Eine Sozialgeschichte der Mondlandung
"One small step for man, but I didn’t get the second phrase", äußerte sich ausgerechnet der wohl wichtigste und bestinformierte Medien-Botschafter der NASA, CBS-Moderator Walter Cronkite. Er hatte schlichtweg Armstrongs berühmte erste Worte auf dem Mond akustisch nicht verstanden. Der zweite Teil des wohl einzigen auf dem Erdtrabanten gesprochenen menschlichen Satzes lautete freilich: "(...)one giant leap for mankind", zu Deutsch also "Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit." Doch selbst hier gab es Widerspruch, denn Armstrong hätte sagen sollen "a" man, also "einen Mann". Und so läutete er wohl gleichzeitig – und sehr unabsichtlich – auch die weibliche Emanzipation und das Zeitalter der Political Correctness ein.
Apollo 11 gegen Operation Luna
Der 21. Juli 1969, die amerikanische Mondlandung, war aber vor allem ein Propagandasieg für die USA im seit 1947 andauernden Kalten Krieg mit der Sowjetunion (Truman-Doktrin). Denn auch wenn es "ein großer Sprung für die Menschheit" sein sollte, wurde doch die amerikanische Flagge am Erdtrabanten gehisst. Robert Stone hat mit seiner dreiteiligen Doku-Serie "Die Eroberung des Mondes" nicht nur die Entstehung des Kalten Krieges und die kulturelle Revolution der Sechziger Jahre in den technischen, politischen, medialen, persönlichen und gesellschaftlichen Blickwinkel genommen, sondern auch die Verflechtung der Ex-Nazis mit dem neuen Hegemon USA am Beispiel Wernher von Brauns, dem NSDAP und SS-Mitglied, dem die Entwicklung der US-amerikanischen Raumfahrtindustrie Wesentliches verdankt. Im Wettlauf mit der zuerst im All gewesenen Sowjetunion (Juri Gagarin, 12. April 1961) war den USA eben jedes Mittel recht, schließlich ging es um nichts weniger, als die Überlegenheit der Freien Welt zu demonstrieren.
Stone: eine Sozialgeschichte der Mondlandung
John F. Kennedys ehrgeiziger Zehnjahresplan war es, der zum Aufblühen wie zum Verwehen der Weltraumbegeisterung führte, denn als die selbstgesteckte Aufgabe erfüllt schien, wurde Kennedy ermordet. Hier lässt Robert Stone symbolträchtig auch den ersten Teil enden. Im Blickwinkel Robert Stones stehen neben Buzz Aldrin, Frank Borman, Nasa-Pressesprecher und Sergej Chruschtschow, Sohn Nikita Chruschtschows und selbst Raumfahrtingenieur auch Pressekonferenzen, Vorbereitungen, minutenlange Start-, Flug-, Lande- und auch Unfallszenen, dazu unterlegt Stone seine Bilder mit Funkkontakten und stimmiger Musik. So werden auch die Sechziger Jahre zu einem kulturellen Event einer Gesellschaft, denn schließlich ging es um mehr als "nur" die Befreiung der Frau, nein, sogar um die Befreiung des Menschen. Zumindest aber die Emanzipation schien damals schon näher zu rücken: nicht nur die ondulierten Ehefrauen der Astronauten werden gezeigt, sondern auch die Mathematikerin Frances "Poppy" Northcutt, lange Zeit die einzige Frau mit technischer Verantwortung im Mission Control Center. Sie war damals genauso starkem Sexismus ausgesetzt wie der von den Kennedys ausdrücklich erwünschte erste schwarze Astronautenanwärter Ed Dwight, der auf Betreiben einflussreicher Südstaaten-Politiker aus dem Programm herausgedrängt wurde. Aber ein halbes Jahr nach der Mondlandung waren die Sechziger ohnehin vorbei.
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