Das Nachschlagewerk
Das nicht wegzudenkende Nachschlagewerk für die deutsche Rechtschreibung ist in seiner 26. Auflage erschienen. Wie immer ist es interessant, welche neuen Wörter den Weg in den Duden gefunden haben. Immerhin umfasst der neue Duden rund 5'000 neue Wörter. Ein paar Beispiele: "fremdschämen", "Hybridauto", "twittern", "Zwergplanet", "Kreditklemme", "Einbürgerungstest", "Klimakiller", "Vollpfosten", "Gauck", "Shitstorm", "Lol". Und es fallen auch immer wieder Wörter raus, da sie kaum jemand vermissen wird: "beziehentlich", "borgweise", "Dragonade", "Mistigkeit", "Stickhusten", "Diskkamera". Ebenfalls erhellend ist jeweils die Lektüre des Grammatikteils sowie der Erklärungen der Duden-Redaktion zu den Rechtschreibempfehlungen, die Schreibenden, die sich seit der Rechtschreibreform etwas verloren fühlen, bei Entscheidungen helfen. Mit der 26. Auflage erhält man mit dem Kauf des Buches erstmals auch die Rechtschreibsoftware sowie die Duden-App dazu. Schade ist allerdings, dass die Rechtschreibsoftware nach wie vor nur für MS Office funktioniert und dass die App nur auf einem Gerät installiert werden darf. Dennoch beschreitet der Verlag den richtigen Weg und weicht die Trennung zwischen ihren elektronischen und physischen Produkten auf, denn trotz App und Software, die jeder zu schätzen weiss, hat ein Buch als Nachschlagewerk einen ungebrochenen Charme.
Spätes Glück für Tom Ripley
Im letzten Roman von Patricia Highsmiths berühmter Reihe findet der Titelheld zuerst zu einer Art Läuterung und dann zu einem späten Glück.
Ripley Under WaterZähflüssiges Orange
Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.
Turuncunun KıvamıMiteinander reden, miteinander leben
Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.
Dorf-EthosWas wir nicht sehen
Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.
Der Gott der anderen„Überlebensnotwendige“ Fragen nach dem Sinn der Welt
Philosophie „als Vergnügen, die Welt zu verstehen und dem Verstehen gemäß zu handeln“. Der Schlüssel dazu liegt nach Steinvorth in autotelen Handlungen und Erlebnissen.
Was Philosophie war, ist und sein kannMein Leben ist auch ein Leben
Rosas Leben sieht zunächst hoffnungslos, fast trostlos aus: Der erwachsene Sohn will nichts mehr von ihr wissen, der Lebenspartner stirbt, ebenso der geliebte Hund, die Mutter ist nicht auszuhalten. Doch nach dem Tod der Mutter kommt Bewegung in die Geschichte.
Neben Fremden