Kunst ohne Ende
Mehr als 2000 Buchseiten, insgesamt 14 kg, widmet der Taschen-Verlag in dieser einzigartigen limitierten Sonderausgabe dem chilenischen, inzwischen 96-jährigen Regisseur Alejandro Jodorowsky. „Art Sin Fin“ ist nicht nur der Titel der zwei Megabände, sondern auch das Motto des El-Topo-Schöpfers: Kunst ohne Ende.
1970 machte ihn sein surrealer Western „El Topo“ über Nacht weltberühmt. Als Midnight Movie erlangte "El Topo" schnell einen überraschenden Kultstatus. Auch wenn der renommierte Filmkritiker Roger Ebert schon damals einräumte: „The film exists as an unforgettable experience, but not as a comprehensible one.“ Weitere Werke folgten nicht nur im Bereich des Films, sondern auch in Literatur und Comic. 2013 wurde auch der Asteroid 261690 nach Jodorowsky benannt, was zeigt, wie groß der Eindruck ist, den Jodorowsky in unserer Kultur hinterließ. Taschen legt nun die bisher umfangreichste Bestandsaufnahme seines Schaffens in einer Sammlung vor, die selbst ein Kunstobjekt ist. „Art Sin Fin“ kann durchaus als ein Manifest des Künstlers verstanden werden: Kunst ohne Ende. Gemeinsam mit dem Design-Büro M/M Paris entstand nämlich eine ganz besondere Publikation, die bereits vor Erscheinen Publikationsgeschichte schreibt.
Zwei Bände kolossal wie Pyramiden
Filmstills, Aufnahmen seiner Performances, Collagen, Zeichnungen und Fotos aus Jodorowskys Archiv zu Film, Theater und Comics werden im ersten Band in den Mittelpunkt gestellt. Der zweite Band wiederum enthält Jodorowskys Reflexionen und Bekenntnisse zu jedem einzelnen Bild, eine Art Voice-over für einen Film, den er selbst geschnitten hat: das Buch „Art Sin Fin“. Jodorowskys Schreibstil lässt sich als philosophisch, provokant, ungezügelt, aber auch zutiefst menschlich bezeichnen. Seine persönliche Weltsicht, in der Schöpfung untrennbar mit Transformation und eventuell sogar Heilung verbunden ist, offenbart sich in jedem einzelnen Wort. Beide Bände zusammen lassen sich wie ein Portal in die Welt des Alejandro Jodorowsky interpretieren, die die Grenzen zwischen Kino, Poesie, Performance, Mystik und dem Leben selbst verwischen. Insgesamt ist „Art Sin Fin“ ein weiteres Werk eines Künstlers, der erneut über die Grenzen des Konventionellen weit hinausgeht. M/M Paris entwarf eigens eine maßgeschneiderte Plexiglasbox, die zudem auch als Buchständer verwendet werden kann.
Collector’s Edition (No. 201–1000) in Band 1 signiert
Zwei ineinander verschachtelte Pyramiden aus klarem und dunklem Plexiglas erinnern an das Incal-Licht und Incal-Dunkel aus Jodorowskys Werken. Außerdem werden zwei speziell entwickelte Schriftarten verwendet, um die Polarität zusätzlich zu symbolisieren: in Stein gemeißelte Kirchenbuchstaben (eine Stimme aus der Vergangenheit) und ein molekulares Alphabet aus einer imaginären Zukunft. Ganz im Sinne des Königs Zufall ist die Collector’s Edition (No. 201–1000) zudem in Band 1 signiert – an einer ganz zufälligen Stelle im Buch. Der Herausgeber, der Philologe Donatien Grau, ist ein Freund von Jodorowsky und hat schon mehrmals mit ihm zusammengearbeitet. Für den Louvre Paris arbeitete er als Berater für zeitgenössische Programme. Der Book-Launch fand mit dem Künstler und dem Herausgeber im November im Taschen-Shop in Paris statt.
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