50 Jahre Queen's A Night At The Opera
"Death on two legs" eröffnet den 1975er-Klassiker der britischen Rockband Queen, der ihnen endlich den Durchbruch brachte. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Albums legt der hannibal-Verlag einen Bildband im Hardcover mit Folienprägung und Spotlackierung im Format 25,4 x 25,4 cm - beinahe Schallplattengröße - und mit 176 Seiten auf 157g Kunstdruckpapier, durchgehend farbig bebildert, vor. Eine Zeitreise in eine Ära, in der (noch) alles möglich schien: selbst die Hochzeit von Rock und Oper.
Pop, Jazz, Rock... Oper?
Der unumstritten größte Hit des Longplayers ist natürlich „Bohemian Rhapsody“ nach dem auch das Biopic des Jahres 2018 benannt wurde. Die Plattenfirma hatte sich damals, 1975, noch geweigert den Song mit auf das Album zu nehmen. Zu lang, zu sperrig, zu opernhaft war er den Hitfabrikanten in den Chefetagen, die selbst meist keine Ahnung vom Publikumsgeschmack hatten. Das Cover der Single zeigt die Band in einer Marlene Dietrich Filmpose (Shanghai Express, 1932) und auch das Video war für damalige Verhältnisse (1975!) - lange vor MTV - zumindest gelungen. 2019 verzeichnete es 1 Million Zugriffe auf YouTube, was sicherlich auf den Hype der durch den Film ausgelöst wurde, zurückzuführen ist. Auf das Album 1975 folgte natürlich eine ausgedehnte Tournee, was die Autorin Gillian G. Gaar zu einem Exkurs über die legendärsten Konzerte des Jahres 1976 veranlasst. Ebenso reich bebildert wie der Rest der Erzählung über die wohl größte britische Rockband sind auch ihre Tourneedaten mit Fotos von Stage Pass, Tickets, Venues, Liveauftritten und den Fans natürlich. "You're My Best Friend", "I'm in Love With My Car", "The Prophet's Song", u. v. a. m. veränderten die Hörgewohnheiten einer ganzen Generation und "A Night At The Opera" wurde bald zum legendärsten Album der Band.
Love of My Life und andere Liebeserklärungen
"Auf 'A Night At The Opera' bringen wir jeden nur erdenklichen Sound, von der Tuba bis zum Kamm. Nichts ist verboten", meinte einst Freddie Mercury himself. Die Rockjournalistin Gillian G. Gaar entwirft ein ausdrucksstarkes Gesamtbild über die - während der 70er-Jahre - wahren Regenten des Inselreiches, das durch zahlreiche oftmals sogar noch unveröffentlichte Fotos ergänzt wird. Dabei wird die Bedeutung von Queen, die bis heute anhält, erneut unterstrichen, etwa durch die Vielfalt von Referenzen: ob in der Comedy "Wayne’s World" oder in Parodien wie die „Menopause Rhapsody“ sowie in vielen weiteren popkulturellen Anspielungen poliert sich der Glanz eines funkelnden Juwels, das nie ganz verblassen wird, erneut auf. Queen von ihren Anfängen und über das Album hinaus bis in die heutigen Tage: die Autorin zeigt sowohl die Vorgeschichte als auch die Nachwirkungen bis ins Heute. Denn auch nach dem Tod des Leadsängers und Gründungsmitglieds Freddie Mercury gab es noch eine Zukunft für Queen, die in vorliegender Album-Bio ebenso gezeigt wird, wie die Frühwerke der Band. Live Aid kommt ebenso zur Sprache wie der angesprochene Film "Bohemian Rhapsody". So entsteht ein buntes Kaleidoskop eines bahnbrechenden Albums und einer ebensolchen Band, wie wohl nur die britische Insel sie hervorbringen konnte.
Die letzte deutsche Diva
Eine Biopic über Hildegard Knef, die wohl prägendste Nachkriegskünstlerin, die wohl mehr als fünf Leben führte ...
Ich will alles. Hildegard KnefPatti Smiths Memoiren
Das neue Buch der Musikerin Patti Smith, inzwischen bald 79, handelt von ihrer Kindheit und ihrem Aufstieg zum Rockstar.
Bread of Angels83 Jahre und kein bisschen weise?
Donald Duck ist auch mit 83 Jahren immer noch der Star unter den Comichelden Walt Disneys, vor allem aber Carl Barks.
Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950Waits/Corbijn: Photographien und Curiosities
Eine kongeniale Kollaboration der Konquistadoren der Musik und Fotografie.
Waits/CorbijnDer unverstandene Musicus
Christoph Heins Novellen weisen Wege dazu, Johann Sebastian Bach neu kennenzulernen und sich dem oft unverstandenen Komponisten anzunähern, der heute als Klassiker gilt, aber im Grunde ein Revolutionär in seiner Zeit war.
Das Havelberger KonzertI’m Only F**king Myself
Das dritte Album der britischen Senkrechtstarterin macht die Pole Addiction und Avoidance tanzbar zu heißen Beats ...
I’m Only F**king Myself