Zum Inhalt springen
rezensionen.ch

Untätigkeit, Schweigen, Lähmung

In einer ländlichen Region Brandenburgs, 50 Kilometer von Berlin entfernt, sammelt ein Fetischist auf einer Altstoffdeponie Damenunterwäsche, zieht sie an und überfällt in dieser Aufmachung Frauen. Dank der Untätigkeit, Gleichgültigkeit und Überforderung der Behörden kann der psychisch schwer gestörte junge Mann in den Wirren der Wendezeit von 1989 bis 1991 ungestört vergewaltigen und morden.

Keine besonderen Auffälligkeiten

Bewältigende Sprachgewalt

In "Risse" beleuchtet Klüssendorf die Brüche im Leben eines von Enge, Zorn und Begehren charakterisierten Heranwachsens in der DDR

Risse

Schwierige Wende

Petra Morsbachs Meisterschaft zeigt sich unter anderem darin, dass sie es schafft, ihre Protagonisten, diesen fast unerträglich selbstbezogenen Heini, ganz sympathisch wirken zu lassen.

Dichterliebe

Gefangen im ewigen Winter

Von der Rabenmutter aus dem schützenden Nest gestoßen erzählt Peter Wawerzinek in seinem mit dem Bachmannpreis gekrönten Roman „Rabenliebe“ von einem Leben, das mit dem Winter nur eine Jahreszeit kennt.

Rabenliebe

Der lange Weg nach Westen

Kaum ein Autor trifft den Ton des ost-west-deutschen Dialogs besser als Ingo Schulze. In seinem neuen Roman rückt er die Flucht aus der DDR in die Nähe einer Vertreibung aus dem Paradies und macht dabei deutlich, wie es heute um die deutsch-deutschen Verhältnisse steht.

Adam und Evelyn