Eiskalter Rachethriller mit Stil
"Ich trichtere dir Amerika ein", sagt sein Mäzen Johnny Colini, ein exilierter Amerikaner, der in Rom lebt, zu seinem selbst auserkorenen neuen Schützling Salvatore Giordano. Letzterer wurde von ihm aus den Nachkriegs-wirren Siziliens gerettet, um ihm in Amerika einen kleinen Gefallen zu tun. Als Belohnung verspricht er ihm, nach seinem Ableben, sein Erbe antreten zu dürfen.
Mission on Vengeance
Aber Salvatore will erstes kein Johnny sein und schon gar kein Amerikaner. Henry Silva als Johnny Cool/Salvatore Giordano lebt sich aber sehr schnell in seine neue Rolle ein, denn als Gangster andere Gangster auf's Kreuz legen, das liegt ihm irgendwie. Tatsächlich hat der Schauspieler Silva einen sizilianisch-spanischen Familienhintergrund, was ihm wohl auch das richtige Aussehen für die ikonische Rolle verlieh. Colini gibt ihm auf seinem Weg nach New York eine Liste von Männern mit, an denen er sich für ihn rächen muss. Er soll dabei auch seinen Namen benutzen, damit extra Verwirrung entsteht und die Ereignisse möglichst unzuordenbar bleiben. Anfangs gelingt es Salvatore seine Rolle als Johnny fabelhaft zu spielen, doch dann lernt er Darien "Dare" Guinness (Elizabeth Montgomery) kennen, eine Frau, die zwar keine Femme fatale ist, aber dennoch - wie so oft im Noir - zum Schicksal des draufgäng-erischen Johnny wird. Interessant ist, wie sie an einer Stelle plötzlich aus ihrer tranceartigen Liebe zu Johnny erwacht und bemerkt, dass sie ihn eigentlich erst zehn Stunden kennt und ihm schon verfallen ist. In dem Moment als sie das erkennt, begreift sie auch, was Johnny in Wirklichkeit für ein Mensch ist und was er macht. Dabei hatte sie ihn überredet in NY zu bleiben und nicht in Rom seinen Auftraggeber, von dem er sich verraten fühlte, zu stellen. So sind die beiden gleichzeitig Gefangene und Verräter ihrer Liebe.
Cast und Crew für Cool
Geradezu revolutionär für einen Film aus Anfang der Sechziger ist auch der Satz "Ich bin keine Ware" von Dare, als sie Johnny kennenlernt. Auch die Besetzung mit Sammy Davis Jr., der auch das Titellied beisteuerte, ist eine gelungene Entscheidung für den Plot des Films. "Johnny... he lives by the gun and the night", gesungen von Sammy Davis Jr., der auch einen Cameo-Auftritt mit einer Piratenaugenklappe im Film hat, ist gleich zu Beginn des Films zu hören und nimmt vieles der Handlung als Vorhersage schon vorweg. In weiteren Nebenrollen ist auch ein All-Star-Team der 60er-Jahre mit dabei, darunter Telly Salavas, Jim Backus, Mort Sahl und ein paar echte Rat Packers wie eben Sammy Davis Jr. und Joey Bishop. Der Film basiert auf dem Drehbuch von Joseph Landon, der sich teilweise an dem Roman "The Kingdom of Johnny Cool" von John McPartland hielt. "This ist the story of a fool...Johnny Cool!", so könnte die Ankündigung für diesen Neo-Noir damals tatsächlich gelautet haben. Ein unkonventioneller Trailer interviewt die Bekannten Johnny Cools und nennt ihn The International Murder Machine. "I'm calm and careful, that's why they call me Johnny Cool."
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