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rezensionen.ch

Erzählungen

Irgendwo zwischen «Eppelwoi-Seeligkeit» und «Mainhatten»

Ist Frankfurt wirklich so ungeniessbar wie allgemein kolportiert wird? Genazino, der seit vielen Jahren in der Stadt lebt, hat sich diese Frage anhand seiner eigenen Biografie gestellt. Genazinos liebevollen, aber schonungslosen Betrachtungen geben zwar keine abschliessende Antwort, lassen einen die Stadt am Main aber auf jeden Fall kennen lernen.

Tarzan am Main

Die Toten selig trinken mit

Mit "Ustrinkata" beschliesst Arno Camenisch seine Bündner Trilogie. Er erzählt weiterhin in seiner eigenwilligen, unterhaltsamen Sprache, im Vergleich zu seinen beiden ersten Büchern verdichteter und ausgereifter. Ihm ist in jeder Hinsicht ein kraftvolles Finale gelungen.

Ustrinkata

Sieben Geschichten - sieben Lebenslügen

Bernhard Schlink sind sieben überzeugende Geschichten gelungen, die einzeln gelesen zum Nachdenken anregen, zahlreiche Fragen aufwerfen, schön arrangiert und in sich stimmig sind. In der Aneinanderreihung der Texte verlieren sie leider beträchtlich an Wirkung.

Sommerlügen

Diesseits und jenseits des Lebens

In seinen neuen Erzählungen überschreitet Cees Nooteboom die Grenze zum Nirvana. Die Erinnerung an die Verstorbenen macht er zu einer Ode an das Leben. \"Nachts kommen die Füchse\" setzt einen angenehmen Kontrapunkt zur lebendigen Hektik unserer Zeit und gibt jedem Leser die Möglichkeit, in Ruhe zu versinken und innezuhalten.

Nachts kommen die Füchse

Amerikas schreibendes Gewissen

Nichts ist so wahrscheinlich, wie der Untergang. Ob im Iran, in Kolumbien, auf dem südchinesischen Meer oder mitten in Amerika. Der Jung-Autor Nam Le erzählt eindringlich und schonungslos von den Schattenseiten des Daseins und zwingt uns, der Brutalität des Lebens ins Gesicht zu schauen.

Im Boot

Das Leben einer Leseratte

Firmin ist die Nummer dreizehn. Fatal, wenn die Mutter nur zwölf Zitzen hat. Statt von Muttermilch ernährt er sich von Weltliteratur und wird zur belesensten Ratte des Universums.

Firmin

Wie ist ein Leben nach dem Gulag - wenn Humanität und Kultiviertheit unter den Eindrücken des Inhumanen ihre Relevanz verlieren - möglich, ohne einem ständigen Zweifel an der menschlichen Zivilisation anzuhängen? Dies ist die große Frage, die Warlam Schalamows "Erzählungen aus Kolyma" zugrunde liegt.

Durch den Schnee / Linkes Ufer

Die Melancholie der Erinnerung

Der Band \"Ende der Sonntage\" beweist einmal mehr das einmalige Erzähltalent des wiederentdeckten Italieners Alberto Vigevani. Ihm gelingt es darin auf einmalige Weise, der Schönheit im Wahren das Wahrhaftige im Schönen folgen zu lassen - eine bittersüße Erfahrung.

Ende der Sonntage

Liebe im Sommer

Eine berührende Erzählung. Die Atmosphäre des Sommers und die Emotionen der Liebe ergreifen den Leser und hinterlassen das wohlige Gefühl, selbst ein Teil der Geschichte zu sein.

Sommer am See