Ein Ethnologe reist durch die USA
McCormack, Ethnologe, hat eine Vorliebe für alles Abstruse, Groteske oder Aussergewöhnliche. Sein "Wiedersehen mit Amerika", so lautet der Untertitel seines Büchleins, besteht in einer Reise quer durch die USA, die ihn in 33 Kaffs und grosse Städte führt.
Als Forschungsprojekt kann seine Reise wohl nicht durchgehen, sind doch seine Beobachtungen etwas gar von Klischees geleitet. In Austin (Minnesota) geht es um das Dosenfleisch Spam, in Huntsville (Texas) befasst er sich mit den Haftanstalten für zum Tod verurteilte, in Denham Springs (Louisiana) begegnet er dem Ku-Klux-Klan und in San Francisco (Kalifornien) schreibt McCormack - wie könnte es anders sein? - über Schwule. Das kann amüsante Lektüre sein, aber mit der Zeit auch langweilen. Etwas subtilere Ansätze hätte man von einem "grossen Ethnologen", wie es auf dem Buchrücken heisst, erwarten dürfen.
McCormacks Werk reiht sich in die amerikakritische Literatur ein, die zur Zeit Hochkonjunktur hat. Sein Ansatz ist nicht politisch, wie bei Michael Moore, sondern beobachtend-satirisch, wobei der Humor von den Objekten seiner Beobachtung lebt, respektive von der Art, wie McCormack beobachtet.
Wer nächstens eine Reise in die USA unternimmt und die Menschen gerne wie Tiere im Zoo beobachtet, kann sich mit McCormacks Werk zu einer wohl durchaus vergnüglichen Reiseroute inspirieren lassen.
Zähflüssiges Orange
Der vielstimmig erzählende Roman umkreist Arzu, eine eigenwillige, unabhängige Frau und ihre unklare Beziehung zu Kenan. Die beiden bedeuten einander viel, kommen aber doch nie zusammen.
Turuncunun KıvamıMiteinander reden, miteinander leben
Michael Beleites ermutigt in seinem herausfordernden Buch zu einer Revitalisierung des Landlebens, zu einem „lebensgemäßen Umgang mit der Erde“ sowie zur „Stabilisierung bzw. Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen“.
Dorf-EthosWas wir nicht sehen
Ein junger Buchhalter bricht aus seiner Routine aus, verlässt Heim, Frau und Kind und streunt ziellos durch die Großstadt. Am Ende des Tages schließt er sich einer Gruppe Obdachloser an und merkt in den Gesprächen mit diesen Leuten, wie seine bisherige Welt aus den Fugen gerät.
Der Gott der anderen„Überlebensnotwendige“ Fragen nach dem Sinn der Welt
Philosophie „als Vergnügen, die Welt zu verstehen und dem Verstehen gemäß zu handeln“. Der Schlüssel dazu liegt nach Steinvorth in autotelen Handlungen und Erlebnissen.
Was Philosophie war, ist und sein kannMein Leben ist auch ein Leben
Rosas Leben sieht zunächst hoffnungslos, fast trostlos aus: Der erwachsene Sohn will nichts mehr von ihr wissen, der Lebenspartner stirbt, ebenso der geliebte Hund, die Mutter ist nicht auszuhalten. Doch nach dem Tod der Mutter kommt Bewegung in die Geschichte.
Neben FremdenDie fast heile Welt im fränkischen Dorf
Die Totenwache für seinen verstorbenen Freund gibt Max Zeit zum Nachdenken und dem Austausch von Erinnerungen mit anderen Dorfbewohnern. So entsteht ein ruhiges, intensives Bild über das im Untergehen begriffene Leben in einem Fichtelgebirgsdorf.
Im Schnee