Wirtschaft

Unternehmensfinanzierung und Bewertung von Investitionen

Das vorliegende Lehrbuch der Finanzwirtschaft (engl. Originaltitel: "Corporate Finance") beleuchtet alle wichtigen Bereiche der Unternehmensfinanzierung und der Bewertung von Investitionen. Bei den beiden Autoren handelt es sich um Professoren für Finanzwirtschaft an der Graduate School of Business, Stanford (USA), die darüber hinaus auch als wissenschaftliche Mitarbeiter am National Bureau of Economic Research (NBER), einer renommierten Forschungsinstitution, welche sich dem Studium von Theorie und Empirie der Ökonomik widmet, tätig sind.

Die sieben Teile des Lehrbuchs enthalten insgesamt 21 Kapitel und befassen sich vor allem mit den folgenden Schwerpunkten:

Teil I (Einleitung) legt die Grundlagen für das Studium der Finanzwirtschaft. Zuerst werden die wichtigsten Unternehmensformen, insbesondere die Aktiengesellschaft, vorgestellt und die Rolle der Finanzmanager sowie der Aktienbörsen untersucht. Um optimale Entscheidungen treffen zu können, benötigt man Informationen. Deshalb folgt in einem weiteren Kapitel eine Einführung in die Analyse von Finanzberichten.

Teil II (Instrumente) widmet sich vor allem der Bewertung finanzieller Entscheidungen. Zuerst wird erörtert, dass ein Finanzmanager bei der Bewertung eines Projekts dessen Ein- und Auszahlungen vergleichen muss und er den Barwert einer Investition zu ermitteln hat. In diesem Zusammenhang wird das Gesetz des einheitlichen Preises zur Ableitung des Zeitwerts herangezogen. Bei der Bestimmung der angemessenen Abzinsungssätze steht das Konzept der Kapitalkosten im Mittelpunkt. Da die (kapitalmarktorientierten) Unternehmungen das Kapital, das sie für die Investitionen benötigen durch die Ausgabe von Wertpapieren aufbringen, wird in einem weiteren Kapitel die Bewertung von Anleihen erklärt.

Teil III (Grundlagen der Bewertung) behandelt eine der wichtigsten Entscheidungen, mit denen ein Finanzmanager konfrontiert ist, nämlich die Auswahl der Investitionen, welche ein Unternehmen eingehen sollte. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht deshalb die Kapitalwertregel, eine Entscheidungsregel, mit welcher Manager den Unternehmenswert maximieren sollten. Hinzu kommen die häufig komplementär angewandte Amortisationsdauerregel sowie die Regel des internen Zinsfußes. Weitere Schwerpunkte sind die Grundlagen der Investitionsplanung, einschließlich Cashflow-Prognosen und Durchführung von Sensitivitätsanalysen, sowie die Bewertung von Aktien.

Teil IV (Risiko und Ertrag) untersucht das Verhältnis von Risiko und Ertrag, d. h. es werden die Risikobewertung, die optimale Portfolioallokation und das Capital-Asset-Pricing-Modell, die Schätzung der Kapitalkosten sowie das Anlegerverhalten und die Kapitalmarkteffizienz systematisch untersucht.

Teil V (Kapitalstruktur) geht von der Betrachtung der Kapitalstruktur an einem vollkommenen Markt aus. Dabei wird klar, dass der Wert des Unternehmens, d. h. der Gesamtwert der im Umlauf befindlichen Wertpapiere, von der Kapitalstruktur unabhängig ist, solange sich die Cashflows, die von den Vermögensgegenständen des Unternehmens erwirtschaftet werden, nicht ändern. Anschließend werden die Rolle des Fremdkapitals bei der Minderung der Steuern sowie die Kosten einer finanziellen Notlage und die Veränderungen der Managementanreize, die aus der Verschuldung entstehen, behandelt. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, von welchen Determinanten die Ausschüttungsstrategie eines Unternehmens abhängig ist.

Teil VI (Die Bewertung) führt die Erkenntnisse aus den ersten fünf Teilen des Lehrbuchs zusammen und entwickelt die drei Hauptmethoden der Investitionsplanung bei Verschuldung und Marktunvollkommenheiten: die Methode des gewichteten Durchschnitts der Kapitalkosten (WACC), die Adjusted Present Value Methode (AVP) und die Flow-to-Equity-Methode (FTE).

Teil VII (Langfristige Finanzierung) setzt sich zuerst mit den alternativen Möglichkeiten auseinander, wie Unternehmen Eigenkapital beschaffen können. Schwerpunkte sind der Börsengang, die Auffälligkeiten bei Neuemissionen und die Aktienemissionen börsennotierter Unternehmen. In zwei abschließenden Kapiteln wird die Verwendung von Fremdkapitalmärkten zur Kapitalbeschaffung beschrieben und das Leasing als Alternative zur langfristigen Finanzierung vorgestellt.

Für die deutschsprachige Ausgabe wurde an den erforderlichen Stellen auf die deutschen bzw. europäischen Rechtsverhältnisse eingegangen, so dass sich das Buch für Interessenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen gut eignet. Die insgesamt umfangreiche und durchgehend anspruchsvolle Materie wird anhand von zahlreichen Abbildungen, Beispielen und Fallstudien mit Szenarien nachvollziehbar gemacht. Excel-Infokästen geben praktische Anleitungen, wie finanz- bzw. investitionswirtschaftliche Aufgaben mit Excel gelöst werden können. Darüber hinaus kann man zusätzliche Materialien unter Extras Online auf der entsprechenden Website des Verlags downloaden.

Eine aufgabenorientierte Vorbereitung ist für das Bestehen von vielen Klausuren im Bereich der Wirtschaftswissenschaften unerlässlich. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Kurse bzw. Studienmodule im Bereich der Corporate Finance. Hier knüpft das vorliegende Übungsbuch an und unterstützt den studentischen Leser effektiv, das erlangte Wissen zielgerichtet zu vertiefen und anzuwenden. Das Übungsbuch orientiert sich an der Kapitelstruktur des Lehrbuchs und bietet eine Vielzahl von Aufgaben und Rechenbeispielen mit entsprechenden Lösungen an.

Den fortgeschrittenen BWL-Studenten mit dem Vertiefungsschwerpunkt Corporate Finance können beide Bücher sehr gut empfohlen werden. In gleichem Maße ist das Lehrbuch auch für Praktiker geeignet, die sich für die aktuellen Entwicklungen des Finanzmanagements mittlerer und großer Unternehmen im internationalen Zusammenhang interessieren.

Grundlagen der Finanzwirtschaft
Jonathan Berk
Peter DeMarzo

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Pearson Studium 2015
768 Seiten, gebunden (Lehrbuch) / 256 Seiten, broschiert (Übungsbuch)

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