Wirtschaft

Die deutschen und internationalen Rechnungslegungsnormen

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung der Wirtschaft und der damit einhergehenden Internationalisierung der Kapitalmärkte hat die Rechnungslegung nach internationalen Grundsätzen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gemäß EU-Verordnung haben alle deutschen börsennotierten Unternehmen ihren Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Grundsätzen und Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen. Alle anderen Konzerne haben ein Wahlrecht zwischen den HGB- und IFRS-Vorschriften. Hingegen ist der Einzelabschluss weiterhin zwingend nach den Vorschriften des HGB aufzustellen.

An dieser Entwicklung knüpft die Zielsetzung des vorliegenden Lehrbuchs an. Den beiden Verfassern Reiner Quick, Professor für das Fachgebiet Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsprüfung an der TU Darmstadt, und Matthias Wolz, Professor für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung an der Uni Trier, geht es um die Vermittlung eines soliden Überblicks über die deutschen und internationalen Rechnungslegungsnormen. Hierzu gliedert sich das Werk in drei Teile:

Teil 1: Bilanzierung nach HGB: Nach einem Überblick über die Grundlagen der handelsrechtlichen Rechnungslegung (klassische Bilanztheorien, Rechnungslegungszwecke, gesetzliche Grundlagen und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung) werden die handelsrechtlichen Buchführungsvorschriften, die Inventurformen und die Vereinfachungen der Inventarerstellung bearbeitet. Das anschließende Schwerpunktkapitel widmet sich der Bilanzierung. Hierbei geht es um die Themen Bilanzierungsfähigkeit, vor allem aber um die Bewertung des Vermögens und des Kapitals sowie um Sonderfälle der Bilanzierung. Mit einem Kapitel über die Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht sowie einem kurzen Kapitel über Aufstellung, Prüfung und Offenlegung wird dieser Teil abgerundet.

Teil 2: Bilanzierung nach IFRS: Im Vergleich zu anderen Darstellungen zur IFRS-Rechnungslegung besteht hier die Besonderheit darin, dass dieser Teil synonym zum HGB-Teil gegliedert ist, d. h. dass sich nach der Vorstellung der Grundlagen der IFRS-Rechnungslegung und Bilanzierungsfähigkeit der Aufbau der Aktivseite der Bilanz nicht an einzelnen Bilanzpositionen, sondern vielmehr an Rechnungslegungsproblemen orientiert. Im Anschluss an Abschnitte über die Bewertung des Kapitals und Sonderfälle der Bilanzierung wird dieser Teil durch ein Kapitel über die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die weiteren Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS abgeschlossen.

Teil 3: Lösungen zu den Aufgaben: Hier werden Lösungen zu den insgesamt 104 Aufgaben bzw. Fallbeispielen, welche in den ersten beiden Teilen enthalten sind, vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht um verkürzt ausgefallene Lösungshinweise, sondern um ausführliche und sehr gut nachvollziehbare Lösungsmuster.

Die Neuauflage des Buches basiert auf einer gründlichen Aktualisierung und Erweiterung der bisherigen Ausführungen. So wurden z. B. die Änderungen, welche das BilRUG mit sich brachte, ebenso einbezogen wie auch überarbeitete internationale Standards, etwa IFRS 9 zu Finanzinstrumenten, IFRS 13 zur Fair-Value-Bewertung oder kommende Auswirkungen von IFRS 15 (Umsatzrealisierung) und IFRS 16 (Leasing). Schließlich erfuhr der Aufgabenteil eine Erweiterung. Hier liegt zweifelsohne auch der "value added" dieses Buches im Vergleich zu manch anderen alternativen Lehrbüchern.

Den beiden Verfassern ist es hervorragend gelungen, eine oftmals als trocken, abstrakt und allzu umfangreich geltende Materie in kompakter Weise sowie in gut verständlicher Sprache und anhand von zahlreichen die Bilanzmaterie veranschaulichenden Fallbeispielen zu bearbeiten. Mit einem solchen Lehr- und Lernbuch steht den BWL-Studierenden, welche sich an Hochschulen, weiterführenden Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien sowie sonstigen vergleichbaren Bildungseinrichtungen mit Fragen der Bilanzierung auseinandersetzen, eine ideale Lektüre zur Verfügung, die sich zum vorlesungsbegleitenden Einsatz, zum Selbststudium und nicht zuletzt auch zur gezielten Vorbereitung auf einschlägige Klausuren bestens eignet.

Bilanzierung in Fällen
Reiner Quick
Matthias Wolz

Bilanzierung in Fällen


Grundlagen, Aufgaben und Lösungen nach HGB und IFRS
Schäffer Poeschel 2016
440 Seiten, broschiert
EAN 978-3791034744

Grundlagen des Risikomanagements von Banken

Für Praktiker aus der Finanzbranche und Industrie ist vor allem die exemplarische Risikoanalyse am Beispiel des Liquiditätsrisikos von besonderem Interesse.

Lesen

Anwendungsfälle der Investitionspraxis

Dieses didaktisch-methodisch hervorragende Übungsbuch beinhaltet Beispiele und Aufgaben für typische Anwendungsfälle der Investitionspraxis, ohne den Anspruch einer theoriegeleiteten Darstellung aufzugeben.

Lesen

Unternehmen bewerten

Dieses Lehrbuch setzt sich anspruchsvoll mit dem theoretisch konsistenten und praktisch anwendbaren Kalkül für die Bewertung von Unternehmen auseinander.

Lesen

Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft

Bücher über die betriebliche Finanzwirtschaft gibt es viele. Dieses fokussiert auf die wichtigsten Elemente des Corporate Finance.

Lesen

Kostenmanagement angewendet

Die Methoden des Kostenmanagements werden nicht theoretisch, sondern unmittelbar anwendungsorientiert vorgestellt.

Lesen

Auswirkungen von Fi­nanzierungen und Investitio­nen auf den Unternehmenswert

Dieses Buch, das sich insbesondere mit den Auswirkungen von Fi­nanzierungen und Investitio­nen auf den Unternehmenswert beschäftigt, eignet sich bestens für fortgeschrittene Studierende der Betriebswirt­schaftslehre und kann als vorlesungsbegleitende und -ergänzen­de Lektüre empfohlen werden.

Lesen
Unternehmensführung
Übungsbuch zur Kosten- und Erlösrechnung
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Der Euro
Die Neuerfindung des stationären Einzelhandels
Kostenrechnung und Kostenanalyse
Finanzierung in Übungen
Das Wirtschaftslexikon
Außenwirtschaft
Wirtschaftsgeographie Deutschlands / Agrargeographie
Shared Services und Business Process Outsourcing
Wirtschaftsgeographie
by rezensionen.ch - 2001 bis 2017