Chao-Hsiu Chen: Das Lied der Hoffnung

Chinesische Geschichte belletristisch vermittelt

Und wieder ein Roman, der über die Geschichte Chinas informiert: Dieses Mal liegt der Schwerpunkt in der Volksrepublik China und Taiwan.

Der Roman beginnt mit einer Rahmenhandlung in den USA, als Amy ihrer Großnichte Bamboo Melanie die Geschichte der Familie erzählt, die sie im Jahr 1900 beginnen lässt. China hat im 20. Jahrhundert eine solch bewegte Geschichte hinter sich gebracht, dass tatsächlich immer wieder etwas erzählt werden kann. Familiengeschichten und insbesondere die Lebensgeschichten der Frauen bieten sich in einem Land, in dem Ahnen wichtig bleiben und für die Nachgeborenen eine Rolle spielen, dabei immer als "Aufhänger" an, sind wohl das beste Mittel, die Ereignisse vorzustellen. Im vorliegenden Titel ist es die Familie Song, der 1901 die Tochter Mo Li geboren wird.

Anhand der Familiensaga werden Werte im menschlichen Zusammenleben thematisiert, die man manchmal vergessen glaubt, wird erklärt, dass Menschen sich entscheiden können, welchen Weg sie nehmen wollen. "Doch wir sind hier nicht zusammengekommen, um über die Geschichte zu urteilen, sondern um festzustellen, daß es Werte gibt, für die es sich zu leben lohnt und die man unter Umständen verteidigen muss. Ich spreche von Liebe, von Familie, von Rechtschaffenheit, von Großmut, von Ehre und Ehrlichkeit."

Was hier gegen Ende des Romans zusammengefasst wird und im Auszug etwas moralisierend klingt, sind die Grundpfeiler im menschlichen Zusammensein. Die Erinnerung an die Ahnen und ihren Lebensweg kann manchmal helfen, sich dieser Werte wieder bewusst zu werden.

Geschrieben hat diesen gelungenen Schmöker in chinesischer Geschichte die Autorin Chao-Hsiu Chen, die zuvor zahlreiche Titel zur chinesischen Weisheitslehre veröffentlicht hat. "Das Lied der Hoffnung" ist ihr erster Roman, Vorbild war ihre eigene Familiengeschichte.

Das Lied der Hoffnung
Das Lied der Hoffnung
507 Seiten, gebunden
aus dem Englischen von Hans Christian Meiser
EAN 978-3352007248

Kafkas Schlaflosigkeit als Bedingung seiner literarischen Arbeit

"Kafka träumt" zeigt, wie wichtig Träume für das literarische Schaffen des Schriftstellers waren.

Kafka träumt

Wege zu Caspar David Friedrich

Rathgeb begibt sich in einer behutsamen Annäherung auf Spurensuche, um den Lesern zu einem besseren Verständnis des Künstlers zu verhelfen.

Maler Friedrich

Leibfreundlichkeit

Ein Zeugnis für die christliche Anthropologie und ein sanftmütiges Plädoyer für Leibfreundlichkeit.

Theologie des Leibes in einer Stunde

Sich vergessen

Das kleine Büchlein mit einer sommerlichen Lyrik-Sammlung versammelt die Elite der deutschen Lyrik.

Sommergedichte

Liebesbeziehungen heute

West analysiert eine Vielzahl von Problemen, die mit der sog. sexuellen Revolution verbunden sind und empfiehlt eine Neubesinnung auf Ehe, Familie und das christliche Menschenbild.

Von der Finsternis des Leibes

Bewältigende Sprachgewalt

In "Risse" beleuchtet Klüssendorf die Brüche im Leben eines von Enge, Zorn und Begehren charakterisierten Heranwachsens in der DDR

Risse