Ein Western der Sonderklasse
"You had to be a warrior in order to survive, in the last century", beginnt die Erzählung dieses Neo-Westerns, der die US-amerikanische Pionierzeit des 19. Jahrhunderts auch einmal aus der Perspektive von Frauen und Kindern erzählt, dennoch aber üppige Gewaltszenen und Schießereien nicht vernachlässigt. Für Western-Fans ein ästhetischer und bildgewaltiger Hochgenuss, der so hoch bewertet werden kann, dass nach ihm ein neues Genre benannt werden sollte.
Neo-Western mit Anspruch
"Beware of false prophets which come to you in sheep’s clothing, but inwardly are ravening wolves..." (Matt. 7:15-20). In vier Kapiteln wird analog zu Begriffen aus der Bibel die Geschichte der stummen Hebamme Liz/Joanna erzählt, die ihrem Widersacher, dem großartig von Guy Pearce interpretierten Reverend und Preacherman gerade noch entrinnen kann. Kapitel 1: Revelation handelt vom Ergebnis der anderen drei Kapitel, denn die Erzählung des Films geht immer weiter zurück an den Anfang, eine neue filmische Erzähltechnik, die man schon von Christopher Nolan ("Memento") oder auch von Tarantino kennt. Das Film-Setting ist sehr realistisch und beeindruckend gestaltet, Außenaufnahmen seien in Deutschland gedreht worden, der Cast ist überraschend und beeindruckend zugleich, die Monologe biblisch und bedeutungsvoll: "A lot of people think it’s the flames that makes hell unbearabe, but it’s not. It’s the absence of love."
Biblischer Western voller Überraschungen
"Jesus is the shephard who protects you and I am his dog. Sheep dog. Some of you have strayed, haven’t you?", setzt der Reverend seine Predigt an und es läuft einem kalt über den Rücken, wenn er einem in die Augen sieht. Kapitel 2: Exodus: spielt im Nuttenmilieu einer amerikanischen Grenzstadt und schlachtet auch diesen klassischen Westernpart auf intelligente Art und Weise aus. Eine Hommage an Luis Buñuels andalusischen Hund wird zum grausamen Höhepunkt dieses Edelwesterns der Sonderklasse: Zungen statt Augen werden mit Messern durchschnitten, damit Liz/Joanna die Identität einer anderen glaubwürdig annehmen kann. In Kapitel 3: Genesis kommen auch Game of Thrones Stars Kit Harington (Samuel) und Carice van Houten (Anna) zum Einsatz, wobei Kit’s Auftritt durchaus als humorvoll bezeichnet werden, trotz des absoluten Ernsts der Situation. Martin Koolhoven versteht sein Handwerk beeindruckend professionell.
Aber Regisseur Martin Koolhoven wartet mit immer neuen Überraschungen auf und entführt den Zuseher in eine Welt, als nur Krieger ("warriors") überleben konnten: "As life progresses images blurr. All that remains are memories. I remember her, she was a warrior: always in control. It feels like she is always watching over me. Protecting me."
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