Firenze

Florenz, die Blumige, in Text, Bild und auf CD

Florenz ist nicht nur die Stadt des Arno, sondern auch von Dante Alighieri, Machiavelli, Galileo Galilei, Leonardo da Vinci und Michelangelo. Die "Blumig" - so ihr übersetzter Name - erlangte im 11. Jahrhundert große Bedeutung als Handels- und Finanzplatz und wurde damals in städtischer Autonomie verwaltet. Die Herrschaft der Medici begleitete die Stadt durch die Renaissance und prägte ihre Kirchen, Palazzi, Museen und Kunstwerke. Ein nahezu perfekter Blick eröffnet sich auf die Metropole von der Piazza Michelangelo, hoch oben in den Hügeln von Florenz. "Perfekt" deswegen, weil ein ungetrübter Blick die Stadt beinahe als Stadt der Renaissance identifizieren könnte, denn das Ensemble von Florenz ist geschützt. Am augenfälligsten ist natürlich die Kuppel von Santa Maria del Fiore im Stadtzentrum, eine der ersten Kuppelbauten überhaupt, die von Filippo Brunelleschi (1377-1446) ersonnen wurde. Aber auch der Arno, der Fluss, hat der Stadt einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt, nicht zuletzt führt eine der bekanntesten Brücken der Welt auch über diesen Fluss: der weltberühmte Ponte Vecchio, die "alte Brücke", auf der sich heute noch Goldschmiedegeschäfte befinden. Nachts wird der Ponte eindrucksvoll beleuchtet, ein wunderbarer Anblick für die unzähligen Nachtschwärmer der wohl belebtesten Stadt Italiens. Denn obwohl es eigentlich nur 100'000 Einwohner gibt, strömen jeden Tag 500'000 Einwohner in den Kessel am Arno.

Paläste, Gärten und Grotten

Vor dem Rathaus, dem municipio, befindet sich auch die Piazza della Signoria und darauf wiederum die Loggia, die besonders durch die Perseus-Statue bekannt ist, der das Medusenhaupt in den Händen hält. Weiter links die Kopie der Marmorstatue von Michelangelos David, der wohl perfekteste männliche Körper der Welt, wenn da nicht dieses eine kleine Detail stören würden. Ein ebenfalls auf der Piazza befindlicher Brunnen wird von einer Poseidon-Statue gekrönt und schließlich führt der Weg schnell in die benachbarten Uffizien, die Kunstschätze unermesslichen Ausmaßes und Wertes beherbergt. Darunter eine Venus von Tizian, die Primavera-Allegorie von Sandro Botticelli oder die Verkündigung von Leonardo da Vinci, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Aber der Fotograf Max Galli hat für den vorliegenden Band auch viele Alltagsthemen eingefangen, Liebende, die sich küssen oder gemeinsam Bier trinken und eine Pause von den anstrengenden Museen oder dem ebenso aufreibenden Shopping machen. Natürlich gibt es auch in Florenz noch authentisches Leben, einer Stadt die jährlich von mehreren Millionen Touristen okkupiert wird. Solches Leben findet man etwa in Café-Bars wie Procacci, deren Terracotta-Fußboden und Holz-Anrichten Legende sind, ebenso wie das schwarze Gold, das hier kredenzt wird. Auch auf Santa Maria Novella wird nicht vergessen und sogar das Giotto Kruzifix abgelichtet. Der Palazzo Pitti und sein ausgedehnter Garten "Boboli" mit seinen Grotten wird kurz gestreift, um schließlich beim beleuchteten Ponte Vecchio bei Nacht die kleine Stadttour in Fotografien vorläufig zu beenden.

Florenz in Text, Bild, CD

Die ersten beiden CDs stehen in enger Beziehung mit den Familien Strozzi und Medici, die nicht nur die Geschichte, sondern auch die Architektur und Kultur der Stadt wesentlich prägten. So ist die erste, "Notte d’Amore" der Hochzeit von Cosimo di Medici und Maria Magdalena von Österreich 1608 gewidmet und kann folglich als Barock bezeichnet werden, während "Diporti Di Euterpe" sich der Opera Settima (1659) widmet, die von Emanuela Galli und dem Ensemble Galilei interpretiert werden. Auf der dritten CD wiederum werden typische Fiorentinische Lieder gesungen und auf der vierten zeigt sich das moderne Antlitz der Stadt am Arno unter dem Titel "Chilling in Florence" mit Dj-Musik. In derselben Reihe bei Edel earbooks ist auch erschienen: "Napoli. La città e la musica."

Firenze
Max Galli (Fotografie)
Firenze
La città e la musica
120 Seiten, gebunden
4 Audio-CDs
Earbooks 2016
EAN 978-3940004284

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