Ulla Klingovsky, Peter Kossack, Daniel Wrana: Die Sorge um das Lernen

Aufsätze zur Pädagogik im Anschluss an Foucault

Dieser Band versammelt Beiträge zur gouvernementalitätstheoretischen Pädagogik, das ist ein Zweig der Pädagogik, die Foucaults Überlegungen aufgreift. Mit Gouvernementalität ist eine "spezifische Verschränkung von Fremd- und Selbstregierung als Regierungsform im Neoliberalismus" (S. 51) gemeint. Gewidmet ist das Buch Hermann J. Forneck, heute Direktor einer Pädagogischen Hochschule in der Schweiz.

Einige Beiträge befassen sich gouvernementalitätsanalytisch mit dem neoliberalen Umbau der Gesellschaft, speziell im Bildungsbereich. So werden zum Beispiel die "aktivierenden" Praktiken der Arbeitsagenturen in der BRD unter die Lupe genommen, wie den Erwerbslosen über Bildungsunternehmen vermittelt werden soll, dass ihre fehlende Erwerbstätigkeit nur an ihnen selbst und ihrer Persönlichkeit liege. Somit bietet das Buch zwar interessante Analysen, die aber aufgrund ihrer komplexen, von Fachvokabular strotzenden Sprache schwer verständlich sind und wohl vielen allein deswegen verschlossen bleiben.

Die Sorge um das Lernen
Die Sorge um das Lernen
Festschrift für Hermann J. Forneck
336 Seiten, broschiert
h.e.p. 2010
EAN 978-3039056316

Zähflüssiges Orange

Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.

Turuncunun Kıvamı

Miteinander reden, miteinander leben

Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.

Dorf-Ethos

Was wir nicht sehen

Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.

Der Gott der anderen

„Überlebensnotwendige“ Fragen nach dem Sinn der Welt

Philosophie „als Vergnügen, die Welt zu verstehen und dem Verstehen gemäß zu handeln“. Der Schlüssel dazu liegt nach Steinvorth in autotelen Handlungen und Erlebnissen.

Was Philosophie war, ist und sein kann

Mein Leben ist auch ein Leben

Rosas Leben sieht zunächst hoffnungslos, fast trostlos aus: Der erwachsene Sohn will nichts mehr von ihr wissen, der Lebenspartner stirbt, ebenso der geliebte Hund, die Mutter ist nicht auszuhalten. Doch nach dem Tod der Mutter kommt Bewegung in die Geschichte.

Neben Fremden

Die fast heile Welt im fränkischen Dorf

Die Totenwache für seinen verstorbenen Freund gibt Max Zeit zum Nachdenken und dem Austausch von Erinnerungen mit anderen Dorfbewohnern. So entsteht ein ruhiges, intensives Bild über das im Untergehen begriffene Leben in einem Fichtelgebirgsdorf.

Im Schnee