Flucht aus Auschwitz, Schweigen in Israel
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Rudolf Vrba, einem slowakischen Juden, der 1944 zusammen mit einem anderen KZ-Häftling aus Auschwitz geflohen ist. Die beiden verfassten einen Bericht über die höllischen Zustände in Auschwitz und warnten vor der Deportation hunderttausender ungarischer Juden, deren Vernichtung bereits vorbereitet wurde. Da schließlich hauptsächlich die Eliten aus dem Judenrat davon erfuhren, die meisten Betroffenen jedoch nicht, konnte der Bericht der ersten Auschwitz-Entflohenen nicht seine volle Wirkung entfalten.
Das Besondere an dieser Geschichte und der Person Vrba ist, dass sie im heutigen Israel kaum bekannt ist. Vrbas Buch über seine Erlebnisse im KZ, 1963 auf Englisch erschienen, wurde erst 1998 ins Hebräische übersetzt. Die Autorin Ruth Linn zeichnet nach, wie mit dem Vrba-Wetzler-Bericht und der Person Vrba umgegangen wurde. Aus ihrem Buch geht schließlich hervor, dass Vrba und der Bericht konsequent totgeschwiegen wurden, um die Rolle des Judenrats hinsichtlich der Deportationen zu vertuschen. Dies setzte sich bis hin zu Kampagnen gegen Vrba fort, als er einen Ehrendoktor an einer israelischen Universität empfing. Ruth Linn leistet somit einen Beitrag zu einem eher unbekannten Aspekt um den Umgang mit dem Holocaust.
Spätes Glück für Tom Ripley
Im letzten Roman von Patricia Highsmiths berühmter Reihe findet der Titelheld zuerst zu einer Art Läuterung und dann zu einem späten Glück.
Ripley Under WaterZähflüssiges Orange
Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.
Turuncunun KıvamıMiteinander reden, miteinander leben
Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.
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Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.
Der Gott der anderen„Überlebensnotwendige“ Fragen nach dem Sinn der Welt
Philosophie „als Vergnügen, die Welt zu verstehen und dem Verstehen gemäß zu handeln“. Der Schlüssel dazu liegt nach Steinvorth in autotelen Handlungen und Erlebnissen.
Was Philosophie war, ist und sein kannMein Leben ist auch ein Leben
Rosas Leben sieht zunächst hoffnungslos, fast trostlos aus: Der erwachsene Sohn will nichts mehr von ihr wissen, der Lebenspartner stirbt, ebenso der geliebte Hund, die Mutter ist nicht auszuhalten. Doch nach dem Tod der Mutter kommt Bewegung in die Geschichte.
Neben Fremden