John Irving: Die vierte Hand

Vom Schicksal geläutert

Patrick Wallingford wurde als Sonderkorrespondent nach Indien geschickt, um über den Sturz einer Trapezkünstlerin eines indischen Zirkus' zu berichten, die ihren Ehemann, der auch ihr Trainer war, erschlagen hatte, als dieser sie zu retten versuchte. Sie überlebte und für Wallingfords Nachrichtensender war das eine Reise wert. Doch es sollte nicht bei dieser Sensation bleiben. Millionen Fernsehzuschauer durften zusehen, wie sich die Zirkuslöwen mit dem halben linken Arm des Journalisten verköstigten. Wallingford war dem Käfig zu nahe gekommen, weil er effektvolles Löwengebrüll in seine Reportage hatte einbauen wollen. Von nun an war der Journalist weltbekannt und hiess jetzt überall der Löwenmann.

Einige Zeit später bot ihm eine Frau die Hand ihres kürzlich verstorbenen Ehemanns. Diese Idee kam Mrs. Clausens übrigens nicht erst als ihr Mann gestorben war. Als Gegenleistung musste Wallingford ein Kind mit ihr machen und ihr Besuchsrecht bei der Hand gewähren. Das fiel Wallingford nicht schwer, denn er hatte sich in Mrs. Clausens verliebt und wollte ihr Ehemann und ganz Vater werden. Dem widerspricht aber seine bisherige Lebensweise...

Irving hat einen stellenweise amüsant zu lesenden Roman geschrieben. Allerdings bleibt die Charakterisierung der Hauptfigur merkwürdig oberflächlich und die Geschichte wird dadurch langatmig. Zweifelsohne eine Stärke ist die Einführung neuer Figuren, so beispielweise die des grotesken Handchirurgen Dr. Zajac.

Die vierte Hand
Die vierte Hand
436 Seiten, gebunden
Diogenes 2002
EAN 978-3257063035

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