Grandios-groteske Literaturverfilmung
"Jeder Buchdeckel ist wie das Dach eines Hauses, das man betritt, wenn man beginnt darin zu lesen", meint die Erzählerin der durchaus feinsinnig verfilmten Literaturadaption des Romans "Die Buchhandlung der britischen Schriftstellerin" von Penelope Fitzgerald. Der Film ist eine Hommage an das Lesen und an Menschen, die bereit sind, ihren Traum zu verwirklichen. Florence ist so ein Mensch.
Grandiose Schauspieler
Vor 16 Jahren starb ihr Mann und Florence (Emily Mortimer) trauerte lange über den Verlust ihrer Liebe. Aber dann macht sie sich daran, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und eröffnet einen Buchladen in dem verschlafenen Ort Hardborough in der Grafschaft Suffolk am Meer. Anfangs glaubt niemand an ihre Idee, doch dann bekommt sie sehr viel Unterstützung und der Buchladen von Florence floriert. Einem älteren Herr, Edmund Brundish (Bill Nighy), der nicht mehr aus dem Haus geht und ebenfalls Witwer ist, sendet sie die Romane von Ray Bradbury und auch "Lolita" von Vladimir Nabokov, eines der skandalösesten Bücher jener Zeit, in der auch der Film spielt. Als Florence das Skandalbuch im Schaufenster ihres Buchladens dekorierend anpreist, gehen die Wellen der Empörung hoch und das Maß ist voll. Die einflussreiche Violet Gamart (Patricia Clarkson), deren Neffe ein Member of Parliament ist, die ohnehin schon ein Auge auf das Haus des Buchladens geworfen hat, weil sie dort ein Arts Center einrichten möchte, dreht an ein paar Knöpfen der Behörden (sie hat Kontakte) und schon wird Florence gekündigt. Aber die Geschichte, die von einer Erzählerin erzählt wird, ist noch nicht zu Ende, denn eine Schlusspointe setzt der gekonnt gemachten Literaturverfilmung die sprichwörtliche Krone auf.
Tolle Geschichte voller Poesie
Ein herrlich unaufgeregter Film, in dem es wirklich um die Menschen und die Geschichte geht und der zeigt, dass man "in einem Buchladen nie allein ist", es also immer wieder Menschen gibt, die einen auch bei verrückten Ideen unterstützen, auch wenn sie dann mit dem Leben dafür zahlen müssen, so wie Mr. Edmund Brundish ("understandig makes the mind lazy"), grandios verkörpert von Bill Nighy. Aber natürlich gibt es auch Verräter wie etwa Mr. North, der hinterrücks die Fäden zieht und ein nihilistischer Zyniker ist, der an nichts mehr glaubt: ""Shine down thy love, O burning bright!/for one night or the other night/Will come the Gardener in white,/and gather'd flowers are dead, Yasmin!", zitiert North aus "Hassan's Serenade" von James Elroy Flecker (1884-1919). Aber Florence kämpft weiter für ihren Traum und so setzt sich auch Mr. Brundish bei Mrs Gamart für sie ein. Was Menschen von Göttern und Tieren unterscheide, sei eben Courage ("Mut") und genau das bewundere er an ihr und Florence erinnert ihn an das, was er längst verloren glaubte: ""You make me believe once more in the same things that I thought I had forgotten".
Ein wunderbarer Film in grandioser Besetzung über Literatur, das Leben und die Träume, die man jetzt noch verwirklichen sollte, bevor es zu spät ist.
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