Romy Schneider in Höchstform
"Mit 40 muss man es geschafft haben, sonst ist es wirklich bitter.", meint Max zu Lily und führt weiter aus: "Das Glück ist meistens eine Ausrede für Bequemlichkeit." Aber Max will Lily damit nur in die Irre führen und ihr das Leistungsideal aufdrücken, unter dem er selbst am meisten leidet. "Max et les Ferrailleurs" - so der französische Originaltitel - spielt im Paris der Sechziger/Siebziger Jahre, als noch überall - im Café, im Bett, in der Bank - geraucht wurde und die Mopedfahrer noch ohne Helm fahren durften. Max (Michel Piccoli), der ehrgeizige, aber erfolglose Polizist stellt einer auf einem Schrottplatz arbeitenden Bande von Kleinkriminellen eine Falle, indem er sich an die Braut des Anführers der Bande, Lily (Romy Schneider), heranmacht. Diese arbeitet in ihrer Freizeit nämlich als unabhängige Prostituierte und ist so auch für Max zugänglich und bald jederzeit verfügbar - bis das Unvorhergesehene passiert.
Lily, Kain und Abel
"Das Mädchen und der Kommissar" ist im Stile des amerikanischen Film Noir gehalten, wenn auch in Farbe gedreht. Der unglücklich, von seiner Ehe und der Gesellschaft enttäuschte Kommissar verliebt sich in eine Femme fatale, Lily, die erst nach einer halben Stunde in einem schwarzen Glanzledermantel und einem roten Kleid mit einer Zigarette in den Mundwinkel in Max' Fernglas auftaucht: Sie bewegt sich zwar im Drogen- und Prostituiertenmilieu, aber Max ist sofort von ihrer Freiheit fasziniert, die er im Begriff ist zu zerstören. Aber "Das Mädchen und der Kommissar" ist nicht einfach nur ein Liebesfilm, sondern will auch die existentialistische Ausweglosigkeit der Nachkriegsgesellschaft porträtieren: Arbeit gibt es höchstens am Schrottplatz oder für Frauen eben auf dem Strich. Dass der Anführer der Bande ein Jugendfreund von Max ist, macht die Sache nur noch schlimmer, denn ehrgeizig und erfolgsgetrieben sowie leistungsorientiert wie er ist, verrät er auch diesen - und damit sich selbst. Nicht umsonst heißt sein Antagonist auch Abel (Bernard Fresson), denn Max ist der "Kain".
Romys bester Film
"Deine Langeweile ist ganz schön kostspielig", meint Lily an einer Stelle zu Max, worauf er erwidert: "Die Gegenwart einer schönen Frau ist unbezahlbar." Max glaubt an eine Gesellschaft, die ihn selbst auf dem Gewissen hat. In dem vorliegenden Meisterwerk des französischen Film Noir von Claude Sautet glänzt die damals 33-jährige Romy Schneider neben Michel Piccoli und avancierte damit fernab ihres "Sissi"-Images zum internationalen Star. Claude Sautet hat insgesamt acht Filme mit Romy gedreht und in "Das Mädchen und der Kommissar" ist sie die starke und unabhängige Frau, die sie immer sein wollte: mit großem Herzen, unabhängig und ehrlich. Nach Hélène in "Die Dinge des Lebens" und Lily in "Das Mädchen und der Kommissar" avancierte Romy Schneider zur gefragtesten Schauspielerin in Frankreich. Sie war damit auf dem Zenit ihres Ruhms.
Warum die Bauernkriege nicht zum Erfolg führen konnten
Friedrich Engels‘ historische Analyse eines verfrühten Revolutionsversuchs.
Der deutsche BauernkriegEin Netzwerk aus Lügen, Intrigen und Manipulationen
Malice kommt von Malitia und bedeutet Bosheit, Tücke. Eine Intrige unerahnten Ausmaßes trifft den jungen Professor Andy.
MaliceDas Paris, von dem wir immer träumten
Ein wunderbarer Film über das Paris des Impressionismus und gleichzeitig Familiengeschichte und das Erbe, das wir annehmen.
Die Farben der ZeitSuperman is back!
Die Neuauflage eines alten Mythos glänzt mit unerwarteter Hilfe durch Krypto, den Super-Dog.
SupermanDer Zombie-Horror-Klassiker
Ein Sequel des ersten Zombiefilms von Romero von Tom Savini setzt die Tradition des Zombieschlachtens fort ... erstmals UNCUT.
Night of the Living Dead"Und trotz Eurer Technologie habt ihr verloren, denn ihr habt Eure Sinne verloren"
Ein spektakulärer Öko-Thriller getarnt als Krimi-Horror vom Woodstock-Regisseur: wohl einer der besten Filme der Achtziger.
Wolfen