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rezensionen.ch
Regula Portillo wuchs im Kanton Solothurn auf, studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Fribourg und Buch- und Medienpraxis an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

In den Sümpfen der menschlichen Existenz

Chirbes zeichnet ein düsteres Bild der spanischen Gesellschaft nach der Immobilien- und Finanzkrise. Er tut dies derart überzeugend, dass man das Buch zwischendurch weglegen und tief Luft holen muss.

Am Ufer

Irgendwo zwischen «Eppelwoi-Seeligkeit» und «Mainhatten»

Ist Frankfurt wirklich so ungeniessbar wie allgemein kolportiert wird? Genazino, der seit vielen Jahren in der Stadt lebt, hat sich diese Frage anhand seiner eigenen Biografie gestellt. Genazinos liebevollen, aber schonungslosen Betrachtungen geben zwar keine abschliessende Antwort, lassen einen die Stadt am Main aber auf jeden Fall kennen lernen.

Tarzan am Main

Anders und doch so gleich

Wunderbar erfrischend und unverkrampft porträtiert Christina Caprez gemeinsam mit der Fotografin Judith Schönenberger fünfzehn Familien, die - etwas abseits vom herkömmlichen Familienmodell - ihr Familienleben leben.

Familienbande

Die Toten selig trinken mit

Mit "Ustrinkata" beschliesst Arno Camenisch seine Bündner Trilogie. Er erzählt weiterhin in seiner eigenwilligen, unterhaltsamen Sprache, im Vergleich zu seinen beiden ersten Büchern verdichteter und ausgereifter. Ihm ist in jeder Hinsicht ein kraftvolles Finale gelungen.

Ustrinkata

Welterfahrener Walterfahrer

Endo Anaconda, Sänger, Songwriter und Kolumnist veröffentlicht mit "Waltererfahren" seine zweite Kurztext-Sammlung. 77 lesenswerte Zeitzeugen unserer und insbesondere Anacondas Welt.

Walterfahren

Der bildreiche und stumme Kampf um Geborgenheit

Die Geschichte dreier Frauen, die sich auf der Suche nach Nähe immer weiter voneinander entfernen und denen der Schritt zurück und aufeinander zu nicht gelingen will. Die Autorin zeichnet mit ihrem akribisch ausgearbeiteten Text Bilder und Stimmungen, die auf den Leser nachhaltig wirken.

Sieben Jahre Schlaf

Wer leben will, muss töten

Sergio Álvarez legt nach jahrelanger Arbeit mit "35 Tote" einen eindrücklichen Roman über die jüngere Geschichte Kolumbiens vor. Er scheut sich nicht, genau hinzuschauen, auch wenn es blutig, dreckig und eigentlich unerträglich wird. Ein Lektorat mit mehr Mut zur Lücke hätte dem Buch aber gut getan und Vergleiche mit García Márquez' "Hundert Jahre Einsamkeit" sind nur schon aus sprachlicher Sicht nicht angemessen.

35 Tote

Wo die Sprache nicht hinkommt

Nicole Balschun erzählt die Liebesgeschichte zwischen der Literaturstudentin Ada und dem Landwirt Bo. Wie die Beziehung ausgeht, macht die Autorin von Anfang an klar. Dennoch ist es eine berührende, lustige und tragische Geschichte, die oft märchenhaft und gleichzeitig direkt aus dem Leben gegriffen scheint.

Ada liebt

Adam und die anderen

Die Handlung verliert zwar je länger man liest an Glaubwürdigkeit, dank der eigenen Sprache und Erzählweise verspricht Birgit Vanerbekes neues Werk aber kurzweilige Lektüre und gute Unterhaltung. Viele Muster einer vergangenen Zeit und Generation werden ironisch-komisch beschrieben und Bilder von damals in die Gegenwart zurück geholt.

Das lässt sich ändern