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Wissenschaftliches Arbeiten: Von der Idee bis zum Manuskript

Im Vorwort zu seiner jüngsten Auflage verweist Theisen zu Recht auf die hohe Aktualität seines Leitfadens. "Die Herausforderungen Wissenschaftliches Arbeiten und ordnungsmäßiges Zitieren sowie als Negativergebnis, das Plagiat, sind 2011 zu bisher nicht gekannter Öffentlichkeitswirkung gekommen …" (S. XXI). Die Frage "Zitierst Du wie Guttenberg oder wissenschaftlich korrekt à la Theisen?" wird derzeit nicht selten im Internet-Chat thematisiert.

Der Nachweis der Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten wird in sehr vielen Varianten, beispielsweise durch Protokolle, Thesenpapiere, Assignments, Übungs-, Seminar- und Projektarbeiten, Bachelor-, Diplom- und Masterarbeiten, bis hin zur Dissertation und Habilitation erbracht. Dazu bedarf es ungeachtet aller sonstigen Voraussetzungen, welche zu erfüllen sind, handwerklichen Kenntnissen vergleichbare Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Hierzu bietet das vorliegende Taschenbuch des renommierten Hochschullehrers für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Fülle von wertvollen Anregungen und Tipps. Kollegstufenschüler, Studierende an Fachakademien, Seminarteilnehmer, Bachelor-, Diplom-, und Masterstudierende sowie Doktoranden aller Fachrichtungen wären schlecht beraten, würden sie auf die hier angebotenen Hilfestellungen verzichten. Selbst wenn die Arbeiten keine der verschiedenen Kategorien des wissenschaftlichen Fehlverhaltens (Falschangaben, Text- und Ideendiebstahl, Autorenschaftsanmaßung, Täuschung und Plagiat, Betrug) erfüllen, könnten die Ergebnisse der Arbeit Gefahr laufen, vom Korrektor bzw. Gutachter mit dem folgenden Vermerk versehen werden: "Dieses Referat enthält viel Neues und viel Gutes, aber das Neue ist nicht gut und das Gute ist nicht neu" (zitiert in Anlehnung an den Nobelpreisträger George J. Stigler, S. 251).

Der erste Schwerpunkt dieser Publikation widmet sich der richtigen Planung und Durchführung des Arbeitsprozesses. Anhand von konkreten Beispielen und Fragestellungen werden viele praktische Hilfen für die Selbstorganisation des Studierenden, insbesondere für die Projektplanung und die vielfältigen Vorarbeiten, für die Materialübersicht und Themenabgrenzung sowie für die Auswahl und Auswertung des Materials angeboten. Der Verfasser erklärt dabei nicht nur, was zu tun ist, sondern auch warum. Alternativen werden sachverständig, jedoch nicht weitschweifig diskutiert und die Tipps werden nicht selten locker, oftmals witzig und dabei immer sehr geistreich artikuliert (beispielsweise Theisens Anmerkungen zu "Perspektive und Sexualität", S. 138 f., und "Ratschläge für einen schlechten wissenschaftlichen Arbeiter", S. 249 ff.).

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Taschenbuchs befasst sich mit der äußeren Form des Manuskripts. Dabei geht es um häufig auftauchende Fragen zum Beispiel zur Gliederung und zum Stil des Manuskripts sowie zur Abfassung und Gestaltung von Zitaten, Texten und Verzeichnissen. Weitere Abschnitte thematisieren vor allem den Druck, die Veröffentlichung, die Präsentation, die Bewertung wissenschaftlicher Leistungen und die Formen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens mit den entsprechenden Konsequenzen.

Dieses Taschenbuch ist 1984 erstmals erschienen und wurde mittlerweile von mehr als 135.000 Studierenden aller Fachrichtungen genutzt. Das spricht für den Erfolg und die Kompetenz dieses Leitfadens, der schon vor Jahren von der britischen Zeitung "The Independent" als "Bibel" des wissenschaftlichen Arbeitens bezeichnet wurde. Seit Jahren wird dieser Klassiker des wissenschaftlichen Arbeitens alle 18 bis 20 Monate umfassend inhaltlich und konzeptionell überarbeitet. Die vorliegende Auflage wurde wiederum aktualisiert und die zusätzliche Ausführungen, beispielsweise Adressen, Telefon-, E-Mail- und Internet-Angaben von über 100 Informationsstellen, Suchmaschinen und Datenbanken, Tipps für mündliche und schriftliche Prüfungen, Ratschläge zur Zitierweise von elektronischen Medien und Internet-Dokumenten sowie u. a. eine Checkliste zur Endredaktion, Tipps zur Umsetzung der Formvorschriften mit Microsoft Word 2007 und eine kommentierte Auswahlbibliographie zum Thema "Wissenschaftliches Arbeiten", sind wieder auf den neuesten Stand gebracht.

Manuel René Theisen - Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten Technik - Methodik - Form

Manuel René Theisen
Franz Vahlen 2011
309 Seiten, broschiert
ISBN 978-3800638307



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