Der Garten der Poesie

Im Garten verweilen

Die Sammlung umfasst Gedichte vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt eine breite Auswahl, auch viele Lyrikerinnen wurden berücksichtigt. Im Vergleich zu anderen Anthologien ist das Werk vielseitig in stilistischer und personeller Hinsicht.

Im Zentrum der kleinen Anthologie, die Anton G. Leitner und Gabriele Trinckler herausgegeben haben, steht das Thema "Garten". Dabei darf man die Sammlung nicht als Frühlingswerk betrachten. Der Garten wird nämlich im ganzen saisonalen Ablauf behandelt.

Fünf Überkapitel bilden den Bogen dieses Buches, geschickt ausgewählt und mit Bedacht aneinandergereiht. "Einst waren wir alle im glücklichen Garten": Mit diesem Spruch von Peter Huchel beginnt der Eingang. Der Garten wird in einigen Gedichten (Steinherr, Lessing, Droste-Hülshoff) als Metapher für den Garten Eden verwendet, in anderen (Bienek, Christen, Heym) wiederum ganz wörtlich als Ort des Zusammenseins verhandelt.

Die Qualität der einzelnen Gedichte soll an dieser Stelle nicht behandelt werden. Die Sammlung ist gelungen, gut ausgewählt und thematisch sinnvoll unterteilt. Insofern ergänzt das Werk Frühlings- und Sommer-Anthologien ideal.

Der Garten der Poesie
Der Garten der Poesie
Gedichte
144 Seiten, broschiert
dtv 2006
EAN 978-3423138604

Vier sind einer zu viel

Zum Valentinstag mal eine schräge Liebesgeschichte.

Die Geschwister

Spätes Glück für Tom Ripley

Im letzten Roman von Patricia Highsmiths berühmter Reihe findet der Titelheld zuerst zu einer Art Läuterung und dann zu einem späten Glück.

Ripley Under Water

Zähflüssiges Orange

Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.

Turuncunun Kıvamı

Miteinander reden, miteinander leben

Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.

Dorf-Ethos

Was wir nicht sehen

Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.

Der Gott der anderen

„Überlebensnotwendige“ Fragen nach dem Sinn der Welt

Philosophie „als Vergnügen, die Welt zu verstehen und dem Verstehen gemäß zu handeln“. Der Schlüssel dazu liegt nach Steinvorth in autotelen Handlungen und Erlebnissen.

Was Philosophie war, ist und sein kann