Uralte Themen, immer noch aktuell
Nach 20 Jahren Lehrtätigkeit legt die Istanbuler Literaturwissenschaftlerin Fatma Akerson mit Kırmızı Motosiklet (Das rote Motorrad) ihr erstes literarisches Werk vor. Enthalten sind drei Erzählungen, die miteinander in Verbindung stehen oder, genauer gesagt, auf jeweils andere Weise dreimal dasselbe Thema beleuchten. Es geht um Verluste - den Verlust des Vaters, den Verlust des Geliebten -, um Bindung und die Befreiung aus einer übermächtigen Bindung, um Liebe und Verlassenwerden.
Die drei Erzählungen enthalten Begebenheiten aus dem Leben Akersons, sind aber dennoch Fiktion: "[... I]mmerhin mache ich Literatur. Alles hat sich genauso abgespielt, wie ich es erzählt habe, gleichzeitig war es völlig anders." (S. 9)
In uralten Epen, mittelalterlicher Dichtung und zeitgenössischer Literatur entdeckt die Autorin immer wiederkehrende Themen, Helden und Heldinnen, mit denen sie sich identifizieren und in denen sie sich selbst wiedererkennen kann. Wie aber kann man als sterblicher Mensch dem sich wiederholenden Schicksal entrinnen? "Im Grunde habe ich zwei fundamentale Probleme: Das erste besteht darin, mich an mich selbst zu erinnern, das zweite darin, mein Schicksal zu verändern." (S. 119)
Der Autorin gelingt es nicht, sich von dem vorgezeichneten Weg zu lösen und von ihren Prägungen zu befreien. Vielleicht gelingt es ihr in einem späteren Band? Man darf gespannt sein!
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