot der FernUniversität in Hagen und richtete sich ursprünglich primär an Studierende, die das Wissen im Selbststudium erwerben wollen.

Die Inhalte des Lehrbuchs sind als abgeschlossenes Modul „Konzernrechnungslegung“ konzipiert und in 14 Kapitel untergegliedert, die drei Moduleinheiten systematisch zugeordnet werden. Dabei beziehen sich jeweils die ersten Abschnitte der einzelnen Kapitel primär auf die nationalen handelsrechtlichen Normen (HGB), während die wesentlichen Unterschiede zur internationalen Konzernrechnungslegung (IFRS) jeweils zum Schluss verdeutlicht werden. Alle Ausführungen der vorliegenden jüngsten Auflage sind wieder auf den neuesten Stand gebracht worden und basieren auf den aktuellen Normen (Stand: 01. Januar 2025).

Moduleinheit I „Grundlagen“

Diese Moduleinheit dient der Einführung in das Phänomen der Rechnungslegung von Konzernen. Zuerst werden wesentliche Begriffe geklärt und relevante Regelungen zum Konzernabschluss vorgestellt. Danach werden Konzerntheorien und daraus ableitbare Grundsätze der Konzernrechnungslegung vermittelt. Darauf aufbauend werden die Grundlagen über die Verpflichtung zur Aufstellung von Konzernabschlüssen und Konzernlageberichten referiert.

Moduleinheit II „Konsolidierung“

In dieser Moduleinheit wird der Prozess der sog. Konsolidierung schrittweise dargestellt. Es wird gezeigt, durch welche Maßnahmen die in den Einzelabschlüssen enthaltenen kapitalrechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Konzernunternehmen eliminiert werden. Die Aufrechnung bzw. Beseitigung der Resultate des innerkonzernlichen Geschäftsverkehrs erfolgt durch die Kapital- und Schuldenkonsolidierung, die Zwischenergebniseliminierung sowie die Aufwands- und Ertragskonsolidierung.

Moduleinheit III „Spezielle Komponenten der Konzernrechnungslegung“

Im Mittelpunkt dieser Moduleinheit stehen die Darstellung und Erläuterung der Komponenten der Konzernrechnungslegung, welche neben der Konzernbilanz und der Konzern-GuV verpflichtend oder freiwillig zu erstellen sind. Dabei handelt es sich um den Konzernanhang und -lagebericht, um die Konzernkapitalflussrechnung sowie um weitere Komponenten der Konzernrechnungslegung (Konzerneigenkapitalspiegel und Konzernsegmentbericht).

Die FernUniversität in Hagen ist die einzige staatliche Fernuniversität im deutschen Sprachraum und zeichnet sich im Rahmen der spezifischen Art und Weise der Wissensvermittlung vor allem durch den Einsatz besonders gelungener Studienbriefe aus. Auch der vorliegende Band besticht durch seine methodisch-didaktische Raffinesse. Seine Struktur begünstigt ein schrittweises Studium der Materie. So werden die Inhalte in kompakter, anschaulicher und anwendungsorientierter Weise aufbereitet sowie Lernziele, Merksätze, weiterführende Literaturhinweise, (Praxis-)Beispiele, Übungsaufgaben und eine typische Beispielklausur, einschließlich der Lösungsvorschläge im Anhang des Buches, vorbildlich in die Wissensvermittlung integriert. Auch wird mit Hilfe sog. QR-Codes auf verschiedene einschlägige Netzangebote verwiesen. Zudem werden zu jedem Kapitel zum Einstieg und zur Zusammenfassung Audioerklärungen des Autors sowie ein Online-Quiz zur Lernerfolgskontrolle angeboten.

Gerrit Brösel verfügt nicht nur über langjährige Lehrerfahrungen an zahlreichen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen, sondern war auch einige Jahre in der Praxis der Wirtschaftsprüfung tätig, was nicht zuletzt auch der vorbildlichen Verknüpfung von theoretischer Fundierung, praktischer Anwendbarkeit und didaktischem Geschick zugutekommt. Damit eignet sich dieses Standardwerk zur Konzernrechnungslegung sehr gut für Studierende im Bereich der Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung zum einen zum Selbststudium, zum anderen aber auch für die vorlesungsunterstützende und -begleitende Arbeit sowie zur exzellenten Vorbereitung auf einschlägige Klausuren. Des Weiteren kann der Band aber auch von Dozenten und Praktikern zum schnellen und gezielten Nachschlagen bestens genutzt werden.

Grundwissen Konzernrechnungslegung
Grundwissen Konzernrechnungslegung
410 Seiten, broschiert
UVK 2025
EAN 978-3381127313

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