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Diversifying Digital Architecture
203 feidad Award
Liu Yu-Tung (Hrsg.)
Birkhäuser, 2004
215 Seiten, broschiert
560 farb. Abb.
ISBN 978-3764371609
Im Jahr 2000 wurde der Far Eastern International Digital Design Award (FEIDAD Award) zum ersten Mal vergeben. Dabei handelt es sich um einen offenen internationalen Wettbewerb, bei dem Architekten, Designer wie auch Studenten eingeladen sind, ihre Projekte, die im direkten Zusammenhang mit den digitalen Medien stehen, einzureichen. Für das Jahr 2003 wurden 87 Projekte mit Teilnehmern aus 29 Nationen eingereicht und von einer international renommierten Jury beurteilt. Im Mittelpunkt dieser Publikation stehen 50 ausgewählte Projekte, die ausführlich vorgestellt werden.
Gegliedert werden die Arbeiten in verschiedene Themenbereiche wie Liberation of Form and Space, Evolving Concept of Space, Parametric Intelligence of Design und Coexistence of Physical and Virtual Cities. Es geht hier also nicht nur um reine Architekturprojekte, sondern ums digitale Design überhaupt. Die Art und Weise wie die Arbeiten präsentiert werden geht über das Zeigen von spektakulären Renderings und Fotografien hinaus. Umfassend wird beschrieben, was für Überlegungen hinter solchen optisch wirksamen Bildern stecken, und genau dies macht diesen Band interessant. Beispielsweise wird der Prozess der Formfindung - Generierung beim BMW Ausstellungsgebäude Dynaform von ABB Architekten / Bernhard Franken aufgezeigt. Die Bewegung eines Automobils wird räumlich übersetzt und bildet die Grundlage für die vom Computer berechnete Gebäudegestaltung. Als besonderen Augfang werden den 50 Projekten eingeladene Arbeiten von "Architekturstars" wie Tadao Ando, Zaha Hadid, Diller+Scofidio, Greg Lynn, Ben van Berkel und Caroline Bos UN Studio vorangestellt.
Insgesamt bietet der Band einen interessanten Überblick über die neuesten Entwicklungen im Bereich des digitalen Designs. Auch wenn man meint, mit freien Formen, Blobs, Hybriden usw. nicht viel anfangen zu können, lohnt es sich allemal, einen Blick in diese Publikation zu werfen.
von Michael Rubin
03.09.2005




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Ich hatte nämlich nicht gelogen, als ich sagte, dass ich die Menschen hier nicht kenne. An die drei Jahre betreibe ich nun schon dieses Café, aber nur selten schaut mal jemand, der hier wohnt, so zum Verschnaufen wenigstens in der heißen Zeit mal in meinem kühlen Café vorbei, vor dem der einzige Baum auf diesem Platz steht, hockt sich an meinen Tisch, trinkt ein Wasser, einen Tee. Die alten Frauen mit Kopftuch und die alten, bärtigen Männer türkischer oder arabischer Herkunft, ihre Hände mit den Gebetskettchen hinter dem Rücken verschränkt, auf dem Weg zur Moschee, die sich im Untergeschoss eines schäbigen Mietsblocks befindet, sie gehen an mir vorbei ohne zu schauen, als gäbe es mich und mein Café nicht. Vielleicht hätte es ein Treffpunkt oder Zufluchtsort für junge Verliebte werden können, mein Café, das an ein Wohnzimmer erinnert mit den Sesseln aus den Fünfzigern, in die man sich vergräbt, den einander gegenüber stehenden Ohrensesseln ... (S. 90, Übersetzung: E.L.)
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