Germanistische Linguistik zur Staatsexamensvorbereitung
Wer sich auf das Staatsexamen in Bayern in der Germanistik vorbereiten will, muss einige Bücher zur Hand nehmen. Die Entscheidung, mit welchen Büchern man schließlich lernt, ist nicht nur nicht einfach, sondern ist gerade in so umstrittenen Fächern wie der germanistischen Linguistik auch hinsichtlich der Akzeptanz des Inhalts unter den KorrektorInnen von Bedeutung, denn von deren Auslegung hängt letztlich die Note ab.
Kurz und umstritten
Ganz neu auf dem Buchmarkt ist Fabian Bross' "Grundkurs Germanistische Linguistik für das bayerische Staatsexamen", der mit einer ungewöhnlichen Konzeption aufwartet: Sowohl die Gegenwartssprache als auch die Sprachgeschichte werden auf den 180 Seiten abgehandelt. Der Autor Bross ist selbst staatlich examinierter Absolvent. Bei den KorrektorInnen scheint sein Buch allerdings nicht gut anzukommen. Es strotze vor Fehlern und sei insgesamt "eher ein Ärgernis", wie einer meinte. In der Vorbereitung war es nicht besonders hilfreich, sogar in den Ablautreihen finden sich Fehler. Vieles kommt schlicht zu kurz und vor allem fehlt ein Stichwortregister. Es taugt als einführender Überblick - zur Vertiefung und im Zweifel sollte man aber lieber einem anderen Buch Glauben schenken.
Solide Syntaxkost
Zum Beispiel dem des Autorinnenduos Pittner/Berman im Teilbereich Syntax der Gegenwartssprache. Es kommt ebenfalls aus dem Narr-Verlag, hat aber einen wesentlich besseren Ruf. Hier findet sich außerdem auch ein nützliches Sachregister. Es ist bei weitem nicht so schwierig zu verstehen wie der Altmann und wird auch schon in Einführungsseminaren verwendet. Um gut durch den obligatorischen Syntax-Teil im bayerischen Staatsexamen zu kommen, reicht dieses Buch zusammen mit den Lehrveranstaltungen vollkommen aus. Wer unbedingt die Bestnote mit Sternchen will, sollte aber lieber zum Altmann greifen.
Etymologisches Standardwerk zu Abrundung
Im sprachgeschichtlichen Teil des Examens geht es oft um Sprachwandel. Fragen, wie ein gegenwartssprachliches Wort denn im Mittelhochdeutschen ausgesehen, was es bedeutet und welchen Wandel es hinsichtlich der Lautung, Bedeutung und Schreibung vollzogen hat, kommen hier hin und wieder vor. Ganz nett ist es dann, wenn man in Zweifelsfällen auf ein etymologisches Wörterbuch zurückgreifen kann, das die Herkunft der Wörter zeigt. Hier gilt der Kluge als die Referenz schlechthin, die inzwischen in 25. Auflage erschienen ist. Für das Examen nützt der Kluge aber leider nicht so viel, weil man das Buch nicht mit in die Prüfung nehmen darf. Auch was mit den Wörtern "unterwegs" passiert ist, stellt dieses Wörterbuch nicht dar. Trotzdem ist es interessant und bestens in der Lage, die unter GermanistInnen ab und zu auftauchende Frage "Woher kommt denn eigentlich … ?" zu beantworten. So rundet es die Vorbereitung quasi ab.
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